4 Sterne

Gelesen: “Graveminder” von Melissa Marr

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Taschenbuch: 400 Seiten
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Verlag: Piper Taschenbuch (12.
November 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3492268900
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ISBN-13: 978-3492268905
Kurzbeschreibung:
Jede Generation hat ihre eigene Totenwächterin. Bei
Beerdigungen spricht sie die magischen Worte über dem frischen Grab: »Drei
Schlucke, um sie zu bannen. Nicht mehr und nicht weniger.« Doch was geschieht,
wenn es kein Grab gibt? Wenn die Tote ein junges Mädchen ist, das auf grausame
Weise ermordet wurde und nun auferstanden ist, um Rache zu nehmen? Für
Rebekkah, Graveminder des idyllischen Claysville, beginnt ein Wettlauf gegen
die Zeit. Sie muss ihre Stadt vor der hungrigen Toten schützen. Und nur Byron,
ihre große Liebe, steht ihr bei …
(Quelle: Piper Verlag)

Meine Meinung:
Claysville ist ein besonderer kleiner Ort. Denn da wird
bis zum 80. Lebensjahr niemand krank. Die Menschen sterben nur durch Unfälle
oder Morde. Für die Toten ist dann ein Graveminder, ein Totenwächter,
zuständig. Er spricht bei der Beerdigung magische Worte und wacht hinterher
über die Toten.
Nun wurde ein junges Mädchen grausam ermordet, doch sie
erhielt nicht das vorgeschriebene Beerdigungsritual und ist nun wieder erwacht.
Maylene, Rebekkahs Großmutter, war die letzte
Totenwächterin, nun allerdings ist sie tot und der Job fällt Rebekkah zu,
obwohl sie mit Maylene nicht blutsverwandt war.
Rebekkah kommt zur Beerdigung ihrer Großmutter nach
Claysville und macht sich danach mit Byron, der als Undertaker für den Schutz
des Graveminders zuständig ist, auf die Suche nach der Untoten.
Diese allerdings hat bereits eine tödliche Spur im Ort
hinterlassen …
„Graveminder“ ist der aktuelle Fantasyroman von Melissa
Marr. In diesem Buch bringt die Autorin recht frische Ideen zum Tragen.
Die weibliche Protagonistin Rebekkah, auch Bekks genannt,
ist recht eigensinnig und selbstbewusst. Sie kehrt nach dem Tod ihrer
Großmutter nach Claysville zurück. Mittlerweile ist Bekks Mitte zwanzig und
nach der Beerdigung erfährt sie Stück für Stück von ihrem Erbe. Sie wurde von
ihrer Großmutter als Nachfolgerin auserkoren, obwohl die beiden nicht blutsverwandt
sind. Mit Byron verbindet Rebekkah auch mehr als sie zugeben würde. Allerdings
hat sie ziemliche Bindungsängste und kann sich nicht richtig auf ihn einlassen.
Byron, der männliche Protagonist, lässt Bekks nicht im
Stich, ist immer für sie da. Er arbeitet im Beerdigungsunternehmen seines
Vaters und außerdem ist Byron der nächste Undertaker. Er und Rebekkah haben
sich bereits als Teenager zueinander hingezogen gefühlt. Byron ist eine treue
Seele und geradlinig.
Beide Protagonisten wirken sympathisch und kommen
authentisch rüber.
Die anderen Charaktere des Buches bleiben leider eher
blass. Dies ist aber nicht ganz so tragisch, denn es geht ja eh hauptsächlich
um Rebekkah und Byron.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, leicht und
locker. Mit vielen Details weiß sie den Leser zu fesseln.
Die Story ist gut durchdacht und logisch umgesetzt.
Allerdings fand ich die Stimmung recht deprimierend und beklemmend.
Melissa Marr weiß es gut Spannung aufzubauen. Die
Handlung ist interessant und es gibt Stellen, die überraschend sind.
Geschildert wird die Handlung aus Sicht von Rebekkah und
Byron in der personalen Erzählperspektive. Ab und an gibt es aber auch Passagen
aus Sicht von anderen Personen.
Das Ende des Romans ist ein guter Abschluss und es gibt
auch keinen Cliffhanger. Viele der im Buch aufgeworfenen Fragen werden wirklich
erst zum Schluss beantwortet. Und rein theoretisch besteht sogar die
Möglichkeit einer Fortsetzung.
Fazit:
„Graveminder“ von Melissa Marr ist ein düsteres und
spannendes Buch rund um das Thema Tod.
Die Autorin kann mit recht frischen Ideen und
sympathischen Charakteren durchaus überzeugen.
Das Buch ist auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.
Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Saving Phoenix: Die Macht der Seelen 2” von Joss Stirling

