Gelesen: “Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht” von Rita Teck

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Taschenbuch: 376 Seiten
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Verlag: Beliell Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3981426207
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ISBN-13: 978-3981426205
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Klappentext:
Glücklich und zurückgezogen von der restlichen Welt
wächst Ala bei ihrer Großmutter auf. Bis zu dem Tag, an dem sie den
Menschenjungen Till trifft. Diese Begegnung lenkt ihr bisheriges Leben in
völlig neue abenteuerliche Bahnen und offenbart Alas wahre Herkunft.
Sie muss sich auf eine gefährliche Mission begeben, von
der nicht nur ihr Leben abhängt, sondern die Existenz der Menschen und der
Zauberwelt …
Meine Meinung:
Das junge Mädchen Ala wächst zurückgezogen bei ihrer
Großmutter auf. Eines Tages trifft sie auf den Menschenjungen Till. Diese
Begegnung lenkt ihr Leben in neue abenteuerliche Bahnen und offenbart zudem
noch Alas wahre Herkunft.
Fortan wird sie von bösen Kreatis gejagt, welche die
bösen Mächte auf sie angesetzt haben.
Nach einem Angriff erwacht sie Jahre später in der
Elfenwelt. Dort wird sie nun auf ihre Aufgabe, die Wunderbaren Welten zu
retten, vorbereitet und muss die sonderbarsten Dinge lernen.
Noch ehe Ala ihre volle Macht erlangen kann wird die
Zauberwelt angegriffen und so bricht Ala mit ihrer Eskorte und ihren besten
Freunden in die Wasserwelt auf, wo sie spannende und aufregende Abenteuer
erleben.
In einer Traumvernetzung trifft sie Till wieder und
verliebt sich in ihn. Er wird von den dunklen Mächten gejagt und befindet sich
in großer Gefahr. Ala kann Till aber nicht helfen, da er sich in der
Menschenwelt befindet.
Und so hat Ala keine andere Wahl, sie muss sich den
dunklen Mächten und deren Verbündeten aus der Unterwelt zum Kampf stellen …
„Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht“ von Rita Teck ist
für mich ein Fantasyroman, der sehr überrascht hat.
Das Cover des Buches ist super schön und hat einen
Zusammenhang zum Inhalt. Die vorhandenen Sterne wurden zum Beispiel ins
Buchinnere übernommen, so bildet alles ein stimmiges Ganzes.
Die Protagonistin Ala ist von Beginn an sympathisch. Sie
weiß nicht, dass sie ein Sternenkind ist und erst im Laufe der Handlung lernt
sie mit ihrer Bestimmung umzugehen. Auf ihrer Reise begegnet sie den
verschiedensten Lebewesen, die alle sehr detailreich beschrieben werden.
Till, der Menschenjunge ist ebenfalls sehr sympathisch.
Er mag Ala und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte.
Die Nebencharaktere, wie Alas Freunde, die Lehrer, die
Zwerge und die anderen Zauberwesen sind alle samt fantastisch. Rita Teck haucht
ihnen Leben ein, indem sie sie wirklichkeitsnah beschreibt, dass man als Leser
glaubt man hätte sie direkt vor sich.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach, flüssig und sehr
bildhaft.
Durch kursive Schrift werden Alas Träume hervorgehoben.
Die Geschichte ist von Beginn an sehr spannend. Diese
Spannung bleibt nahezu konstant bis zum Schluss erhalten und macht es sehr
schwer das Buch aus der Hand zu legen. Man wird als Leser in eine Welt voller
fantastischer Orte und Wesen gezogen und erst am Ende taucht man wieder im Hier
und Jetzt auf.
Das Ende des Buches ist stimmig und in sich geschlossen.
Obwohl es sich um den ersten Band einer Saga handelt gibt es keinen
Cliffhanger.
Fazit:
„Zauberwelt: Die Sternenmacht erwacht“ von Rita Teck ist
ein Buch das schlichtweg überwältigt.
Man wird als Leser von sympathischen Figuren und einer
abenteuerlichen Reise gefangen genommen, welche einen alles andere vergessen
lässt.
Dieser Fantasyroman ist nicht nur für Jugendliche eine
Reise ins Land der Fantasie, auch Erwachsene werden es lieben.
Ich kann nur sagen: lesen, lesen, lesen!
 Diese Rezension wurde auch hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: “Schlehenherz” von Heike Eva Schmidt

