Gelesen: „Infinitas: Krieger des Glaubens“ von Andrea Wölk

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Taschenbuch: 300 Seiten
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Verlag: Oldigor Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3981426703
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ISBN-13: 978-3981426700

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Klappentext:
Channing McArthur erwacht im Krankenhaus ohne Gedächtnis.
Doch viel schlimmer ist die Erkenntnis, dass sein Körper und sein Ich sich
verändert haben. Erst der Vampir Shia Keane kann ihm all seine Fragen
beantworten und ihm seinen neuen Platz im Leben erklären.
Denn er ist der neue Anführer einer Kriegerschaft, die
die Existenz der Vampire unter den Menschen geheim halten muss, um deren Fortbestehen
zu gewährleisten, und um das „Geheime Buch“ zu schützen, damit auch das Erbe
der Vampire gewahrt bleibt.
Gemeinsam mit Shia, Maroush, Aragón, Jorek und Ruben, den
Kriegern des Glaubens, versucht Channing die Geheimnisse, Sara und seine Liebe
zu ihr zu schützen …
Meine Meinung:
Nach einem Verkehrsunfall in Seattle erwacht Channing McArthur
im Krankenhaus. Als er bemerkt, dass er sich an nichts außer seinen Namen
erinnern kann und noch dazu plötzlich scharfe Eckzähne hat übermannt ihn die
Angst. Neben seinen Namen hat er nur noch eine Adresse als Anhaltspunkt. Also
flüchtet er kurzerhand aus dem Krankenhaus und macht sich auf die Suche nach
seinem Ich. Was er findet verändert aber alles.
Der Vampir Shia Keane hat Channing zu seines Gleichen
gemacht, um ihn vor dem Tod zu bewahren. Channing weiß nicht recht was er davon
halten soll, zumal er jetzt eine Tätowierung auf dem Oberkörper hat, von der er
nicht weiß was sie bedeutet. Er erfährt, dass die Tätowierung eine Losung ist,
die der Krieger des Glaubens. Zu denen ist er berufen und dessen Anführer soll
er sein.
Gemeinsam mit den anderen Kriegern gilt es für Channing
nun das Böse zu besiegen und das Diarium zu beschützen …
„Infinitas: Krieger des Glaubens“ von Andrea Wölk ist der
Auftaktband zu einer Triologie über das Leben, dem Glauben und dem Schicksal
von Vampiren.
Die Protagonisten, die sogenannten Krieger des Glaubens,
werden dem Leser nahe gebracht.
Obwohl es alles samt Vampire sind machen sie durchaus
Fehler. Dies macht sie liebenswert und menschlich.
Wichtiger Bestandteil der Handlung ist das
Kriegermerkmal. Jeder Vampir erhält bei seiner Geburt oder Wandlung seine
Losung in Form einer Tätowierung auf dem Oberkörper. Diese Losung wird immer
von zwei Vampiren, wovon jeweils einer männlich und einer weiblich ist,
getragen. Diese beiden Vampire gehen ein Glaubensgelöbnis miteinander ein, d.
h. sie gehören zusammen, beschützen sich gegenseitig und sind einander
verfallen.
Dies alles hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet, es ist
für den Leser jederzeit verständlich.
Andrea Wölks Schreibstil ist modern und sehr angenehm zu
lesen. Die bildhaften Beschreibungen führen immer wieder zu einem
ereignisreichen und manchmal auch leidenschaftlichen Kopfkino, dem sich der
Leser nur schwer entziehen kann.
Dem Roman fehlt es auch nicht an prickelnder Erotik und
die Liebesszenen sind wunderbar beschrieben. Sie wirken ganz und gar nicht
kitschig.
Die Handlung wird aus Sicht von mehreren Personen, auch
Nebenpersonen, dargestellt. Trotz allem wird es nie langweilig und Frau Wölk
verliert nie den Blick aufs Wesentliche.
Einziger kleiner Kritikpunkt für mich, an manchen Stellen
im Roman geht es ein wenig zu schnell mit der Handlung voran.
Fazit:
„Infinitas: Krieger des Glaubens“ von Andrea Wölk ist ein
spannender Auftakt einer Reihe.
Verbunden mit dem wunderschönen in Grau- und Blautönen
gehaltenen Cover hält der Leser hier einen Roman in der Hand, in dessen Welt
man gerne abtaucht und der Lust auf mehr macht.
Absolut lesenswert!
 
