Gelesen: “Liebe auf Bestellung” von Rike Stienen

–         
Taschenbuch: 206 Seiten
–         
Verlag: Oldigor Verlag
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3981476417
–         
ISBN-13: 978-3981476415

Dieses Buch kaufen?

Klappentext:
Marlene hat eine Pechsträhne. Ihr Freund Stephan entpuppt
sich als verheirateter Mann, und obendrein verliert sie auch noch ihren Job. Da
kommt das Geschenk ihrer Freundinnen zu ihrem 30. Geburtstag gerade recht: eine
Reise nach Venedig. Marlene reist allein, doch lange allein bleiben soll sie
nicht. Finden jedenfalls ihre Freundinnen und haben ihr einen “Mann für
alle Fälle” gebucht! Natürlich darf Marlene von dieser ganz speziellen
Dreingabe nichts wissen. Leider gestaltet sich die Umsetzung des Plans komplizierter
als gedacht. “Buchung” Ben fällt aus und schickt stattdessen seinen
Freund Jan ins Rennen. Der aber hat als Geophysiker nicht die leiseste Ahnung,
wie man eine Frau umgarnt. Kann das Glück Berge versetzen?
Meine Meinung:
Marlene, eine junge Gerichtsreporterin, steht kurz vor
dem Abschluss eines Artikels. Jeden Tag war sie bei Gericht und die lange
Gerichtsverhandlung neigt sich nun endlich dem Ende zu. Hier hat Marlene auch
den attraktiven Staatanwalt Stephan kennengelernt.
An jenem Tag möchte Marlene ihren Liebsten im Büro
überraschen und wird von dessen Anwaltsgehilfin rein gelassen. Diese stellt
gerade einen wunderschönen Rosenstrauß auf Stephans Schreibtisch. Marlene denkt
der sei für sie, ein Blick in die beiliegende Karte offenbart ihr jedoch schreckliches.
Stephan ist nicht nur verheiratet, nein er hat auch ein Kind.
Wütend stürmt Marlene aus dem Gerichtsgebäude, das Urteil
bekommt sie nicht mehr mit und somit ist sie ihren Job wohl auch los.
Ihre Freundinnen wollen sie ablenken bei ihrem
Lieblingsitaliener, wo sie Marlene auf deren 30. Geburtstag einstimmen möchten.
Ihr Geschenk, eine Reise nach Venedig. Ebenfalls enthalten ein „Mann für alle
Fälle“, der Marlene den Aufenthalt versüßen soll. Jedoch fällt Ben, so der Name
des Auserwählten, kurzfristig aus und stattdessen wird Jan, Bens bester Freund,
ins Rennen geschickt.
Ab diesem Zeitpunkt läuft nichts mehr wie geplant, das
Chaos ist vorprogrammiert …
Mit „Liebe auf Bestellung“ ist Rike Stienen ein
luftig-leichter Liebesroman gelungen, der immer wieder zu überraschen weiß. Mal
ist es romantisch und mal abenteuerlustig.
Marlene, die Protagonistin, ist liebenswert, man kann
sich als Leser(in) recht gut mit ihr identifizieren. Sie ist leicht chaotisch
und beweist eine gehörige Portion weiblichen Stolz, als sich die Geschichte
wendet.
Jan ist ein Geophysiker, dem es ziemlich schwer fällt
eine Frau zu umgarnen. Er springt für Ben ein.
Marlenes Freundinnen sind alle samt sympathisch. Sie
wollen ihr helfen, sie ablenken und das mit allen Mitteln.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, das Buch lässt
sich locker und flüssig in einem durchlesen.
Durch die recht bildhaften Beschreibungen taucht der
Leser in eine bunte Welt ein.
Es gibt zwei Handlungsstränge, den von Marlene und den
ihrer Freundinnen, die parallel zueinander erzählt werden. Am Ende werden beide
wieder vereint.
Das Ende kommt wie erwartet, wenn auch recht abrupt. Ein
oder zwei Seiten mehr wären hier vielleicht angebracht gewesen.
Fazit:
„Liebe auf Bestellung“ von Rike Stienen ist ein
wunderbarer Liebesroman.
Das Cover ist ansprechend, die Charaktere und Schauplätze
mit Liebe zum Detail ausgearbeitet.
Kurz um perfekt für gemütliche Lesestunden.
Vielen Dank an den Oldigor Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Elfenmagie” von Sabrina Qunaj