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Broschiert: 238 Seiten
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Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3800056704
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ISBN-13: 978-3800056705

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Klappentext:
Tod untern
Schlehenbaum
„Wir kannten uns
in- und auswendig, wussten alles voneinander.
Dachte ich.
Als du auf einmal
verschwunden warst,
hab ich geahnt, dass
es etwas gibt,
das du mir
verschwiegen hast.
Und jetzt bist du
fort.“
Lila ist
untröstlich – ihre beste Freundin Vio ist tot,
der Täter läuft
noch frei herum.
Das kann Lila nicht
ertragen …
Meine Meinung:
Vio und Lila sind
beste Freundinnen. Sie erzählen sich alles und machen alles gemeinsam. Bis Vio
nach dem Schulfest, wo sie ohne Zustimmung ihrer Mutter hingeht und wo es zu
einem Streit zwischen den Freundinnen kommt, plötzlich verschwindet.
Es dauert nicht
lange und Vios Leiche wird vergraben unter einem Schlehenbaum gefunden. Sie
wurde ermordet.
Für Lila bricht eine
Welt zusammen. Ihrer Meinung nach tut die Polizei zu wenig um Vios Mörder zu
finden. Also macht sie sich kurzerhand selbst auf die Suche.
Da Vio bei
SchülerVZ aktiv war meldet sich Lila ebenfalls dort an, ihr Nickname „Schlehenherz“.
Lila ahnt nicht,
dass Vios Mörder sie bereits im Visier hat.
Kann sie ihm
entkommen?
„Schlehenherz“ ist
Heike Eva Schmidts erster Jugendroman. Mit ihm hat sie den Nerv der Zeit
getroffen, denn die Jugend verkehrt heutzutage sehr oft in sozialen Netzwerken.
Die Autorin zeigt
die Gefahren auf, die auf den User lauern, wenn man zuviel von sich preis gibt.
Die Protagonistin
Lila ist 16 Jahre alt. Sie wirkt unscheinbar, das komplette Gegenteil ihrer
Freundin Vio. Nach deren Tod zieht sich Lila zurück und selbst ihre Eltern
finden keinen Zugang mehr zu ihr. Sie macht sich Vorwürfe ob sie Vios Tod nicht
hätte verhindern können. Sobald der Mörder auf Lila aufmerksam geworden ist,
hat sie panische Angst und wird von Alpträumen, wo Vio ihr erscheint, geplagt.
Sie rafft sich schließlich trotzdem auf und versucht mutig ihre Mission zu
erfüllen.
Der Schreibstil der
Autorin ist einfach, spannend und temporeich.
Es gibt immer
wieder Wendungen, die den Leser förmlich am Buch kleben lassen.
Die Handlung wird
aus Lilas Sicht erzählt. Man erhält so einen Einblick in Lilas Gefühle, die die
Autorin sehr authentisch beschreibt.
Ab und zu tauchen
kursive Einschübe einer anfangs fremden Person auf. Außerdem hat die Autorin
ebenfalls E-Mails von Lila an ihre tote Freundin eingebaut, wo Lila Vio auf den
aktuellen Stand hält, was ihr Leben ohne sie betrifft.
So versucht Lila
ihre Trauer und ihren Schmerz über den Verlust zu verarbeiten.
Fazit:
„Schlehenherz“ von
Heike Eva Schmidt ist ein Roman, der spannend und emotional ist.
Es wird ein
aktuelles Thema aufgegriffen ohne dabei mahnend zu wirken.
Der Roman hinterlässt
einen bleibenden Eindruck, der auch nach dem Zuklappen des Buches noch
nachhält.
Von mir gibt es
eine klare Leseempfehlung.
Vielen Dank an den
Ueberreuter Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht. 