Achtung!!
Dies ist der zweite Band einer Reihe!
Die Rezension könnte Spoiler zum ersten Band enthalten
 
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Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
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Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November
2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3423760621
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ISBN-13: 978-3423760621
 
Kurzbeschreibung:
Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft
krimineller Savants, Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für
deren Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu
manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm abliefern.
Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads stehlen soll, trifft
sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr
Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um
Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch
dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für
seine eigenen Zwecke nutzen…
(Quelle: Deutscher Taschenbuch Verlag)

Meine Meinung:
Phoenix wurde in eine Community, eine Gruppe krimineller
Savants, hineingeboren. Ihre Mutter war mit dem Anführer liiert, starb aber
sehr früh. Von klein auf wurde Phoenix beigebracht, das Savants kein normales
Leben führen können. So bleibt Phoenix nichts anderes übrig als zu stehlen, zu
betrügen und zu niemanden Vertrauen aufzubauen. Die gestohlenen Sachen muss sie
beim Anführer abliefern, der von allen gefürchtet wird.
Bei einem Beutezug wird Phoenix auf Yves angesetzt, ihn
soll sie bestehlen. Doch Yves kann sich Phoenix und ihrer Gabe wiedersetzen und
es stellt sich zudem heraus, er ist ihr Seelenspiegel. Seelenspiegel haben eine
besondere Bindung zueinander.
Yves setzt nun alles daran Phoenix zu helfen und sie aus
der Community zu befreien.
Doch das ist leichter gesagt als getan …
„Saving Phoenix“ ist bereits der 2. Band der „Die Macht
der Seelen“-Reihe von Joss Stirling.
Man kann diesen Band auch ohne Kenntnis des 1. Teils
lesen, denn die Handlung baut nicht direkt auf „Finding Sky“ auf und es gibt
immer wieder Erklärungen im Text, die ein Verständnis leichter machen. Wer
allerdings komplett im Bilde sein möchte, der sollte mit dem 1. Band anfangen.
Phoenix, genannt Phee, wächst in der Community auf. Ihre
Mutter ist früh gestorben und Phee ist mehr oder weniger auf sich gestellt. Sie
hat die Gabe die Zeit zu verlangsamen bzw. sie ganz anzuhalten. Diese Gabe
nutzt sie um andere Menschen in London zu bestehlen.
Yves ist der zweitjüngste Sohn der Familie Benedict. Er
ist das Genie der Familie aber ansonsten eher ruhig und zurückhaltend. Yves
kann sich Phee und ihrer Gabe wiedersetzen und es stellt sich heraus,  dass sie sein Seelenspiegel ist. Yves hat auch
eine Gabe, diese ist allerdings ziemlich unberechenbar. Er hat Probleme seine
Emotionen zu kontrollieren und hat so bereits einiges in Brand gesetzt.
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden beginnt langsam
und zart und wird von Joss Stirling authentisch beschrieben.
Auch die Nebencharaktere im Buch sind gut gezeichnet.
Hier ist mir besonders die Familie Benedict in Erinnerung geblieben. Sie bringt
Humor in die Geschichte. Und immerhin ist Sky aus dem ersten Band ja auch einer
von ihnen.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und flüssig. Die
Seiten lassen sich ganz zügig lesen.
Die Handlung ist spannend gehalten und man ist als Leser
direkt von Beginn an mittendrin. Der Spannungsbogen baut sich im Verlauf stetig
weiter auf, man ist regelrecht gefesselt.
Geschildert wird die Handlung aus Phoenix´ Sicht in der
Ich-Perspektive. Man kann sich so gut in sie hineinversetzen.
Das Ende des Buches finde ich gut gewählt. Es löst alles
auf und rundet die Geschichte ab.
Fazit:
„Saving Phoenix – Die Macht der Seelen 2“ von Joss
Stirling ist eine tolle Fortsetzung.
Die spannende Handlung und die gut gezeichneten
Charaktere runden das Buch ab und bescheren vergnügliche Lesestunden.
Wer Band 1 kennt, sollte Band 2 auch lesen.
Mein Dank geht an den dtv Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Theo Boone – Unter Verdacht” von John Grisham