Vielen Dank an den Oldigor Verlag und die Autorin Andrea
Wölk, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Starters“ von Lissa Price

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Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
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Verlag: IVI (März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3492702635
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ISBN-13: 978-3492702638

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Klappentext:

Deine Zukunft gehört Dir … 
1. Vorsicht!
Sie haben den Körper eines anderen Menschen gemietet.
2. Es
ist nicht gestattet, den gemieteten Körper zu verändern oder zu verletzen.
3. Wir
haften nicht für illegale oder gefährliche Aktivitäten, die Sie mit dem gemieteten
    Körper ausüben.
… Doch Dein Körper gehört uns!

Meine Meinung:
In den USA der Zukunft existieren nach einem Sporenkrieg
keine Menschen mehr, die zwischen 30 und 60 Jahre alt sind. Es gibt nur noch
die sogenannten Starters und die Enders, denn diese haben durch eine
frühzeitige Impfung überlebt.
Das Land gehört nun den Ender, die durch die moderne
Technik und Medizin bis zu 200 Jahre alt werden können. Sie leben in Reichtum
und Luxus.
Die Starters hingegen leben auf der Straße. Sie suchen
sich ihr Essen aus Mülltonnen oder stehlen es. Meist schlafen sie illegal in
verlassenen Häusern, was nicht ungefährlich ist.
So auch Callie. Sie ist 16 Jahre alt und bewohnt mit
ihrem 7-jährigen Bruder Tyler und ihrem Freund Michael ein Abrisshaus. Tyler
ist schwer krank und Callie kümmert sich liebevoll um ihn.
Und schnell und einfach an viel Geld zu kommen
unterschreibt Callie einen Vertrag bei der „Body Bank“, einer Firma namens Prime
Destinations. Diese vermieten den Körper junger gesunde Starter an
zahlungswillige Ender. Währenddessen schläft der Starter und erwacht erst nach
Beendigung des Auftrags wieder.
Es sind nur 3 Aufträge, die Callie durchhalten muss. Doch
beim letzten Auftrag geht so einiges schief und Callie erwacht im Leben einer
Ender Frau, die einen schrecklichen Plan verfolgt …
„Starters“ von Lissa Price ist ein erstklassiger
Auftaktroman für den IVI-Verlag.
Das Buch weist typische Merkmale einer Dystopie auf aber
es sind auch Thrillerelemente enthalten.
Die Zukunftswelt von „Starters“ ist düster und
beklemmend. Und obwohl es bereits zahlreiche Dystopien auf dem Buchmarkt gibt,
so ist dieser Roman doch anders.
Die Protagonistin Callie ist ein starkes und
kämpferisches junges Mädchen. Sie lässt sich nicht manipulieren und geht
ziemlich clever im Kampf gegen die Body Bank vor. Nach dem Tod ihrer Eltern
musste Callie sehr schnell erwachsen werden, muss sie sich doch um ihren
kleinen Bruder kümmern. Als Leser muss man Callie einfach mögen.
Auch die anderen Charaktere, egal ob man nun Michael,
Blake oder einen der vielen guten Ender nimmt, sind alle samt hervorragend
ausgearbeitet und passen sehr gut ins Geschehen.
Aber auch die „böse Seite“, in Form des „Old Man“ hat mir
klasse gefallen. Er wirkt so richtig schön unnahbar, düster und
undurchschaubar.
Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Blake ist zart, bleibt
aber das ganze Buch über im Hintergrund. Außerdem ist Blake nicht der, der er
zu sein scheint.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr klar und prägnant,
die Seiten ließen sich angenehm leicht lesen.
Trotzdem fehlt es dem Buch nicht an Spannung. Eher im
Gegenteil, man wird als Leser von der ersten Seite an in die Geschichte
hineingezogen und je weiter man vorankommt, desto schwerer ist es das Buch zur
Seite zu legen.
Das Ende ist mehr oder weniger in sich geschlossen, der
Cliffhanger bleibt dem Leser erspart. Allerdings wird auf den letzten Seiten
noch etwas Neues angesprochen, das auf einen ebenso spannenden 2. Band „Enders“
hoffen lässt.
Fazit:
Mit ihrem Debütroman „Starters“ springt Lissa Price auf
den Zug der Dystopie-Romane mit auf.
Der Roman hebt sich aber von der großen Masse ab. Die
Handlung ist gut durchdacht, die Charaktere sympathisch und es gibt immer
wieder Wendungen, die nicht vorhersehbar sind.
Verbunden mit dem schlichten aber sehr passenden Cover
hat man als Leser hier ein Buch in der Hand, dass es sich wirklich zu lesen
lohnt.
Für mich mein bisheriges Dystopie-Highlight.
Ganz klare Leseempfehlung!!
Vielen Dank an vorablesen und den IVI-Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Bei vorablesen (manja82) ist die Rezension auch zu finden.