 

–         
Taschenbuch: 976 Seiten
–         
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar
2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3746627389
–         
ISBN-13: 978-3746627380

Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung
Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem
Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin
Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu
verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora
in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines
Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.
 

Meine Meinung:
Vanora wächst ohne ihre Mutter wohlbehütet bei ihrem
Vater auf.
Eines Tages taucht ein dunkel gekleideter Mann auf dem
Hof ihres Vaters auf, bei dem Vanora in die Lehre gehen soll. So lernt sie allerlei
Sachen, wie Bogenschießen oder auch Geschichten über die Elfen. Als Glendorfil,
so der Name des Mannes, plötzlich und unerwartet wieder verschwindet, glaubt
Vanora alles was er ihr über die Elfen erzählt hat sei frei erfunden.
Jahre später lernt Vanora Eamon kennen, der ihr letztlich
die Wahrheit über sie erzählt. Sie ist eine Halbelfe und ihre Bestimmung ist es
das Elfenreich Elvion wieder zu vereinen.
Allerdings ist da noch Alkariel, die Königin der
Lichtelfen, die ebenfalls an Vanora interessiert ist …
In ihrem Debütroman „Elfenmagie“ entführt Sabrina Qunaj
den Leser in eine einzigartige fantasiereiche Welt. Obwohl dieses Buch knapp
1.000 Seiten umfasst wird die Handlung niemals langweilig, die Spannungskurve
konstant hochgehalten.
Die Charaktere sind alle samt sehr liebevoll und
detailreich ausgearbeitet, so dass es ein Leichtes ist sich mit ihnen zu identifizieren.
Vanora, die Halbelfe, in deren Hand das Schicksal von
Elvion liegt, ist eine sympathische junge Frau. Obwohl sie bereits sehr viel
Leid ertragen musste wirkt sie aufgeschlossen und lebensfroh. Im Laufe des
Buches wird sie reifer, sie wächst mit ihren Taten. Vanora habe ich von Anfang
an sehr gemocht.
Glendorfil, de Elf, der Vanoras Lehrmeister war, ist
derjenige, der immer für andere da ist. Er wirkt sehr weise, ist er doch der
älteste Elf in Elvion. Sein Ende kam für mich sehr überraschend und seine
letztendliche Verbindung mit Vanora erscheint im Nachhinein logisch.
Eamon, der König des Schattenreichs, möchte Vanora immer
und überall beschützen. Er liebt sie, jedoch anders als sie ihn. Durch seine
Verliebtheit vergisst er jedoch des Öfteren seine wirklichen Pflichten.
Mit Nevliin, dem Fürsten von Valdoreen, hatte ich am
Anfang so meine Probleme. Er kommt unnahbar und geheimnisvoll daher, doch dies ändert
sich im Verlauf des Buches. Er und Vanora entdecken ihre Gefühle füreinander,
wodurch Nevliin menschlicher wird. Sein Leid am Ende des Buches war schwer zu
ertragen.
Die „Böse“ in „Elfenmagie“ ist ganz klar Alkariel, die
Königin der Lichtelfen. Sie ist machtbesessen und geht über Leichen. Sie war
mir als Leser von Anfang an unsympathisch.
Mit dem Kobold Bienli und seiner Frau Finola bringt
Sabrina Qunaj Humor ins Geschehen. Die beiden sind einfach nur liebenswürdig,
man muss sie einfach lieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und
flüssig. Sie beschreibt die Charaktere und das Land Elvion sehr bildhaft und
detailreich, man hat als Leser stets den Eindruck man ist mittendrin statt nur
dabei.
Die Handlung wird aus insgesamt 5 Perspektiven
wiedergegeben, wodurch der Leser jede Seite sehr gut kennenlernt. Durch den
stetigen Wechsel wird die Handlung komplex und das Buch gewinnt an Tiefe.
Trotzdem ist es nie zuviel, es bleibt durchweg verständlich.
Das Ende von „Elfenmagie“ ist traurig aber in sich
geschlossen. Somit fällt die Wartezeit bis Juli 2012, wenn mit „Elfenkrieg“ der
zweite Teil erscheint, nicht ganz so schwer. Dennoch freue ich mich bereits
jetzt schon auf diesen Roman und bin gespannt wie es in Elvion weiter geht.
Fazit:
Mit „Elfenmagie“ hat Sabrina Qunaj einen erstklassigen
Debütroman abgeliefert.
Es stimmt einfach alles, die liebevollen Charaktere, die
reizende Liebesgeschichte und der Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende.
Für mich der beste Fantasyroman seit langem!
Ganz klar eine absolute Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Schattenblüte. Die Wächter” von Nora Melling