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Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
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Verlag: Heyne Verlag (12. November
2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453268105
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ISBN-13: 978-3453268104
Kurzbeschreibung:
Theo Boone in höchster Gefahr
Der 13jährige Theo Boone ist nicht nur der jüngste Anwalt in der beschaulichen
Kleinstadt Strattenburg, er ist aufgrund seiner Hilfsbereitschaft auch einer
der beliebtesten Jungen an seiner Schule. Als in einem Computerladen
eingebrochen wird und die Diebesbeute kurz darauf in Theos Schulspind
auftaucht, fällt er aus allen Wolken: Wer nur hasst ihn so sehr, dass er ihn
zum Gegenstand polizeilicher Ermittlungen machen will? Im Handumdrehen steht
der unbescholtene Theo unter Verdacht und hat alle Mühe, seine Unschuld zu
beweisen. Seine Angst wird noch dadurch gesteigert, dass jemand mehrmals die
Reifen seines Fahrrads aufschlitzt – und einen nicht gerade kleinen Stein durch
die Scheibe der Boone`schen Kanzlei wirft, als Theo gerade vor dem Fenster
steht.
(Quelle: Heyne Verlag)

Meine Meinung:
Theo Boone, ein 13-jähriger Anwaltssohn, darf für die
Schule mal wieder einen Prozess im Gericht mit verfolgen. Doch dieser Prozess
gerät schnell in den Hintergrund als in einen Computerladen eingebrochen wird.
Wenig später taucht ein Teil der Beute ausgerechnet bei
Theo im Schulspind auf. Dieser hat keine Ahnung wie das Diebesgut dorthin
kommt. Auch seine Eltern können nicht verhindern, dass die Polizei die
Ermittlungen aufnimmt, mit Theo als Hauptverdächtigen.
Als immer wieder Theos Fahrradreifen aufgeschlitzt werden
und dann auch noch eine Scheibe in der Kanzlei seiner Eltern eingeworfen wird
zieht Theo seine eigenen Schlüsse. Er und sein Onkel Ike vermuten, dass alles
irgendwie miteinander zusammen hängt und beginnen auf eigene Faust
nachzuforschen.
Können die beiden den wahren Täter finden? Oder muss Theo
sich für eine Tat verantworten, die er so nicht begangen hat?
„Theo Boone – Unter Verdacht“ ist bereits der 3. Band der
Jugendkrimi-Reihe des Bestseller-Autors John Grisham. Bis zu diesen Roman
kannte ich keines der Bücher des Autors, doch dies könnte sich nun bald schon
ändern.
Man kann die Bücher um den Anwaltssohn Theo unabhängig
voneinander lesen, was den Einstieg vereinfacht.
Theo ist 13 Jahre alt und Sohne eines Anwaltsehepaares.
Er ist ziemlich beliebt in der Schule und hat viele Freunde. Theo geht zur
Middleschool, setzt sich stets für Gerechtigkeit ein und versucht immer wieder
seinen Mitschülern aus der Klemme zu helfen. Er ist ebenso mutig und schreckt auch
nicht vor Gefahr zurück. Ich fand Theo sehr sympathisch.
Theos Eltern Marcella und Woods Boone sind beide Anwalt
von Beruf. Sie sind Theos direkte Vorbilder.
Eine besondere Beziehung hat Theo zu Ike, einem
ehemaligen Anwalt. Er ist Theos Onkel und steht Theo zur Seite.
Die Nebencharaktere bleiben alle im Schatten von Theo,
auf dem das Hauptaugenmerk von John Grisham liegt.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig, einfach und klar.
Die Seiten ließen sich flott lesen.
Die Handlung ist durchweg spannend gehalten und es kommt
keine Langeweile auf.
Erzählt wird sie aus Sicht von Theo in der personalen Erzählperspektive.
Zum Ende hin steigert sich die Spannung nochmals und es
gibt so manche überraschende Wendung.
Der Roman ist in sich abgeschlossen und man bleibt als
Leser nach dem Zuklappen zufrieden zurück.
Fazit:
„Theo Boone – Unter Verdacht“ von John Grisham ist ein
spannender Jugendkrimi mit einem sympathischen Protagonisten.
Das Buch ist für Jugendliche ab 12 Jahre gut geeignet
aber auch junggebliebene Erwachsene dürften ihren Spaß haben.
Durchaus lesenswert!
Diese Rezension ist ebenfalls hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.
Außerdem wird sie auf www.kibulo.de zu finden sein.