Gelesen: “Als die schwarzen Feen kamen” von Anika Beer

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Broschiert: 448 Seiten
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Verlag: cbj (12. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3570401472
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ISBN-13: 978-3570401477

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Klappentext:
Als ein gefährlicher Schwarm schwarzer Feen Marie bedroht
und alle, denen sie nahesteht, in Gefahr bringt, gibt es nur einen, der ihr
helfen kann: Gabriel, der mysteriöse Junge, der die dunklen Wesen zu sehen
vermag, die sich in den Schatten der Menschen verbergen.
Doch als Marie sich entschließt Gabriels Hilfe zu suchen,
haben die schwarzen Feen die Grenze zu unserer Welt bereits durchbrochen …
Meine Meinung:
Seit dem Tod ihres Vaters ist Marie nicht mehr glücklich.
Sie wird von eigenartigen Anfällen heimgesucht, die sich in der letzten Zeit
immer mehr häufen.
Eines Tages wird sie von Gabriel, einem Jungen aus ihrer
Schule, angesprochen, der sie einlädt. Das bringt Marie Probleme mit ihrer
besten Freundin Theresa, die in Gabriel verknallt ist.
Gabriel aber hat kein Daten in dem Sinne im Kopf, denn er
hat die Gabe die Schattenkreaturen eines Menschen sehen zu können.  Er ist es auch, der Marie vor ihren
Schattenwesen, den schwarzen Feen, warnt. Diese sind der Realität bereits
bedrohlich nahe gekommen.
Marie ist enttäuscht und glaubt Gabriel kein Wort. Doch
von nun an träumt sie immer häufiger von den Feen und der Obsidianstadt, eine
Stadt, die sie sich in ihrer Kindheit zusammen mit ihrem Vater erdacht hat.
Dann erkrankt Maries Mutter Karin plötzlich und Marie
entdeckt erstmals Anzeichen, dass die Feen die Realität erreicht haben.
Zusammen mit Gabriel, den Marie immer besser kennenlernt
und zu dem sie sich hingezogen fühlt, beginnt Marie gegen die Feen zu kämpfen.
Dabei entdecken sie nicht nur das Geheimnis der Obsidianstadt, sondern stoßen
auch auf einen Menschen, der die Feen besitzen möchte …
„ Als die schwarzen Feen kamen“ von Anika Beer ist ein
Fantasyroman, der einen ungeheuren Lesesog entwickelt, dem man sich nur schwer
entziehen kann.
Die weibliche Protagonistin Marie, eigentlich Lea-Maire,
ist ein sympathischer Teenager. Sie ist gerne für sich allein und findet sich
zudem auch nicht so besonders schön.
Als Gabriel, der männliche Protagonist, in ihr Leben
tritt, ist sie zunächst unsicher, wie sie sich verhalten soll. Nach und nach
aber öffnet sie sich ihm gegenüber und gibt so immer mehr von sich preis.
Gabriel wirkt im ersten Moment wie ein liebenswerter und
starker „Ritter“, der Marie vor allem bösen beschützen möchte. Aber auch er hat
ein Geheimnis, was ihn verletzbar macht.
Nach und nach nähern sich Marie und Gabriel einander an.
Diese zarten Bande der ersten Liebe wirken echt und sind so ins Geschehen
eingewoben, dass die eigentliche Handlung nicht in den Hintergrund gedrängt
wird.
Das Geschehen in „Als die schwarzen Feen kamen“ spielt
sich parallel in zwei Welten ab, dem hier und jetzt und der Obsidianstadt, wo
Lea gefangen ist.
Die Szenen in der Obsidianstadt, eingeschoben durch
Zwischenkapitel, den sogenannten Interludiums, sind unheimlich und düster
beschrieben.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und reißt den
Leser von Beginn an mit.
Erzählt wird die Handlung in der 3. Person in der
Vergangenheit. Die Sichtweise wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen Marie
und Gabriel.
Das Ende ist an und für sich geschlossen, auch wenn nicht
alles ins Detail geklärt wird.
Vielleicht darf man als Leser ja auf eine Fortsetzung
hoffen.
Fazit:
„Als die schwarzen Feen kamen“ ist ein Roman, der sich im
Fantasygenre aus der Masse abhebt.
Die Handlung ist emotional und spannend und obwohl es ein
Jugendroman ist kann ich das Buch auch älteren Lesern wärmstens empfehlen.
 