–         
Broschiert: 320 Seiten
–         
Verlag: Rowohlt
Polaris (1. März 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3862520102
–         
ISBN-13:
978-3862520107

Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Ein uralter Kampf. Eine unsterbliche Liebe. Silvester
in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald.
Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte
den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch
die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird,
stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist
einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter
im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen.
Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias
ein schreckliches Geheimnis verbindet…
Meine
Meinung:
Es
ist Winter in Berlin. In der Silvesternacht sind Luisa und Thursen nochmal im Wald,
wo alles angefangen hat. Sie wollen das schreckliche letzte Jahr zurücklassen
und gemeinsam in ein neues glücklicheres Jahr starten.
Doch
dieses Glück hält nicht lange, denn auf dem Heimweg finden die beiden eine
Leiche. Thursen ist sofort klar, dass dafür sein altes Rudel die Verantwortung
trägt. Daraufhin zieht er sich immer mehr von Luisa zurück, er weicht ihren
Fragen aus und wird immer merkwürdiger.
Wenig später lernt Luisa den jungen Elias kennen, er wird von einer Gruppe
Jugendlicher zusammengeschlagen. Sie rettet ihn und so erfährt sie mehr über
ihn. Er ist es auch, der sie mehr oder weniger nötigt sich ihren Ängsten,
besonders ihrer Krankenhausphobie, zu stellen.
Doch
auch Elias ist nicht der, der er zu sein scheint, auch er hat ein Geheimnis…
Nora
Melling entführt den Leser in „Schattenblüte. Die Wächter“ ein zweites Mal in
die Welt von Luisa und Thursen.
Die
Handlung spielt auch diesmal wieder in und um Berlin.
Luisa
ist in diesem zweiten Teil erwachsener geworden. Sie ist zwar nach wie vor
recht dickköpfig aber sie kämpf verbissen für ihre Liebe. Als Elias in ihr
Leben tritt ist sie hin- und hergerissen zwischen zwei Welten, am Ende weiß sie
aber wo sie hingehört.
Thursen
bleibt auch diesmal wieder geheimnisvoll. Durch sein Verhalten werden immer
wieder Fragen aufgeworfen und man möchte als Leser wissen was er vor Luisa
verbirgt. Er liebt Luisa, egal was passiert und möchte sie beschützen.
Elias,
der neue Protagonist im Buch, kommt von Anfang an sympathisch rüber. Er ist
quasi das genaue Gegenteil von Thursen aber trotzdem ist er anziehend aber auch
geheimnisvoll.
Der
Schreibstil der Autorin ist, wie schon in Teil 1, unverwechselbar. Der Roman lässt
sich flüssig lesen. Die Sätze sind kurz und prägnant, wodurch man als Leser
innerhalb weniger Zeilen einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt der
Charaktere erhält.
Die
Handlung wird diesmal abwechselnd aus Luisas und Elias’ Persepektive erzählt.
So gibt es zwei Handlungsstränge, die nach und nach zusammengeführt werden und
am Ende in einem grandiosen Finale vereint sind. Allerdings schreit dieses
recht kurz gehaltene Finale sehr nach einer Fortsetzung, die hoffentlich kommen
wird.
Fazit:
Nachdem
ich schon für den ersten Teil eine Leseempfehlung ausgesprochen habe, kann ich
es für „Schattenblüte. Die Wächter“ ruhigen Gewissens auch tun.
Das
Buch ist einfach nur gelungen, das Cover traumhaft, einfach perfekt.
 
