Gelesen: „Lasse (Film.Love.Story 2) (Flying Moon)“ von Katrin Bongard

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 428 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
259 Seiten
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Verlag: Red Bug Books (24. Juli 2013)
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Sprache: Deutsch
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Buch beim Verlag?
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Kurzbeschreibung:
Ein trauriger
Prinz, ein rockiges Aschenputtel, eifersüchtige Exfreundinnen. Ein
Film-Märchen.
Filmstar, Partygänger, Kiffer. Lasse hat viele Etiketten, aber es kümmert
ihn wenig. Bis er auf ein unbekanntes Mädchen trifft und sich sofort verliebt.
Für sie will er anders sein, sich öffnen, Schwäche zeigen. Aber sein altes Image
verfolgt ihn und droht nicht nur seine Karriere, sondern auch seine neue Liebe
zu zerstören.
Im zweiten Teil der Film.Love.Story kommt Lasse zu Wort und schildert seine
Sicht der ersten Begegnung mit Moon und ihrer Wiederbegegnung an einem Filmset.
(Quelle: Red Bug Books)

Meine Meinung:
Besonders seit „Sweet Sixteen“ ist Lasse ein sehr
bekannter Filmstar und sehr bekannt in der Medienwelt. Doch er fühlt sich
einsam und alleine. Mit Ole, seinem Bruder, und Gerion, seinem besten Freund,
hat er aber 2 Menschen denen er vertraut und die ihn so kennen wie er wirklich
ist. Denn so wie Lasse in den Medien dargestellt wird, so ist er gar nicht
wirklich.
Auf einer Filmparty bei einer Produzentin lernt Lasse ein
Mädchen kennen, das sein Leben fortan total auf den Kopf stellt. Immerzu muss
er an sie denken, obwohl er ja noch nicht mal weiß wie ihr Name ist.
Monate später passiert es dann plötzlich, Lasse steht ihr
bei einem Filmdreh wieder gegenüber. Sie entpuppt sich als Moon, seine
Filmpartnerin.
Kann Lasse Moons Herz für sich gewinnen, obwohl alle Moon
eindringlich vor ihm warnen? Oder ist es zu Ende bevor es richtig begonnen hat?
Mit „Lasse“ ist nun der zweite Teil der „Film-Love-Story“,
geschrieben von Katrin Bongard, erschienen. Obwohl dieses Buch als eben zweiter
Teil ausgeschrieben ist, so kann man „Lasse“ auch als eigenständiges Buch
betrachten und ohne Vorkenntnisse von „Flying Moon“ lesen.
In diesem Buch erfährt man als Leser sehr viel über
Lasse.
Er ist ein ruhiger und emotionaler Typ, der sehr viel
grübelt und über sich und seine Gefühle nachdenkt. Lasse ist zudem ziemlich sensibel
 und zurückhaltend. Von klein auf steht
er vor der Kamera und dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen die an ihn
gestellt werden. Neben den schauspielerischen Seiten erfährt man aber auch viel
über Lasses familiären Background. Die Familie ist für Lasse ein wichtiger
Bestandteil seines Lebens und in Ole, seinem Bruder, hat er eine wichtige
Bezugsperson. Als er Moon kennenlernt ändert sich für Lasse alles. Er möchte
jede noch so kleine Kleinigkeit über sie erfahren, möchte mit ihr zusammen sein.
Nach „Flying Moon“ empfand ich Lasse als geheimnisvoll,
als jemand der nicht viel von sich preisgibt, nun habe ich ihn wirklich
kennengelernt und empfinde ihn als vielsichtigen und interessanten Charakter,
den ich sehr gerne mochte.
Im Buch gibt es noch einige weitere Charaktere, zu denen
eben auch Moon zählt. Sie sind alle sehr bedeutend für die Geschichte, geben
ihr das gewisse Etwas.
Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und emotional,
eben ganz toll. Ich lese Katrin Bongard immer wieder gerne, weil man sich mit
ihrem Stil einfach identifizieren kann.
Geschildert wird die Geschichte hier aus Sicht von Lasse
in der Ich-Perspektive.
Man erfährt nicht nur viele Dinge aus dem Filmbereich und
ist hautnah am Set dabei, es gibt natürlich auch wieder sehr viele tolle Szenen
zwischen Moon und Lasse.
Das Ende kam für mich ein wenig überraschend, denn es
endet früher als es in „Flying Moon“ der Fall war. Dennoch passt es hier total
zur gesamten Story.
Fazit:
„Lasse (Film.Love.Story 2) (Flying Moon)” von Katrin
Bongard ist ein toller 2. Teil, den man getrost auch eigenständig lesen kann.
Emotional und leicht bringt Katrin Bongard dem Leser
ihren Protagonisten näher und lässt ihn dabei tief in sein Innerstes schauen.
Eine perfekte Ergänzung zu „Flying Moon“!
Ganz klare Leseempfehlung von mir!
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte eBook und ein großes Dankeschön auch an die Autorin für die Begleitung der Leserunde auf lovelybooks.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier und hier (unter Manjas Buchregal) zu finden.