Gelesen: “Wetterwechsel” von Marthe Kunstmann

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Broschiert: 216 Seiten
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Verlag: Schwarzkopf
& Schwarzkopf
(1. August 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3862651797
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ISBN-13: 978-3862651795
Kurzbeschreibung:
Romy und Anja sind seit ihrer Kindheit die besten
Freundinnen. Ein Jahr nach dem Abitur leben sie noch immer in ihrem
süddeutschen Heimatdorf, unschlüssig, wohin ihr Leben sie führen soll.
Romy hat gerade ihre schwierige Beziehung zu Jan beendet, sie kann ihn weder
lieben, noch sich ganz von ihm lösen. Anja glaubt aus Pflicht­gefühl, bei ihrer
Großmutter bleiben zu müssen, während sie sich eine eigene innere Welt schafft,
die sie manchmal die Verbindung zur Realität verlieren lässt. Marek, Jans
bester Freund, erträgt es nicht, dass Jan weiterhin Romy nachtrauert. Er wird
sich erst spät bewusst, dass er für ihn mehr als nur freundschaftliche Gefühle
hegt.
Als Romy befürchtet, sie könne schwanger sein, eskaliert die Situa­tion­­ in
einem tragischen Unfall, der die Jugendlichen schließlich wachrüttelt. Jeder
für sich müssen sie sich ihren Schuldgefühlen stellen und beginnen, sich
endlich aus dem geschützten Raum ihrer Kindheit zu lösen…
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag)