Gelesen: „Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel“ von Holly-Jane Rahlens

–      Broschiert: 432 Seiten
–      Verlag: Wunderlich
–      Sprache: Deutsch
–      ISBN-10: 3805250169
–      ISBN-13: 978-3805250160

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Klappentext:
Entscheide dich – für die Liebe oder für die Zukunft
Stell dir vor, du verliebst dich.
Stell dir vor, sie erwidert deine Liebe.
Aber in deiner Welt gibt es keine Liebe.
Und auch kein Ich.
Wie sagst du „Ich liebe dich“?
Stell dir vor, sie ist 250 Jahre vor dir geboren – und
ihre Welt ist dem Untergang geweiht.
Setzt du Dein Leben für sie aufs Spiel?
Meine Meinung:
Finn Nordstrom lebt im Jahr 2264. Er ist Historiker
und Fachmann für Sprachen. In seiner Welt gibt es die erste Person Singular
nicht mehr und auch die Liebe ist fast unbekannt.
Nachdem bei Ausgrabungen im Greifwalder Bodden ein
wasserdichtes Köfferchen mit Tagebüchern gefunden wurde wird Finn gebeten diese
zu übersetzen. Es handelt sich um Aufzeichnungen aus der Zeit zu Beginn des 21.
Jahrhunderts, die für Finn und die anderen Wissenschaftler wichtige Dokumente
sind.
Zuerst ist Finn enttäuscht, denn es sind nur kindliche
Erinnerungen eines weiblichen Teenagers, doch je mehr er von Eliana liest desto
mehr ist er von ihr fasziniert und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen.
Als er wenig später ein Angebot bekommt bei der
Entwicklung des Reality-Spiel „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“
mitzuwirken sagt er zu. Dieses Spiel soll in den Jahren 2000-2018 spielen.
Im Spiel wirkt alles sehr realistisch und schnell wird
Finn klar, es ist gar kein Spiel, sondern er ist wirklich in der Zeit gereist.
Als er dann auch noch auf Eliana trifft, ändert sich
für Finn alles …
Der Roman „Everlasting“ zeigt dem Leser eine Welt auf,
wie sie in 250 Jahren sein könnte. Durch den Dark Winter ist alles anders
geworden, Bücher zum Beispiel sind absolute Mangelware und das Leben wird durch
Computer gesteuert.
Es ist interessant mitzuerleben, wie Finn die für uns
normale Welt betrachtet und beispielsweise darüber rätselt was Hubba Bubba ist
oder was es mit DSDS auf sich hat.
Die Protagonisten Finn und Eliana sind liebevoll und
der Leser gewinnt sie sehr lieb.
Finn ist sympathisch und durch die Zeitreisen
verändert sich sein Leben nachhaltig.
Eliana
ist ein typischer Teenager. Sie macht im Handlungsverlauf eine große
Entwicklung durch und ist witzig und charmant.
Die
Dialoge der beiden sind humorvoll und es sind allerlei Wortspielereien enthalten.
Auch
die Nebencharaktere sind sehr gelungen und passen sehr gut in die Geschichte
hinein.
Die
Handlung ist gefühlvoll, auch wenn es bis zum Ende hin rätselhaft und
geheimnisvoll bleibt. So wird der Leser immer wieder mitgerissen und seine
Fantasie wird angeregt.
Der
Schreibstil der Autorin ist locker, die Handlung lässt sich leicht verstehen
und flüssig lesen.
Die
Welt der Figuren wird detailreich beschrieben. Dadurch wirkt sie lebendig, der
Leser fühlt sich als Teil des Ganzen.
Fazit:
„Everlasting“
von Holy-Jane Rahlens ist ein fantastischer Roman, wo einfach alles stimmt.
Es
wird niemals langweilig oder uninteressant, es fehlt nicht an Spannung oder an
Romantik.
Oder
wie ein Mensch aus dem 23. Jahrhundert sagen würde:
„Diese Leserin findet „Everlasting“ einfach wundervoll!“
Vielen
Dank an den Wunderlich Verlag (Rowohlt) für dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.), hier (Manja Teichner) und hier (Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Liebe auf Bestellung“ von Rike Stienen