Gelesen: „Ein bisschen Kowalski gibt es nicht“ von Shannon Stacey

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Broschiert: 300 Seiten
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Verlag: Mira
Taschenbuch im Cora Verlag
(Mai 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3862787265
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ISBN-13: 978-3862787265
Kurzbeschreibung:
Moment mal – die hübsche Lady da am Tresen wird
belästigt! Doch als Kevin Kowalski, Besitzer der Sportsbar, ihren
aufdringlichen Verehrer k.o. schlägt, erlebt er gleich mehrere Überraschungen.
Die erste: Das Opfer, Beth Hansen, ist sauer auf ihn, statt dankbar zu sein.
Der Typ da auf dem Kneipenboden ist nämlich ihr Boss! Und dank Kevin ist sie
jetzt ihren Job los. Die zweite: Nicht lange, und er sieht Beth wieder – was in
einem heißen One-Night-Stand endet. Die dritte: Kevin wird Daddy! Und die
vierte Überraschung: Beth denkt gar nicht daran, ihn in ihr Leben zu lassen.
Aber Kevin nimmt es sportlich. Gewinner ist schließlich der, der zuerst am Ziel
ankommt. Und seines ist glasklar: Beth, Baby und Flitterwochen.
(Quelle: Mira Taschenbuch)

Meine Meinung:
Kevin Kowalski ist ein recht erfolgreicher Barbesitzer.
Eines Tages beobachtet er wie eine junge Frau in seinem
Lokal belästigt wird. Er schreitet ein und schlägt den Typen nieder. Doch
anstatt Kevin dankbar zu sein ist Beth Hansen, die Frau die in Kevins Augen
belästigt wurde, mehr als sauer auf ihn. Der Grund: Kevin hat ihren Chef
niedergeprügelt. Beth verliert auf der Stelle ihren Job und könnte Kevin zum
Mond dafür schießen.
Wenig später auf einer Hochzeit im Hause Kowalski treffen
Beth und Kevin erneut aufeinander. Dieses Treffen endet schließlich in einer
ziemlich heißen Nacht, die jedoch nicht ohne Folgen bleibt. Beth ist schwanger
und obwohl sie Kevin nie mehr wieder sehen wollte geht sie zu ihm und erzählt
ihm vom Kind. Kevin reagiert anders als erwartet, er freut sich auf den
Nachwuchs und möchte Beth an seiner Seite haben.
Doch kann das wirklich gut gehen, eine Beziehung nur
wegen einem Kind?
Der Roman „Ein bisschen Kowalski gibt es nicht“ stammt
von der Autorin Shannon Stacey. Das Buch ist der Mittelband einer Trilogie,
wobei ich anmerken muss ich kenne den ersten Teil nicht. Es hat sich aber als
kein Problem herausgestellt, ich kam auch so sehr gut mit dem Buch zurecht.
Kevin Kowalski ist Barbesitzer. Er wirkt etwas wie ein
Macho, ´ziemlich oberflächlich. Aber das ist so wie eine Masche von ihm, denn
eigentlich hat Kevin das Herz am richtigen Fleck. Als Beth ihm offenbart das
sie schwanger ist zeigt sich dies ganz deutlich. Er freut sich total über das
Baby und würde Beth am liebsten sofort ehelichen. Er steht zu seinen Taten, was
ihn am Ende wiederum sehr sympathisch gemacht hat.
Beth ist eine Weltenbummlerin. Sie hält es nie lange an
einem Ort aus. Auch sie ist sehr sympathisch, vor allem auch deshalb weil sie
auf Kevins Flirt- und Anmachversuche überhaupt nicht eingeht. Als sie nach dem
One-Night-Stand erfährt, dass sie schwanger ist wirft sie diese Neuigkeit ein
wenig aus der Bahn. Sie überwindet sich und geht zu Kevin, der anders reagiert
als sie erwartet hat.
Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere
Charaktere, die mir ebenso gut gefallen haben. Sie wirken alle lebhaft und
authentisch.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig
lesbar. Es macht einfach Spaß sich durch die Seiten zu lesen und die Geschichte
zu erleben.
Geschildert wird das Geschehen von einem personalen
Erzähler. Hierbei werden sowohl die Perspektiven von Beth als auch die von
Kevin verwendet. Man erhält als Leser einen schönen Gesamtüberblick.
Die Handlung ist humorvoll. Man lacht und leidet mit den
Charakteren ganz automatisch mit. Trotzdem geht die Ernsthaftigkeit des
angesprochenen Themas aber nicht verloren.
Das Ende scheint von vornherein vorhersehbar. Dennoch die
letzten beiden Kapitel waren dann doch anders als erwartet.
Fazit:
„Ein bisschen Kowalski gibt es nicht“ von Shannon Stacey
ist ein leichter Roman der sich ideal für zwischendurch eignet.
Der lockere Stil und der eingebaute Humor sorgen für
unbeschwerte Lesestunden.
Durchaus lesenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: „Taken: Das Laicos-Projekt 1“ von Erin Bowman