Meine Meinung:
Seit Kindheitstagen sind Romy und Anja nun schon beste
Freundinnen. Mittlerweile ist ein Jahr seit ihrem Abitur vergangen und noch
immer wissen beide nicht wirklich was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Romy
hat sich gerade erst von Jan getrennt, während Anja noch bei ihrer Großmutter
lebt. Allerdings schafft sie sich in ihrem Inneren eine ganz eigene kleine Welt
und manchmal verliert sie sogar den Realitätsbezug.
Marek und Jan sind ebenfalls beste Freunde. Marek kann
nicht verstehen wieso Jan Romy noch immer nachtrauert. Er selber merkt erst
sehr spät was wirklich mit sich los ist.
Als Romy glaubt sie sei schwanger eskaliert die
Situation. Es kommt zu einem Unglück das die Jugendlichen endlich wachrüttelt. Wird
sich nun alles ändern?
Bei „Wetterwechsel“ handelt es sich um das Romandebüt
der jungen Autorin Marthe Kunstmann.
Die Charaktere im Buch hat die Autorin sehr gut
durchdacht und sei wirken sehr glaubwürdig und lebendig.
Romy lebt eher in den Tag hinein. Sie kommt sehr
verantwortungslos rüber, fährt sie doch auch unter Alkoholeinfluss Auto. Mir
war sie nicht so wirklich sympathisch.
Anja ist das ganze Gegenteil von Romy, Sie trinkt kaum
und scheint mehr Verantwortung übernehmen zu können. Sie ist quasi der Ruhepol
der Jugendlichen, auch wenn sie teilweise sogar etwas mystisch wirkt. Mit war
sie sympathisch.
Die beiden Jungs Jan und Marek sind eher Nebenfiguren.
Während Jan noch immer seiner Beziehung mit Romy
nachtrauert, versucht Marek mit Drogen seine wirklichen Gefühle zu ersticken.
Dies gelingt ihm jedoch nicht so wirklich und er erkennt erst sehr viel später
was wirklich mit sich los ist.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und jugendlich.
Sie trifft den Nerv der angesprochenen Zielgruppe ziemlich genau.
Die tragische aber auch manchmal komische Geschichte wird
aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei steigert sich die Handlung immer
weiter und endet mit einem Höhepunkt, der alles verändert.
Fazit:
„Wetterwechsel“ von Marthe Kunstmann ist ein sehr
anspruchsvoller Jugendroman mit authentischen Charakteren.
Die Handlung ist sehr tiefgründig und regt den Leser zum
Nachdenken an.
Durchaus lesenswert.
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar und Danke auch an lovelybooks für die Leserunde dort.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Frostzauber: Magische Liebesgeschichten” von Tanja Heitmann