Vielen
Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diiese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten” von Laini Taylor


Gebundene Ausgabe: 491 Seiten

Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (23. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3841421369

ISBN-13: 978-3841421364Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle
deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu
alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die
Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch
dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem
Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert.
Meine Meinung:
Karou, 17 Jahre alt, azurblaue Haare und Tattoos an den
Händen, geht in Prag zur Kunstakademie.
Sie begeistert ihre Mitstudenten mit Zeichnungen von fantastischen
Wesen aus einer mystischen anderen Welt. Diese beinhalten für andere viel
Fantasie, doch für Karou sind sie Wirklichkeit.
Sie hat eine Pflegefamilie, bestehend aus sogenannten Chi
mären, Wesen halb Mensch, halb Tier. Sie leben „Anderswo“ und so „reist“ Karou
täglich zwischen den Welten hin und her. Sie erledigt neben ihrem Studium für
ihren Ziehvater Brimstone, ein magischer Wunschhändler, Botengänge und
beschafft ihm Zähne, die er gegen Wünsche eintauscht.
Bevor sie in ihre eigenen vier Wände gezogen ist wohnte
Karou im Wunschladen, wo es mehrere Türen gibt, von denen Karou jedoch nicht
weiß wohin sie führen. Sie kennt nur das Portal, von wo aus sie die Botengänge
erledigt.
Eines Tage trifft sie auf ein ihr fremdes Wesen, Akiva,
ein Seraphim. Er will sie töten, doch gleichzeitig ist zwischen beiden eine
Anziehungskraft vorhanden. Es entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die
allerdings unter keinem guten Stern steht. Den die Portale weltweit gehen in Flammenauf
und Karou sieht sich plötzlich einem ihr übermächtigen Gegner gegenüber …
„Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten“ ist ein
wirklich einzigartiges Buch.
Die Handlung ist spannend und temporeich, man ist als
Leser von der ersten Seite an gefangen in einer sagenhaften fantastischen Welt.
Die Protagonistin Karou lernt der Leser als eine selbstbewusste
junge Frau kennen, die genau weiß was sie will. Sie nimmt kein Blatt vor den
Mund, ist stark und intelligent.
Doch tief in ihrem Inneren spürt Karou auch eine Leere,
denn sie weiß nicht wirklich wo sie herkommt und wer sie wirklich ist.
Akiva, der männliche Protagonist, war mir am Anfang eher unsympathisch
aber im Verlauf der Handlung gewinnt er an Charaktertiefe, wird lockerer und
sympathischer.
Zwischen ihm und Karou entwickelt sich eine Liebe, die
tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Er ist es auch, der Karou dabei hilft
herauszufinden wer sie ist und wo sie herkommt.
Die Nebencharaktere, da vor allem Karous Ziehvater Brimstone
und ihre beste Freundin Zuzana, sind alle samt sehr liebevoll ausgearbeitet und
interessant. Niemand wirkt fehl am Platze oder unglaubwürdig, jeder hat seinen
Platz in der Handlung.
Auch die Liaison zwischen Karou und Akiva wirkt nicht
kitschig. Sie ist wie ein kleine Pflanze, die stetig wächst. Man glaubt sie der
Autorin aufs Wort.
Der Schreibstil von Laini Taylor ist sehr angenehm und
flüssig. Teilweise ist er sogar richtig gehend poetisch. Sie scheibt sehr
bildhaft, man hat als Leser das Gefühl, man ist direkt am Schauplatz der
Handlung und sieht die Charaktere vor sich.
Am Ende des Buches bleibt der Leser zwar mit ein paar
offenen Fragen zurück, obwohl es keinen Cliffhanger und ich hoffe die
Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten.
Fazit:
In „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten
begibt sich der Leser auf eine aufregende und spannende Reise durch eine
Fantasiewelt.
Man wird ins Buch eingezogen und erst am Ende taucht man
wieder im Hier und Jetzt auf. Es stimmt einfach alles, von der Handlung bis zu
den Charakteren.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
Diese Rezension wurde auch hier und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Julia für immer” von Stacey Jay