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Broschiert: 352 Seiten
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Verlag: Piper (16.
April 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 349270266X
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ISBN-13: 978-3492702669
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Originaltitel: Taken
Kurzbeschreibung:
An deinem
achtzehnten Geburtstag verschwindest du – für immer!
Wenn um Mitternacht die Erde bebt, der Wind aufheult und
ein leuchtender Blitz im Dorf einschlägt, wissen die Bewohner von Claysoot:
Erneut wurde jemand von ihnen geraubt. Doch rätselhafterweise trifft dieses
Schicksal ausschließlich die Männer in der Nacht ihres 18. Geburtstags. Gray
ist 17 und weigert sich, dieses Todesurteil zu akzeptieren. Deshalb wählt er
die einzige Alternative, die ihn vor dem »Raub« rettet – er besitzt den Mut,
jene unheimliche Mauer zu überwinden, die Claysoot vom Rest der Welt trennt.
Doch noch kein Dorfbewohner vor ihm hat das überlebt …
(Quelle: Piper)

Meine Meinung:
In Claysoot gibt es keine Männer. Der Grund dafür ist, an
ihrem 18. Geburtstag verschwinden alle Männer spurlos und niemand weiß wohin.
Jungs ab einem Alter von 15 Jahren dürfen an Ratssitzungen teilnehmen und
können sich zuweisen lassen. Hierbei geht um die Zeugung von Nachwuchs. Hierfür
sollen die Jungen sogar umherziehen.
Grays Bruder Blaine steht kurz vor seinem 18. Geburtstag.
Wenn er geholt wird lässt er eine 3-jährige Tochter und deren Mutter zurück.
Nachdem Blaine weg ist findet Gray einen Brief an Blaine.
Er stammt von ihrer Mutter. Sie fordert Blaine auf Nachforschungen anzustellen
und Gray gegenüber nichts davon zu erwähnen. Außerdem ist im Brief von einem
Geheimnis über Gray die Rede. Diese Sache lässt Gray nicht mehr los. Er
entschließt sich schweren Herzens über die Mauer, die Claysoot umgibt,  zu gehen.
Was wird er da herausfinden?
Das dystopische Jugendbuch „Taken: Das Laicos-Projekt 1“ stammt
von der Autorin Erin Bowman. Es ist das Erstlingswerk der Autorin und zudem
auch der Auftaktband einer 4-teiligen Reihe. Schon von Klappentext her macht es
sehr neugierig.
Gray ist ein sympathischer Protagonist. Ich konnte mich sehr
gut in ihn hineinversetzen, auch wenn er meist recht spontan handelt und ich
oftmals wirklich überrascht war was er denn jetzt schon wieder vorhatte. Gray
ist äußerst temperamentvoll und sehr emotional.
Blaine, Grays Bruder, ist genau das Gegenteil seines
Bruders. Er handelt durchdacht und besonnen und durch seine etwas ruhigere Art
bevorzugen ihn die Frauen mehr als Gray.
Neben den beiden Brüdern gibt es noch weitere sehr
interessante Figuren.
Besonders die beiden weiblichen Charaktere Emma und Bree
sind hier zu erwähnen.
Emma ist eine starke Frau. Sie steht Gray bei, begeht
aber im Handlungsverlauf einen folgenschweren Fehler, der nicht zu verzeihen
ist.
Bree ist ebenfalls sehr stark aber auch starrköpfig. Sie
weiß genau was sie will.
Der Schreibstil der Autorin ist recht einfach und sehr
leicht lesbar. Man fliegt so regelrecht durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Gray in der
Ich-Perspektive. So ist man als Leser immer mittendrin und erlebt Grays Gefühle
wirklich hautnah.
Die Handlung ist wirklich spannend gehalten. Zwar gibt es
einige Hochs und Tiefs aber die Spannung ist wirklich das gesamte Buch über
vorhanden. Immer wieder gibt es überraschende Wendungen und nichts ist
vorhersehbar. Die Welt, die Erin Bowman hier geschaffen hat ist gut durchdacht
und faszinierend. Ebenso haben mir die Idee und die Umsetzung sehr gut
gefallen.
Das Ende der Dystopie ist sehr gelungen. Man kann es als
abgeschlossen betrachten auch wenn es noch offene Fragen gibt. Durch diese ist
man als Leser total neugierig und verlangt regelrecht eine Fortsetzung.
Fazit:
„Taken: Das Laicos-Projekt 1“ von Erin Bowman ist ein
gelungener Auftakt der 4-teiligen dystopischen Reihe und ein wirklich toller
Debütroman der Autorin.
Die geschaffene Welt ist einzigartig und die mitreißende
und spannende Handlung sowie die sympathischen Protagonisten machen das Buch zu
einem Lesegenuss, besonders natürlich für Dystopie-Fans und solche die es noch
werden wollen.
Klare Leseempfehlung von mir!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Im Gespräch mit …