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Taschenbuch: 206 Seiten
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Verlag: Oldigor Verlag
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3981476417
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ISBN-13: 978-3981476415

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Klappentext:
Marlene hat eine Pechsträhne. Ihr Freund Stephan entpuppt
sich als verheirateter Mann, und obendrein verliert sie auch noch ihren Job. Da
kommt das Geschenk ihrer Freundinnen zu ihrem 30. Geburtstag gerade recht: eine
Reise nach Venedig. Marlene reist allein, doch lange allein bleiben soll sie
nicht. Finden jedenfalls ihre Freundinnen und haben ihr einen „Mann für
alle Fälle“ gebucht! Natürlich darf Marlene von dieser ganz speziellen
Dreingabe nichts wissen. Leider gestaltet sich die Umsetzung des Plans komplizierter
als gedacht. „Buchung“ Ben fällt aus und schickt stattdessen seinen
Freund Jan ins Rennen. Der aber hat als Geophysiker nicht die leiseste Ahnung,
wie man eine Frau umgarnt. Kann das Glück Berge versetzen?
Meine Meinung:
Marlene, eine junge Gerichtsreporterin, steht kurz vor
dem Abschluss eines Artikels. Jeden Tag war sie bei Gericht und die lange
Gerichtsverhandlung neigt sich nun endlich dem Ende zu. Hier hat Marlene auch
den attraktiven Staatanwalt Stephan kennengelernt.
An jenem Tag möchte Marlene ihren Liebsten im Büro
überraschen und wird von dessen Anwaltsgehilfin rein gelassen. Diese stellt
gerade einen wunderschönen Rosenstrauß auf Stephans Schreibtisch. Marlene denkt
der sei für sie, ein Blick in die beiliegende Karte offenbart ihr jedoch schreckliches.
Stephan ist nicht nur verheiratet, nein er hat auch ein Kind.
Wütend stürmt Marlene aus dem Gerichtsgebäude, das Urteil
bekommt sie nicht mehr mit und somit ist sie ihren Job wohl auch los.
Ihre Freundinnen wollen sie ablenken bei ihrem
Lieblingsitaliener, wo sie Marlene auf deren 30. Geburtstag einstimmen möchten.
Ihr Geschenk, eine Reise nach Venedig. Ebenfalls enthalten ein „Mann für alle
Fälle“, der Marlene den Aufenthalt versüßen soll. Jedoch fällt Ben, so der Name
des Auserwählten, kurzfristig aus und stattdessen wird Jan, Bens bester Freund,
ins Rennen geschickt.
Ab diesem Zeitpunkt läuft nichts mehr wie geplant, das
Chaos ist vorprogrammiert …
Mit „Liebe auf Bestellung“ ist Rike Stienen ein
luftig-leichter Liebesroman gelungen, der immer wieder zu überraschen weiß. Mal
ist es romantisch und mal abenteuerlustig.
Marlene, die Protagonistin, ist liebenswert, man kann
sich als Leser(in) recht gut mit ihr identifizieren. Sie ist leicht chaotisch
und beweist eine gehörige Portion weiblichen Stolz, als sich die Geschichte
wendet.
Jan ist ein Geophysiker, dem es ziemlich schwer fällt
eine Frau zu umgarnen. Er springt für Ben ein.
Marlenes Freundinnen sind alle samt sympathisch. Sie
wollen ihr helfen, sie ablenken und das mit allen Mitteln.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht, das Buch lässt
sich locker und flüssig in einem durchlesen.
Durch die recht bildhaften Beschreibungen taucht der
Leser in eine bunte Welt ein.
Es gibt zwei Handlungsstränge, den von Marlene und den
ihrer Freundinnen, die parallel zueinander erzählt werden. Am Ende werden beide
wieder vereint.
Das Ende kommt wie erwartet, wenn auch recht abrupt. Ein
oder zwei Seiten mehr wären hier vielleicht angebracht gewesen.
Fazit:
„Liebe auf Bestellung“ von Rike Stienen ist ein
wunderbarer Liebesroman.
Das Cover ist ansprechend, die Charaktere und Schauplätze
mit Liebe zum Detail ausgearbeitet.
Kurz um perfekt für gemütliche Lesestunden.
Vielen Dank an den Oldigor Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Elfenmagie“ von Sabrina Qunaj

 

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Taschenbuch: 976 Seiten
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Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar
2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3746627389
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ISBN-13: 978-3746627380

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Inhalt:
Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung
Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem
Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin
Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu
verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora
in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines
Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.
 