–  Taschenbuch:
192 Seiten
–  Verlag:
rororo (1. Dezember 2012)
–  Sprache:
Deutsch
–  ISBN-10:
3499216647
–  ISBN-13:
978-3499216640
Dieses Buch kaufen?
Kurzbeschreibung:
Tanja Heitmann, Antonia Michaelis, Gesa Schwartz und
andere Autorinnen verzaubern und verführen mit magischen Liebesgeschichten!
Eine Nymphe, die in einem zugefrorenen Fluss auf den Liebsten wartet, der sie
befreit; ein junger Mann ohne Gestern und Morgen, der nur durch die Tränen
einer Liebenden in der Silvesternacht von seinem tragischen Schicksal erlöst
werden kann; eine Elfe, zart und zerbrechlich, die die Kraft der Ewigkeit in
sich trägt – diese und viele weitere Geschichten laden ein zu einer spannenden
Reise voll großer Gefühle!
(Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine Meinung:
Bei „Frostzauber“ handelt es sich um ein Buch mit einer
Sammlung von insgesamt 6 Kurzgeschichten zu Thema „Magische Liebesgeschichten“.
Herausgegeben hat diese Sammlung Tanja Heitmann.
Im Einzelnen sind enthalten:
1.      
„Unter
dem Frosthauch“ von Tanja Heitmann
Diese Geschichte spielt im
Spreewald. Über ihn gibt es viele Mythen.
Mato zieht es dorthin und
seine Großeltern nehmen ihn auf. Vom Großstadtleben hat er genug. Als der Frost
kommt erwacht ein magisches Wesen zum Leben …
2.      
„Cirque
Indigo“ von Lilach Mer
Paris 1918, der Krieg ist
vorbei und Marja ist einsam. Hat sie doch alles verloren. Es ist Silvester und
die Pariser feiern ausgelassen auf den Straßen. Da erhält Marja plötzlich eine
Einladung für den unglaublichsten Zirkus der Welt.
3.      
„Die
gefrorene Zeit“ von Mechthild Gläser
Hannah und Tom kennen sich
seit Kindertagen. Früher war Tom für Hannah nur ein Spielkamerad, heute ist er
ihre erste große Liebe. Gibt es für die beiden eine Zukunft?
4.      
„Jenseits
des Lichts“ von Gesa Schwartz
Immer wurde Thordis von ihrem
verstorbenen Vater vor dem Wald und dessen Schatten gewarnt. Dennoch eben
dieser Wald zieht sie magisch an. Als sie beobachtet wie ein Rabe einen Mann
angreift und verletzt hilft sie ihm. Und überschreitet so die Grenze zu dieser
doch anderen Welt.
5.      
„Preußischblau“
von Antonia Michaelis
Es ist die Nacht auf dem 24.
Dezember. Ein einsamer Spieleerfinder sieht eine Sternschnuppe und wünscht sich
nur ein einziges Mal wirklich geliebt zu werden. Am nächsten Tag steht
plötzlich eine ihm fremde Frau vor seiner Tür …
6.      
„Das
Lied des Eiswolfs“ von Jennifer Benkau
Lesla lebt in einem weißen
Tal. Jeder Mensch dort hat von den Göttern die Fähigkeit des Eiswirkens
geschenkt bekommen, nur Lesla beherrscht diese Fähigkeit nicht. Sie fühlt sich
zu Fynn, einem Wanderer der nicht aus dem Tal stammt, hingezogen. Da taucht
plötzlich ein Eiswolf auf, die höchste Kunst des Eiswirkens, und alles verändert
sich …
Dieses Buch war für mich Neuland, habe ich doch bisher
noch kein Buch gelesen, in dem mehr als eine Geschichte enthalten war.
Alle 6 Geschichten erzählen über den Winter und in jeder
trifft der Protagonist auf ein magisches Wesen und es entwickelt sich eine
Liebesgeschichte.
Jede der Erzählungen bietet sehr gute Unterhaltung,
gerade jetzt in der kalten Jahreszeit.
Es ist wirklich schwer einen Favoriten unter den 6
Geschichten auszumachen, für mich ist es aber Jennifer Benkaus Geschichte „Das
Lied des Eiswolfs“. Ich mag einfach den Stil der Autorin und ihre Geschichte
zeigt viel Gefühl und bietet Tiefgang. Auch die Atmosphäre der Geschichte fand
ich sehr gut.
Bemerkenswert ist aber auch die Idee hinter Lilach Mers
Geschichte „Cirque Indigo“. Auch deren Umsetzung kann sich wirklich sehen
lassen.
Doch auch die anderen Geschichten des Buches sind alle
nicht ohne.
Da es sich um 6 komplett verschiedene Autorinnen handelt
findet bestimmt jeder Leser seinen persönlichen Favoriten.
Dieses Buch eignet sich aber auch sehr gut um die
Autorinnen und ihren jeweiligen Stil kennenzulernen.
Fazit:
„Frostzauber: Magische Liebesgeschichten“ von Tanja
Heitmann ist ein Buch mit gut ausgewählten Geschichten, die alle zauberhaft und
magisch sind.
Dieses Buch eignet sich ideal für zwischendurch, besonders
natürlich an kalten Wintertagen.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Jackpot – Wer träumt, verliert” von Stephan Knösel

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Taschenbuch: 272 Seiten
–         
Verlag: Beltz & Gelberg
(9. Juli 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3407811136
–         
ISBN-13: 978-3407811134
Kurzbeschreibung:
Stell dir vor, du
stolperst über vier Millionen Euro! Dumm nur, dass du nicht der einzige bist,
der scharf darauf ist. Wie weit würdest du gehen, um den Jackpot zu kriegen?
Den Brüdern Chris
und Phil steht das Wasser bis zum Hals: Die Mutter tot, der Vater irgendwo
versackt und die Wohnung ist auch demnächst weg. Da beobachtet Chris, wie ein
Auto gegen einen Baum kracht. Im Kofferraum: ein geheimnisvolles Mädchen und
eine Tasche voller Geld. Jackpot! Chris tut, was getan werden muss – und hat
bald nicht nur die Polizei am Hals. Das Mädchen, Sabrina, verdreht den Brüdern
den Kopf und erzählt aberwitzige Geschichten. Können Chris und Phil ihr trauen?
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt nicht, denn ein paar Vorstadtschläger haben
Wind vom Geld bekommen. Die sind allerdings Zucker gegen den Mann, der mit
Sabrina im Auto saß. Er hat gar nichts mehr zu verlieren – und würde töten für
seinen Jackpot …
(Quelle: Beltz
& Gelberg Verlag)