Meine lieben Leser,
heute zum Sonntag ist es mal wieder Zeit für
ein Interview.
Dieses Mal heißt es 
„Im Gespräch mit …“
René Anour,
dem Autor des Fantasyromans
„Die Wanifen“.

Hallo René,
willkommen auf
Manjas Buchregal!
 Es freut mich,
dass ich dich hier auf meinem Blog begrüßen darf und du mir ein paar Fragen
beantwortest.
© Rene Anour @bookshouse
Für
alle, die dich noch nicht kennen, würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?
 Hi, ich bin René
Anour, Philantrop, Multimillionär* – Fantasy Autor.
Früher habe ich
aktiv als Forscher die Wirkung eines Jungbrunnengens erforscht, mit dem
Ergebnis, dass es kein Jungbrunnengen ist. Heute stehe ich neben dem Schreiben
auch auf der Bühne, mit der Kabarettgruppe „Vetophil“.
(*ev. in Simbabwe Dollars)
Wie
bist du zum Schreiben gekommen? Was war das erste was du geschrieben hast?
 Das erste, das ich
geschrieben habe, waren Geschichten über ein ausgestorbenes, gottähnliches Volk.
Damals dachte ich, sie wären brilliant, jetzt würde ich sie niemandem mehr zum
Lesen geben und denke mir, wann immer sie mir unterkommen nur: „Oh Gott!“