Vielen Dank an lovelybooks, den cbj Verlag und die
Autorin für dieses tolle Buch und die tolle Leserunde. 
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Infinitas: Krieger des Glaubens” von Andrea Wölk

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Taschenbuch: 300 Seiten
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Verlag: Oldigor Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3981426703
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ISBN-13: 978-3981426700

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Klappentext:
Channing McArthur erwacht im Krankenhaus ohne Gedächtnis.
Doch viel schlimmer ist die Erkenntnis, dass sein Körper und sein Ich sich
verändert haben. Erst der Vampir Shia Keane kann ihm all seine Fragen
beantworten und ihm seinen neuen Platz im Leben erklären.
Denn er ist der neue Anführer einer Kriegerschaft, die
die Existenz der Vampire unter den Menschen geheim halten muss, um deren Fortbestehen
zu gewährleisten, und um das „Geheime Buch“ zu schützen, damit auch das Erbe
der Vampire gewahrt bleibt.
Gemeinsam mit Shia, Maroush, Aragón, Jorek und Ruben, den
Kriegern des Glaubens, versucht Channing die Geheimnisse, Sara und seine Liebe
zu ihr zu schützen …
Meine Meinung:
Nach einem Verkehrsunfall in Seattle erwacht Channing McArthur
im Krankenhaus. Als er bemerkt, dass er sich an nichts außer seinen Namen
erinnern kann und noch dazu plötzlich scharfe Eckzähne hat übermannt ihn die
Angst. Neben seinen Namen hat er nur noch eine Adresse als Anhaltspunkt. Also
flüchtet er kurzerhand aus dem Krankenhaus und macht sich auf die Suche nach
seinem Ich. Was er findet verändert aber alles.
Der Vampir Shia Keane hat Channing zu seines Gleichen
gemacht, um ihn vor dem Tod zu bewahren. Channing weiß nicht recht was er davon
halten soll, zumal er jetzt eine Tätowierung auf dem Oberkörper hat, von der er
nicht weiß was sie bedeutet. Er erfährt, dass die Tätowierung eine Losung ist,
die der Krieger des Glaubens. Zu denen ist er berufen und dessen Anführer soll
er sein.
Gemeinsam mit den anderen Kriegern gilt es für Channing
nun das Böse zu besiegen und das Diarium zu beschützen …
„Infinitas: Krieger des Glaubens“ von Andrea Wölk ist der
Auftaktband zu einer Triologie über das Leben, dem Glauben und dem Schicksal
von Vampiren.
Die Protagonisten, die sogenannten Krieger des Glaubens,
werden dem Leser nahe gebracht.
Obwohl es alles samt Vampire sind machen sie durchaus
Fehler. Dies macht sie liebenswert und menschlich.
Wichtiger Bestandteil der Handlung ist das
Kriegermerkmal. Jeder Vampir erhält bei seiner Geburt oder Wandlung seine
Losung in Form einer Tätowierung auf dem Oberkörper. Diese Losung wird immer
von zwei Vampiren, wovon jeweils einer männlich und einer weiblich ist,
getragen. Diese beiden Vampire gehen ein Glaubensgelöbnis miteinander ein, d.
h. sie gehören zusammen, beschützen sich gegenseitig und sind einander
verfallen.
Dies alles hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet, es ist
für den Leser jederzeit verständlich.
Andrea Wölks Schreibstil ist modern und sehr angenehm zu
lesen. Die bildhaften Beschreibungen führen immer wieder zu einem
ereignisreichen und manchmal auch leidenschaftlichen Kopfkino, dem sich der
Leser nur schwer entziehen kann.
Dem Roman fehlt es auch nicht an prickelnder Erotik und
die Liebesszenen sind wunderbar beschrieben. Sie wirken ganz und gar nicht
kitschig.
Die Handlung wird aus Sicht von mehreren Personen, auch
Nebenpersonen, dargestellt. Trotz allem wird es nie langweilig und Frau Wölk
verliert nie den Blick aufs Wesentliche.
Einziger kleiner Kritikpunkt für mich, an manchen Stellen
im Roman geht es ein wenig zu schnell mit der Handlung voran.
Fazit:
„Infinitas: Krieger des Glaubens“ von Andrea Wölk ist ein
spannender Auftakt einer Reihe.
Verbunden mit dem wunderschönen in Grau- und Blautönen
gehaltenen Cover hält der Leser hier einen Roman in der Hand, in dessen Welt
man gerne abtaucht und der Lust auf mehr macht.
Absolut lesenswert!
 