Meine Meinung:
Vanora wächst ohne ihre Mutter wohlbehütet bei ihrem
Vater auf.
Eines Tages taucht ein dunkel gekleideter Mann auf dem
Hof ihres Vaters auf, bei dem Vanora in die Lehre gehen soll. So lernt sie allerlei
Sachen, wie Bogenschießen oder auch Geschichten über die Elfen. Als Glendorfil,
so der Name des Mannes, plötzlich und unerwartet wieder verschwindet, glaubt
Vanora alles was er ihr über die Elfen erzählt hat sei frei erfunden.
Jahre später lernt Vanora Eamon kennen, der ihr letztlich
die Wahrheit über sie erzählt. Sie ist eine Halbelfe und ihre Bestimmung ist es
das Elfenreich Elvion wieder zu vereinen.
Allerdings ist da noch Alkariel, die Königin der
Lichtelfen, die ebenfalls an Vanora interessiert ist …
In ihrem Debütroman „Elfenmagie“ entführt Sabrina Qunaj
den Leser in eine einzigartige fantasiereiche Welt. Obwohl dieses Buch knapp
1.000 Seiten umfasst wird die Handlung niemals langweilig, die Spannungskurve
konstant hochgehalten.
Die Charaktere sind alle samt sehr liebevoll und
detailreich ausgearbeitet, so dass es ein Leichtes ist sich mit ihnen zu identifizieren.
Vanora, die Halbelfe, in deren Hand das Schicksal von
Elvion liegt, ist eine sympathische junge Frau. Obwohl sie bereits sehr viel
Leid ertragen musste wirkt sie aufgeschlossen und lebensfroh. Im Laufe des
Buches wird sie reifer, sie wächst mit ihren Taten. Vanora habe ich von Anfang
an sehr gemocht.
Glendorfil, de Elf, der Vanoras Lehrmeister war, ist
derjenige, der immer für andere da ist. Er wirkt sehr weise, ist er doch der
älteste Elf in Elvion. Sein Ende kam für mich sehr überraschend und seine
letztendliche Verbindung mit Vanora erscheint im Nachhinein logisch.
Eamon, der König des Schattenreichs, möchte Vanora immer
und überall beschützen. Er liebt sie, jedoch anders als sie ihn. Durch seine
Verliebtheit vergisst er jedoch des Öfteren seine wirklichen Pflichten.
Mit Nevliin, dem Fürsten von Valdoreen, hatte ich am
Anfang so meine Probleme. Er kommt unnahbar und geheimnisvoll daher, doch dies ändert
sich im Verlauf des Buches. Er und Vanora entdecken ihre Gefühle füreinander,
wodurch Nevliin menschlicher wird. Sein Leid am Ende des Buches war schwer zu
ertragen.
Die „Böse“ in „Elfenmagie“ ist ganz klar Alkariel, die
Königin der Lichtelfen. Sie ist machtbesessen und geht über Leichen. Sie war
mir als Leser von Anfang an unsympathisch.
Mit dem Kobold Bienli und seiner Frau Finola bringt
Sabrina Qunaj Humor ins Geschehen. Die beiden sind einfach nur liebenswürdig,
man muss sie einfach lieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und
flüssig. Sie beschreibt die Charaktere und das Land Elvion sehr bildhaft und
detailreich, man hat als Leser stets den Eindruck man ist mittendrin statt nur
dabei.
Die Handlung wird aus insgesamt 5 Perspektiven
wiedergegeben, wodurch der Leser jede Seite sehr gut kennenlernt. Durch den
stetigen Wechsel wird die Handlung komplex und das Buch gewinnt an Tiefe.
Trotzdem ist es nie zuviel, es bleibt durchweg verständlich.
Das Ende von „Elfenmagie“ ist traurig aber in sich
geschlossen. Somit fällt die Wartezeit bis Juli 2012, wenn mit „Elfenkrieg“ der
zweite Teil erscheint, nicht ganz so schwer. Dennoch freue ich mich bereits
jetzt schon auf diesen Roman und bin gespannt wie es in Elvion weiter geht.
Fazit:
Mit „Elfenmagie“ hat Sabrina Qunaj einen erstklassigen
Debütroman abgeliefert.
Es stimmt einfach alles, die liebevollen Charaktere, die
reizende Liebesgeschichte und der Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende.
Für mich der beste Fantasyroman seit langem!
Ganz klar eine absolute Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Schattenblüte. Die Wächter“ von Nora Melling