 Dein
Fantasyroman „Die Wanifen“ ist im Mai bei bookshouse erschienen. Um was geht es und wie bist du auf die Idee zum
Buch gekommen?
 Es geht um
Menschen, die als Kind von einem Wesen der Anderwelt ausgesucht werden, das
ihnen im Inneren ähnelt. Als Erwachsene sind, diese Menschen, die sog. Wanifen,
fähig, die Fähigkeiten dieses Wesens, ihres Seelengeists für sich zu nutzen.
Manche können sie sogar leibhaftig erscheinen lassen. Jemand hat’s mal als „Pokemon
für Erwachsene“ zusammengefasst. 
Ich hatte zuerst lange die Idee für den Namen,
das war noch während meiner Zeit als Student. Ich hatte eine Freundin zum
Schifahren besucht, die an einem Berg namens „Hoher Ifen“ im Kleinwalsertal
wohnt. Irgendwann poppte der Name „Die Wanifen“ in meinem Kopf auf und ich
wusste, ich wollte eine Geschichte über Menschen schreiben, die in den Bergen
leben und über besondere Fähigkeiten verfügen.
Hast du einen Lieblingscharakter in deinem
Buch?
 Es gibt zwei, bei denen ich mich meistens
nicht entscheiden kann. Da gibt es einen jungen Wanifen, der Rainelf heißt. Er
ist so menschenscheu, dass er oft für einen Schneegeist gehalten wird, wenn er
gesehen wird. Er trägt ein großes Geheimnis und ist ein sehr gespaltener
Charakter.
Die Wanifen haben ja ein Geistzeichen.
Verrätst du uns dein Geistzeichen und was es für eine Bedeutung hat?
 Ich habe den Test
selbst nie gemacht, aber vielleicht sollte ich. Ich glaube mein Geistzeichen
und damit mein Seelengeist wäre ein Quellwicht. Quellwichte können unterschiedliche
Gestalten annehmen und treiben oft ihren Schabernack mit unbedarften Menschen,
die ihr Revier durchqueren.  Das Zeichen
sieht aus, wie ein grinsendes Gesicht hinter Wasserwellen. Ich nehme an, sie
würden sich als Wanifen vermutlich vielseitige Charaktere aussuchen, die auch
mal für einen Spaß zu haben sind.
Ich habe gelesen dass du auch Kabarett
spielst. Wie bist du dazu gekommen? Und was erfüllt dich mehr, das Schreiben
oder doch eher das Kabarett spielen?
 Das kann man nur schwer vergleichen. Beim
Schreiben geht es darum, Gefühle zu Papier zu bringen. Das ist eine schöne,
entspannende Tätigkeit, die viel Spaß macht und wo man sich Emotionen erlaubt,
die sonst keinen Platz haben. Man fließt in dieser anderen Welt dahin und
vergisst alles um sich.
Beim Kabarett ist es so, dass  es lustig und immer von einem gewissen
Nervenkitzel begleitet ist.
Es ist unglaublich, wenn das Publikum  Spaß hat und sich das auf das überträgt, was
wir auf der Bühne machen.
In Kurz: Das eine ist Spaß in der Gruppe, das
andere ist Spaß allein. Man braucht beides würde ich sagen.
Gibt
es ein Genre, in dem du gerne mal ein Buch veröffentlichen würdest?
Sollte ich mal
irgendwo irgendwas finden, dass das Leben vieler Menschen erleichtern kann, fände ich ein
Sachbuch lustig.
 
Hast
du besondere Rituale beim Schreiben (z.B. Musik hören oder ähnliches)?
 Musik hören lässt bei mir oft Bilder
entstehen und ist sehr wichtig, um Ideen zu bekommen. Beim Schreiben selbst
würde es mich aber zu sehr ablenken. Ich mach meistens nur kurz die Augen zu
und geh an die Stelle, wo ich das letzte Mal aufgehört habe und weiter geht’s.
Wie
entsteht ein Buch bei dir? Von Anfang bis Ende, oder entsteht vielleicht die
Mitte zuerst und plottest drum herum?
 Von Anfang bis
Ende. Ich mag’s wenn auch für mich ein Spannungsbogen dabei ist. Und manchmal
weiß ich auch tatsächlich nicht, was als nächstes passiert.
 
Fließen
in deine Figuren auch persönliche Sachen mit ein, wie z.B. eigene Erfahrungen,
Eigenschaften etc. oder von Bekannten/Verwandten?
 Natürlich.
Allerdings gibt es keine Figur bei mir, die eins zu eins einem realen Menschen
nachempfunden ist. Ein Prise von dem, eine Prise von der, Vorstellungskraft
unterheben und fertig ist die Figur! 
Einen realen
Menschen einfach abzubilden fände ich… unfair. Es wäre ja nur mein
Blickwinkel auf diese Person und der Mensch hätte nicht die Möglichkeit zu
widersprechen.
Wie sehr
bleiben deine Charaktere an dem von dir ursprünglich erdachten Ablauf der
Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben, oder lassen sich manche auch genau
so steuern, wie du es dir ursprünglich dachtest?
 Man hat eine Idee,
wer die Figuren sind und was sie wollen, aber erst während der Geschichte sind
sie in all ihren Facetten und Macken zum Leben erwacht. Manchmal hat man das
Gefühl man hat gar keinen Einfluss darauf, was ein Charakter sagen oder tun
wird- fast so, als würde er sich widersetzen. Fast gruselig. Einmal habe ich
versucht, eine Figur bedrohlich und furchteinflößend darzustellen, doch so sehr
ich mich auch angestrengt habe, der Charakter wurde schlussendlich lustig und
sympathisch.
  