Meine Meinung:

Chris und Phil sind
Brüder und haben es nicht wirklich leicht. Ihr Vater hat ein Alkoholproblem,
die Mutter ist bereits gestorben und so sind die beiden Jungs auf sich
gestellt. Besonders das Geld ist knapp und so, so denken Chris und Phil
jedenfalls, fällt Weihnachten wohl aus.
Dann aber wird
Chris zufällig Zeuge eines Autounfalls. Als er den Insassen helfen möchte
findet er im Kofferraum ein Mädchen, das ihn bittet eine Tasche voller Geld, 4
Millionen Euro, zu verstecken. Chris zögert kurz, nimmt dann aber die Tasche
mit sich und ist sich sicher, er wird das Geld niemals wieder zurückgeben.
Immerhin ist dies die Chance für ihn und Phil nochmal neu anzufangen.
Doch plötzlich ist
nicht nur Sabrina, so der Name des Mädchens, hinter dem Geld her. Bald werden
die Jungs auch noch von der Polizei verfolgt und dann sind da noch ein paar
Typen aus ihrem alten Haus und der Fahrer des Unfallwagens …
„Jackpot: Wer
träumt, verliert“ ist bereits der zweite Jugendroman des Autors Stephan Knösel.
Ich kannte vor diesem Buch kein Werk des Autors.
Chris ist 14 Jahre
alt und wohnt mit seinem Bruder Phil, 17 Jahre, in einer heruntergekommenen
Wohnung. Die beiden müssen mehr schlecht als recht schauen wie sie zurechtkommen.
Dann „findet“ Chris das Geld und alle Probleme scheinen gelöst.
Beide Jungs waren
mir sympathisch, man fühlt richtig mit ihnen mit.
Sabrina ist das
Mädchen aus dem Kofferraum. Sie war mir nicht sonderlich sympathisch. Irgendwie
wirkt sie sehr durchtrieben und ihre wahren Motive blieben sehr lange im
Hintergrund. Phil wickelt Sabrina recht schnell um den Finger während Chris ihr
gegenüber eher skeptisch bleibt.
Auffallend ist, dass
man sich als Leser schwer tut die Figuren richtig einzuschätzen. Man hat zwar
schnell jemanden, der einem sympathisch ist aber wirklich hinter die Fassade
kann man bei niemand schauen. Hinzu kommen noch die 4 Millionen Euro, die alle
nochmal zusätzlich beeinflussen.
So ist dies nicht
nur bei den Protagonisten, es gilt auch für die Nebencharaktere. Ich finde aber
dies macht den Roman zu dem was er ist.
Der Schreibstil des
Autors ist flüssig und locker. Die Figuren wirken lebendig und man geht als
Leser mit ihnen mit.
Der Roman ist
unterteilt in 4 Abschnitte, die 4 Tagen gleichkommen.
Die
Erzählperspektiven wechseln immer zwischen den Personen. Dadurch entstehen
allerdings Sprünge, die schwierig zu verstehen sind und den Lesefluss etwas
stören.
Die Handlung an
sich ist spannend und fesselnd. Immer wieder baut der Autor Wendungen ein, die
man so nicht erwartet.
Das Ende kam mir
persönlich ein wenig zu schnell. Der Showdown ist spannend und der Roman ist
auch eigentlich in sich abgeschlossen aber irgendwie blieben dennoch Fragen
zurück.
Fazit:
„Jackpot: Wer
träumt, verliert“ von Stephan Knösel ist eine sehr guter Jugendroman.
Die Handlung ist
spannend und nachvollziehbar und auch die Dialoge sind toll geschrieben.
Allerdings hat mich das Ende etwas unbefriedigt zurückgelassen.
Dennoch aber ein
durchaus lesenswertes Buch.
Vielen Dank an den Beltz & Gelberg Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.