Vielen Dank an den Oldigor Verlag und die Autorin Andrea
Wölk, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Starters” von Lissa Price

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: IVI (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3492702635
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ISBN-13: 978-3492702638

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Klappentext:

Deine Zukunft gehört Dir … 
1. Vorsicht!
Sie haben den Körper eines anderen Menschen gemietet.
2. Es
ist nicht gestattet, den gemieteten Körper zu verändern oder zu verletzen.
3. Wir
haften nicht für illegale oder gefährliche Aktivitäten, die Sie mit dem gemieteten
    Körper ausüben.
… Doch Dein Körper gehört uns!

Meine Meinung:
In den USA der Zukunft existieren nach einem Sporenkrieg
keine Menschen mehr, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind. Es gibt nur noch
die sogenannten Starters und die Enders, denn diese haben durch eine
frühzeitige Impfung überlebt.
Das Land gehört nun den Ender, die durch die moderne
Technik und Medizin bis zu 200 Jahre alt werden können. Sie leben in Reichtum
und Luxus.
Die Starters hingegen leben auf der Straße. Sie suchen
sich ihr Essen aus Mülltonnen oder stehlen es. Meist schlafen sie illegal in
verlassenen Häusern, was nicht ungefährlich ist.
So auch Callie. Sie ist 16 Jahre alt und bewohnt mit
ihrem 7-jährigen Bruder Tyler und ihrem Freund Michael ein Abrisshaus. Tyler
ist schwer krank und Callie kümmert sich liebevoll um ihn.
Und schnell und einfach an viel Geld zu kommen
unterschreibt Callie einen Vertrag bei der „Body Bank“, einer Firma namens Prime
Destinations. Diese vermieten den Körper junger gesunde Starter an
zahlungswillige Ender. Währenddessen schläft der Starter und erwacht erst nach
Beendigung des Auftrags wieder.
Es sind nur 3 Aufträge, die Callie durchhalten muss. Doch
beim letzten Auftrag geht so einiges schief und Callie erwacht im Leben einer
Ender Frau, die einen schrecklichen Plan verfolgt …
„Starters“ von Lissa Price ist ein erstklassiger
Auftaktroman für den IVI-Verlag.
Das Buch weist typische Merkmale einer Dystopie auf aber
es sind auch Thrillerelemente enthalten.
Die Zukunftswelt von „Starters“ ist düster und
beklemmend. Und obwohl es bereits zahlreiche Dystopien auf dem Buchmarkt gibt,
so ist dieser Roman doch anders.
Die Protagonistin Callie ist ein starkes und
kämpferisches junges Mädchen. Sie lässt sich nicht manipulieren und geht
ziemlich clever im Kampf gegen die Body Bank vor. Nach dem Tod ihrer Eltern
musste Callie sehr schnell erwachsen werden, muss sie sich doch um ihren
kleinen Bruder kümmern. Als Leser muss man Callie einfach mögen.
Auch die anderen Charaktere, egal ob man nun Michael,
Blake oder einen der vielen guten Ender nimmt, sind alle samt hervorragend
ausgearbeitet und passen sehr gut ins Geschehen.
Aber auch die „böse Seite“, in Form des „Old Man“ hat mir
klasse gefallen. Er wirkt so richtig schön unnahbar, düster und
undurchschaubar.
Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Blake ist zart, bleibt
aber das ganze Buch über im Hintergrund. Außerdem ist Blake nicht der, der er
zu sein scheint.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr klar und prägnant,
die Seiten ließen sich angenehm leicht lesen.
Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Spannung. Eher im
Gegenteil, man wird als Leser von der ersten Seite an in die Geschichte
hineingezogen und je weiter man vorankommt, desto schwerer ist es das Buch zur
Seite zu legen.
Das Ende ist mehr oder weniger in sich geschlossen, der
Cliffhanger bleibt dem Leser erspart. Allerdings wird auf den letzten Seiten
noch etwas Neues angesprochen, das auf einen ebenso spannenden 2. Band „Enders“
hoffen lässt.
Fazit:
Mit ihrem Debütroman „Starters“ springt Lissa Price auf
den Zug der Dystopie-Romane mit auf.
Der Roman hebt sich aber von der großen Masse ab. Die
Handlung ist gut durchdacht, die Charaktere sympathisch und es gibt immer
wieder Wendungen, die nicht vorhersehbar sind.
Verbunden mit dem schlichten aber sehr passenden Cover
hat man als Leser hier ein Buch in der Hand, dass es sich wirklich zu lesen
lohnt.
Für mich mein bisheriges Dystopie-Highlight.
Ganz klare Leseempfehlung!!
Vielen Dank an vorablesen und den IVI-Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Bei vorablesen (manja82) ist die Rezension auch zu finden.