Hattest
du schon mal eine Schreibblockade? Wenn ja, wie hast du diese überwunden?
 Es gibt manchmal
Phasen, an denen ich mich schwerer tue, v.a. an Stellen der Geschichte, die
mich selbst weniger als andere interessieren. Meistens lasse ich die Geschichte
dann einfach etwas ruhen, kümmere mich um andere Dinge und kehre hoffentlich
mit besseren Ideen zurück.
 
Wie
sieht ein typischer Tag in deinem Leben aus?
 Ich glaube, es
gibt erstaunlich wenig „typische Tage“ und das ist super. Das typischste an
meinen Tagen ist, dass ich mir sehr genau überlegen muss, was ich an diesem Tag
schaffen will, damit alles Platz hat. Ich wär gern einer dieser Menschen, die
in der Früh nicht müde sind und schon um 5 Uhr morgens fit und fröhlich durch
die Gegend tanzen und ihre gute Laune jedem unter die Nase reiben. Die
Fröhlichkeit setzt bei mir erst etwas später ein, vor sieben Uhr sollte man
Sicherheitsabstand halten. Wenn ich schreiben will, muss ich dafür genug Zeit
haben. Mal 15 Minuten irgendwo dazwischen, das funktioniert nicht.
 
Was
machst du neben dem Schreiben? Wie entspannst du dich?
 Ich versuch in die
Natur rauszukommen. Ich lebe ja in Wien, wo es zwar viele Grünflächen gibt,
aber es bleibt eben trotzdem eine Großstadt. 
Bergsteigen,
Freiwasserschwimmen, Lesen im Grünen, das sind so die Dinge, wo ich gut
abschalten kann. Wenn die Zeit dafür zu knapp ist, tut’s manchmal auch ein
Besuch in einem schönen Kaffeehaus.
Was
liest du selber am liebsten?
 Querbeet: Wichtig:
Ein Buch, das auf den ersten 50 Seiten nicht fesselt wird weggeworfen (-oder
jemandem geschenkt, den ich nicht mag).
Es gibt viele gute
Bücher, leider noch mehr schlechte. Ich habe mal ein Stück „Weltliteratur“
gelesen, in dem auf geschlagenen 1000 Seiten, nichts passiert. Man muss den Mut
haben, klar zu sagen, wenn einem ein Buch gefällt oder eben nicht, egal, was
sein Status in der Weltliteratur ist. Einen Dan Brown nicht zu mögen ist ja
fast schon ein Sakrileg 😉
Kannst
du schon etwas über neue Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher
Zukunft von dir erwarten?
 Wenn die Leser
sprich ihr, es euch wünscht, wird es zwei weitere Wanifenbände geben. Das zweite Buch
ist in der Rohfassung schon weit gediegen und trägt den Arbeitstitel „Gamlain“. Was ich
versprechen kann: Man wird mehr über die Welt der Wanifen erfahren, mehr
Geister zu Gesicht bekommen – und Ainwa wird sich mit furchtbaren Gegnern messen
müssen.
Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest
du dir wünschen?
 Einen 8. Harry Potter Band

Einen Rieseneisbecher (ist grad ziemlich
heiß)

Und falls ihr die ersten beiden lahm findet:

Das Wünschen weiterer Wünsche
Zum Schluss hast du die Möglichkeit deinen
Lesern das zu sagen, was du ihnen schon immer mal sagen wolltest.
 Danke! Jedem einzelnen von Euch. Ich glaube
mittlerweile ist der Austausch und die Diskussion mit Euch für mich das
Schönste an der Sache geworden. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir Eure
Meinung, Eure Fragen etc. mitteilen würde. Ich bemühe m ich wirklich alle
Anfragen persönlich zu beantworten. Das kann man z.B. auf meiner fb Seite
(facebook.com/Anournovels), meinem blog (https://reneanour.wordpress.com/) oder
einfach per Mail (misomirror@hotmail.com).
 
Vielen Dank,
besonders auch im Namen meiner Leser, dass du dir die Zeit genommen hast und
uns ein wenig mehr über dich verraten hast.
Danke Dir, für das
Interview und Euch fürs Mitlesen!