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Broschiert: 320 Seiten
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Verlag: Rowohlt
Polaris (1. März 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3862520102
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ISBN-13:
978-3862520107

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Inhalt:
Ein uralter Kampf. Eine unsterbliche Liebe. Silvester
in Berlin. Noch einmal sind Luisa und Thursen zurückgekehrt in den Wald.
Dorthin, wo ihre Liebe begann, als Thursen noch ein Werwolf war. Luisa möchte
den Tod ihres Bruders hinter sich lassen, endlich wieder glücklich sein. Doch
die Vergangenheit holt sie ein: Während überall ausgelassen gefeiert wird,
stoßen sie auf eine übel zugerichtete Leiche. Thursen weiß sofort: Dafür ist
einer der Wölfe aus seinem alten Rudel verantwortlich. Während er immer öfter
im Wald verschwindet, bleibt Luisa allein zurück. Dann lernt sie Elias kennen.
Ist ihre Liebe zu Thursen stark genug? Luisa ahnt nicht, dass Thursen und Elias
ein schreckliches Geheimnis verbindet…
Meine
Meinung:
Es
ist Winter in Berlin. In der Silvesternacht sind Luisa und Thursen nochmal im Wald,
wo alles angefangen hat. Sie wollen das schreckliche letzte Jahr zurücklassen
und gemeinsam in ein neues glücklicheres Jahr starten.
Doch
dieses Glück hält nicht lange, denn auf dem Heimweg finden die beiden eine
Leiche. Thursen ist sofort klar, dass dafür sein altes Rudel die Verantwortung
trägt. Daraufhin zieht er sich immer mehr von Luisa zurück, er weicht ihren
Fragen aus und wird immer merkwürdiger.
Wenig später lernt Luisa den jungen Elias kennen, er wird von einer Gruppe
Jugendlicher zusammengeschlagen. Sie rettet ihn und so erfährt sie mehr über
ihn. Er ist es auch, der sie mehr oder weniger nötigt sich ihren Ängsten,
besonders ihrer Krankenhausphobie, zu stellen.
Doch
auch Elias ist nicht der, der er zu sein scheint, auch er hat ein Geheimnis…
Nora
Melling entführt den Leser in „Schattenblüte. Die Wächter“ ein zweites Mal in
die Welt von Luisa und Thursen.
Die
Handlung spielt auch diesmal wieder in und um Berlin.
Luisa
ist in diesem zweiten Teil erwachsener geworden. Sie ist zwar nach wie vor
recht dickköpfig aber sie kämpf verbissen für ihre Liebe. Als Elias in ihr
Leben tritt ist sie hin- und hergerissen zwischen zwei Welten, am Ende weiß sie
aber wo sie hingehört.
Thursen
bleibt auch diesmal wieder geheimnisvoll. Durch sein Verhalten werden immer
wieder Fragen aufgeworfen und man möchte als Leser wissen was er vor Luisa
verbirgt. Er liebt Luisa, egal was passiert und möchte sie beschützen.
Elias,
der neue Protagonist im Buch, kommt von Anfang an sympathisch rüber. Er ist
quasi das genaue Gegenteil von Thursen aber trotzdem ist er anziehend aber auch
geheimnisvoll.
Der
Schreibstil der Autorin ist, wie schon in Teil 1, unverwechselbar. Der Roman lässt
sich flüssig lesen. Die Sätze sind kurz und prägnant, wodurch man als Leser
innerhalb weniger Zeilen einen wunderbaren Einblick in die Gefühlswelt der
Charaktere erhält.
Die
Handlung wird diesmal abwechselnd aus Luisas und Elias’ Persepektive erzählt.
So gibt es zwei Handlungsstränge, die nach und nach zusammengeführt werden und
am Ende in einem grandiosen Finale vereint sind. Allerdings schreit dieses
recht kurz gehaltene Finale sehr nach einer Fortsetzung, die hoffentlich kommen
wird.
Fazit:
Nachdem
ich schon für den ersten Teil eine Leseempfehlung ausgesprochen habe, kann ich
es für „Schattenblüte. Die Wächter“ ruhigen Gewissens auch tun.
Das
Buch ist einfach nur gelungen, das Cover traumhaft, einfach perfekt.
 
Vielen
Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Diiese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.