Gelesen: “Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel” von Holly-Jane Rahlens

–      Broschiert: 432 Seiten
–      Verlag: Wunderlich
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3805250169
–      ISBN-13: 978-3805250160

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Klappentext:
Entscheide dich – für die Liebe oder für die Zukunft
Stell dir vor, du verliebst dich.
Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du „Ich liebe dich“?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und
ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du Dein Leben für sie aufs Spiel?
Meine Meinung:
Finn Nordstrom lebt im Jahr 2264. Er ist Historiker
und Fachmann für Sprachen. In seiner Welt gibt es die erste Person Singular
nicht mehr und auch die Liebe ist fast unbekannt.
Nachdem bei Ausgrabungen im Greifwalder Bodden ein
wasserdichtes Köfferchen mit Tagebüchern gefunden wurde wird Finn gebeten diese
zu übersetzen. Es handelt sich um Aufzeichnungen aus der Zeit zu Beginn des 21.
Jahrhunderts, die für Finn und die anderen Wissenschaftler wichtige Dokumente
sind.
Zuerst ist Finn enttäuscht, denn es sind nur kindliche
Erinnerungen eines weiblichen Teenagers, doch je mehr er von Eliana liest desto
mehr ist er von ihr fasziniert und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen.
Als er wenig später ein Angebot bekommt bei der
Entwicklung des Reality-Spiel „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
mitzuwirken sagt er zu. Dieses Spiel soll in den Jahren 2000-2018 spielen.
Im Spiel wirkt alles sehr realistisch und schnell wird
Finn klar, es ist gar kein Spiel, sondern er ist wirklich in der Zeit gereist.
Als er dann auch noch auf Eliana trifft, ändert sich
für Finn alles …
Der Roman „Everlasting“ zeigt dem Leser eine Welt auf,
wie sie in 250 Jahren sein könnte. Durch den Dark Winter ist alles anders
geworden, Bücher zum Beispiel sind absolute Mangelware und das Leben wird durch
Computer gesteuert.
Es ist interessant mitzuerleben, wie Finn die für uns
normale Welt betrachtet und beispielsweise darüber rätselt was Hubba Bubba ist
oder was es mit DSDS auf sich hat.
Die Protagonisten Finn und Eliana sind liebevoll und
der Leser gewinnt sie sehr lieb.
Finn ist sympathisch und durch die Zeitreisen
verändert sich sein Leben nachhaltig.
Eliana
ist ein typischer Teenager. Sie macht im Handlungsverlauf eine große
Entwicklung durch und ist witzig und charmant.
Die
Dialoge der beiden sind humorvoll und es sind allerlei Wortspielereien enthalten.
Auch
die Nebencharaktere sind sehr gelungen und passen sehr gut in die Geschichte
hinein.
Die
Handlung ist gefühlvoll, auch wenn es bis zum Ende hin rätselhaft und
geheimnisvoll bleibt. So wird der Leser immer wieder mitgerissen und seine
Fantasie wird angeregt.
Der
Schreibstil der Autorin ist locker, die Handlung lässt sich leicht verstehen
und flüssig lesen.
Die
Welt der Figuren wird detailreich beschrieben. Dadurch wirkt sie lebendig, der
Leser fühlt sich als Teil des Ganzen.
Fazit:
„Everlasting“
von Holy-Jane Rahlens ist ein fantastischer Roman, wo einfach alles stimmt.
Es
wird niemals langweilig oder uninteressant, es fehlt nicht an Spannung oder an
Romantik.
Oder
wie ein Mensch aus dem 23. Jahrhundert sagen würde:
„Diese Leserin findet „Everlasting“ einfach wundervoll!“
Vielen
Dank an den Wunderlich Verlag (Rowohlt) für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.), hier (Manja Teichner) und hier (Manja Teichner) veröffentlicht.