Gelesen: „London Road – Geheime Leidenschaft“ von Samantha Young

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Taschenbuch: 512 Seiten
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Verlag: Ullstein Taschenbuch (29.
Mai 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3548285988
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ISBN-13: 978-3548285986
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Originaltitel: Down London Road
Kurzbeschreibung:
Sie wagt es nicht, von Liebe zu träumen. Er
zeigt ihr: Wahre Liebe ist kein Traum. 
Johanna Walker ist
jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur
ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder
der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen
soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron
McCabe – gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist
der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Wird es ihm gelingen,
ihre Mauer aus Zweifeln zu überwinden?
(Quelle: Ullstein
Taschenbuch)

Meine Meinung:
Johanna Walker
sieht ist jung und sieht gut aus. Sie scheint die perfekte Freundin für reiche
und erfolgreiche Männer zu sein. Sie tut ja auch wirklich alles um ihnen zu
gefallen, um geliebt zu werden. Doch Jo tut es nicht für sich, sondern weil sie
ihren Bruder Cole aus der Gewalt, die in ihrer Familie herrscht, herausholen
möchte. Vor Freunden versteckt Jo ihr Geheimnis um ihre Familie.
Auf einer Kunstaustellung
lernt Johanna den attraktiven Cameron kennen. Beide sind sofort voneinander
fasziniert und obwohl sie beide in einer festen Beziehung sind, können sie
nicht ohne einander …
Der Liebesroman „London
Road – Geheime Leidenschaft“ stammt von der Autorin Samantha Young. Das Buch
ist der Nachfolgeband von „Dublin Street – Gefährliche Sehnsucht“. Obwohl ich
den Vorgänger nicht gelesen habe, hatte ich keinerlei Probleme in die Handlung
zu kommen. Das Buch kann also durchaus auch alleine stehen.
Johanna, genannt
Jo, ist eine tolle Protagonistin. Zu Beginn wird sie sehr von Selbstzweifeln
geplagt. Sie ist gutaussehend und eine starke junge Frau. Johannas Kindheit war
geprägt von Schlägen ihres Vaters. Sie kümmert sich um Cole, ihren 14-jährigen Bruder,
den sie nur zu gerne aus der Gewalt herausholen möchte. Da Johanna nicht immer
genug Geld zur Verfügung hat sucht sie einen Freund, der sie finanziell
unterstützt. Im Handlungsverlauf nimmt Johanna mehr und mehr ihr Leben selber
in die Hand.
Cameron ist ein gut
aussehender aber auch geheimnisvoller junger Mann. Er ist witzig, offen und
ehrlich. Zu Beginn empfand ich Cameron ein wenig arrogant. Dies gibt sich aber
nach und nach.
Zwischen den beiden
knistert es von der ersten Begegnung an. Sie können nicht voneinander lassen,
auch wenn es nicht immer gut für sie ist.
Die Nebencharaktere
hat Samantha Young ebenfalls sehr gut dargestellt. Sie haben alle ihren Platz
in der Geschichte.
Der Schreibstil der
Autorin ist flüssig und angenehm. Sie beschreibt die Szenen recht detailliert
und bildhaft, was vor allem bei den erotischen Szenen gut kommt.
Geschildert wird
das Geschehen aus Sicht von Johanna in der Ich-Perspektive. Man ist also immer
direkt dabei und lernt sie gut einzuschätzen.
Die Handlung
beinhaltet alles, was das Leserherz begehrt. Es gibt Spannung, Liebe aber auch
Humor und Charme. Immer wieder sind Rückblenden eingebaut und alles ist
nachvollziehbar und chronologisch dargestellt.
Die erotischen
Szenen hat Samantha Young sehr ästhetisch und stilvoll beschrieben.
Das Ende kommt
nicht überraschend und passt so, wie es hier ist, gut zum gesamten Buch.
Fazit:
„London Road – Geheime Leidenschaft“ von Samantha Young
ist ein sehr überzeugender Liebesroman.
Die toll ausgearbeiteten Protagonisten und die gut in
Szene gesetzte Erotik bescheren dem Leser unvergessliche Lesestunden.
Absolut empfehlenswert!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Die Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
 