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Egmont Ink (9. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960211
ISBN-13: 978-3863960216
Originaltitel: Juliet Immortal

Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304? Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinander finden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden und kämpft auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre jeweilige Mission. Jahrhunderte später erwacht Julia im Körper des Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandten trifft sie zu ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein, wenn auch anders als jemals vorstellbar…In „Julia für immer“ schreibt Stacey Jay über die junge Julia, welche als Botschafterin des Lichts für die Liebenden kämpft. Zu diesem Zweck bewohnt sie vorübergehend den Körper ihrer Schutzbefohlenen um zwei Seelenverwandte zueinander zu führen.
(Quelle: amazon)


In diesem Buch ist es Ariel Dragland, deren Körper Julia bezieht.
Ariel wohnt in Solvang, einem Ort in Kalifornien.
Julias Einsätze finden für gewöhnlich etwa alle 50 Jahre statt, wofür sie den Nebel des Nichts verlässt. Diesmal aber sind nur ungefähr 15 Jahre vergangen und schnell wird ihr klar, irgendwas ist anders dieses Mal.
Ihre Kräfte schwinden und dann ist auch noch Romeo, Söldner der Apokalypse, direkt in ihrer Nähe. Einst haben sich die beiden geliebt, doch nun sind sie erbitterte Feinde. Sie jagen sich seit über 700 Jahren, mit dem einen Ziel, sich gegenseitig zu töten.
Doch auch Romeo, der unsterblich ist seit Julias Tod 1304 und durch die Körper Verstorbener wandert, in diesem Buch ist es Dylan, spürt das diesmal etwas anders ist.
Die Weichen für den letzten Kampf sind somit gestellt.

Mit „Julia für immer“ hat Stacey Jay ein Buch voller Emotionen geschaffen. Dank ihres Schreibstils im Präsens und der Sichtweise Julias weiß sie den Leser jederzeit zu fesseln.
Immer wieder werden Rückblenden in die Vergangenheit eingebaut, so hat der Leser die Möglichkeit Ariel ein wenig kennenzulernen. Ihre Seele ist zwar nicht anwesend, trotz allem spielt sie aber eine tragende Rolle.
Durch ihre Erinnerungen erfährt man als Leser, welch ein Mensch Ariel eigentlich ist. Man erfährt wie gebrochen sie doch ist und wie es um ihr Verhältnis zu ihrer Mutter Melanie gestellt ist.

Da eine Seelenverwandte Gemma, Ariels beste Freundin, ist bekommt man als Leser durch Ariels Gedanken und Erinnerungen einen guten Eindruck über Gemma.
Leider wird Gemmas Familie nur kurz angeschnitten, was ich sehr schade finde. Ich hätte gerne mehr über dieses Mädchen erfahren.

Ich hoffe Stacey Jay wird in der Fortsetzung ein paar mehr Geheimnisse lüften.
Durch Gemma lernt Julia Ben kennen. Er ist der männliche Seelenverwandte und, so glaubt Julia, für Gemma bestimmt.
Ben allerdings denkt nicht so und so verlieben sich Julia/Ariel und Ben ineinander und Ben zeigt Julia, die seit ihrem Tod 1304 nicht mehr an die wahre Liebe glaubt und an gebrochenem Herzen leidet, das es die wahre Liebe doch gibt. Der Grat zwischen Liebe und Hass ist eben doch sehr schmal.

Das Cover dieses Buches ist wahrhaft traumhaft. Wenn man ein „ INK Buch“ in den Händen hält, so kann man sich fast sicher sein, dass das Buch unter dem Schutzumschlag nicht einfach nur ein Buch ist, sondern etwas Besonderes. So auch „Julia für immer“. Die Rottöne des Schutzumschlages werden auch darunter aufgegriffen, verbunden mit Ranken, die den Bucheinband zieren.

Ich habe dieses Buch an nur 2 Abenden gelesen und immer wieder habe ich beim intensiven Mitfiebern ertappt. Als ich fertig war musste ich erst mal kurz durchatmen, so sehr hat mich dieser Roman beeindruckt.
Stacey Jay hat es geschafft mir Shakespeares Werk „ Romeo & Julia“, das ich während meiner Schulzeit nicht so wirklich mochte, auf fantastische Weise nahezubringen.

„Julia für immer“ ist eine gelungene Kombination aus Liebe, Romantik und actionreicher Spannung. Es ist eine moderne Variante von „ Romeo & Julia“, die absolut fesseln kann.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

 

Gelesen: “Schattenblüte. Die Verborgenen” von Nora Melling

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 978-3862520008

Eine Liebe, stärker als der Tod
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den ­geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe ­Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind ­Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe ­würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?
(Quelle: amazon)


Ich habe dieses Buch zusammen mit noch einem weiteren von Rowohlt Verlag bekommen und war direkt von Cover beeindruckt. Ich fühlte mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.

In „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ geht es um Luisa, die durch den Krebstod ihres kleinen Bruders vollkommen die Lust am Leben verloren hat. Ihre Eltern, die selber in ihrer Trauer gefangen sind, bekommen nicht mit wie es ihrer Tochter wirklich geht und so zieht sich Luisa aus allem raus. Sie geht sogar soweit, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte.
Doch sie wird in letzter Sekunde von einem fremden, geheimnisvollen  Jungen davon abgehalten, Thursen. Luisa ist von Anfang an von Thursen fasziniert und die Sehnsucht ihn wiederzusehen treibt sie immer wieder aufs Neue in den Wald. Schließlich findet sie Thursen, zusammen mit weiteren Jugendlichen und auf Wölfen.
Die Gruppe scheint ein Geheimnis zu haben, doch zuerst erzählt Thursen Luisa nichts davon. Er rät ihr sie solle sich von ihnen verhalten aber Luisa bleibt hartnäckig. Sie kehrt immer wieder ins Lager zurück und es entwickelt sich eine junge Liebe zwischen Thursen und Luisa.

„ Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, der mich sofort mitgerissen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Sätze kurz und klar. Sie schreibt sehr gefühlvoll und detailliert und vermittelt dem Leser so ein genaues Bild über die Werwölfe, wer sie sind und weshalb sie so geworden sind.
Die Liebe zwischen Thursen und Luisa ist glaubhaft und sie wird sehr einfühlsam beschrieben ohne dabei kitschig zu wirken. Man fiebert zu jeder Zeit mit den beiden Protagonisten mit und es wird sehr schnell klar, die beiden brauchen einander um lebendig zu bleiben.

Das Buch ist aus Sicht von Luisa in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben, wodurch ihre Emotionen und Handlungen sehr gut rüberkommen. Diese fügen sich in die spannende und temporeiche Handlung ein und es wirkt an keiner Stelle des Romans langweilig.
Es beinhaltet eine gelungen Mischung aus Liebe und Freundschaft, zeigt aber auch auf, wie sehr Trauer und Verzweiflung einen Menschen hinab ziehen können

„Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist ein wunderbares Buch, was nachhält, auch nachdem man es fertig gelesen hat.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf zu erfahren wie es mit Luisa und Thursen weitergeht und zum Glück muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. „ Schattenblüte. Die Wächter“, der zweite Teil, erscheint bereits im März.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!