Gelesen: „Mein Herz zwischen den Zeilen“ von Jodi Picoult & Samantha van Leer

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Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
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Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (19. Juli 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3414823659
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ISBN-13: 978-3414823656
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Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
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Originaltitel: Between the Lines
Kurzbeschreibung:
»Hilf mir« – Deliah kann es kaum fassen,
als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat
Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte
speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell stellen die
beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander
sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver
ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen
muss, sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah,
die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst
immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und
Deliah: Die hat sich längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt.
Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch
wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so
unterschiedlichen Welten zu überwinden?
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:
Deliah wohnt bei ihrer Mutter. Außer ihr gibt es nur noch
ihre Freundin Jules, sonst hat sie niemanden zum Reden.
Deliah mag es sich in Büchern zu verkriechen. Ihr
aktuelles Lieblingsbuch ist das Märchenbuch „Mein Herz zwischen den Zeilen“.
Dieses hat sie aus der Schulbücherei und kennt es bereits fast auswendig.
Besonders der Protagonist Prinz Oliver hat es ihr dabei besonders angetan.
Da geschieht plötzlich etwas komplett Unerwartetes.
Oliver spricht zu Deliah und sie kann ihn auch hören. Er möchte schon sehr
lange aus dem Buch entkommen, denn er ist sich sicher es gibt noch mehr für ihn
als nur die Märchenwelt. Er fleht Deliah an ihm zu helfen. Die beiden
entwickeln eine Zuneigung zueinander und versuchen alles Mögliche um Oliver aus
dem Buch zu bekommen …
Der Jugendroman „Mein Herz zwischen den Zeilen“ ist nun
bereits mein zweites Buch der bekannten Autorin Jodi Picoult, das ich gelesen
habe. Dieses Buch hat sie gemeinsam mit ihrer Tochter Samantha van Leer
verfasst und ich war sehr gespannt darauf in wie weit Mutter und Tochter in
ihrem gemeinsamen Werk harmonieren.
Die Protagonistin Deliah ist 15 Jahre alt und ein
Bücherwurm. Sie ist ohne Vater aufgewachsen. Trotz ihres jugendlichen Alters
aber kam mir Deliah manchmal noch sehr kindlich vor. Ihr Lieblingsbuch ist das
Märchen „Mein Herz zwischen den Zeilen“. Deliahs Handlungen waren nicht immer
zu 100 Prozent nachvollziehbar, was sie für mich etwas schwierig gemacht hat. Prinz
Oliver hat es ihr sehr angetan, sie verliebt sich gar in ihn.
Prinz Oliver war mir richtig sympathisch. Mit ihm konnte
ich mich teilweise sogar mehr identifizieren als mit Deliah. Oliver ist ja fest
davon überzeugt, dass es in seinem Leben mehr gibt als nur die Märchenwelt und
genau deshalb möchte er aus dem Buch heraus. Oliver entwickelt im Verlauf eine
Zuneigung zu Deliah, aus der ebenfalls Liebe wird.
Neben den beiden gibt es noch sehr viele weitere
Charaktere im Buch. Einige von ihnen sind dabei sehr gut gelungen, andere
wiederum haben mir nicht so gut gefallen.
Der Schreibstil der Autorinnen ist sehr einfach gehalten.
Manchmal kann man sogar von kindlich sprechen.
Es gibt insgesamt 3 Erzählstränge im Buch. Sowohl Oliver
als auch Deliah kommen jeweils in der Ich-Perspektive zu Wort. Und dann gibt es
noch den Märchenstrang, wo die Geschichte des Märchens weitererzählt wird.
Die Handlung an sich ist durchwachsen. Es kommt zwar
immer wieder Spannung auf, doch leider fällt diese auch recht schnell wieder
ab.
Auffallend sind auch einige Logikfehler, wo sich die Autorinnen
Dinge so zu Recht geschrieben haben, damit es passt. Zudem ist die Handlung
recht vorhersehbar.
Das Ende des Buches hat mich ziemlich ratlos und unzufrieden
zurückgelassen. Es ist recht überraschend und leider bleiben sehr viele offene
Fragen.
Fazit:
„Mein Herz zwischen den Zeilen“ von Jodi Picoult und Samantha
van Leer ist ein Buch, das mich zwiegespalten zurücklässt.
Die Idee und die wunderschönen Illustrationen fand ich
auf der einen Seite richtig gut gelungen, doch bei der Umsetzung haben Mutter
und Tochter viel Potential verschenkt.
Schade eigentlich!
Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Vorabmanuskript und die Leserunde in der Lese-Jury.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.
 
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