Gelesen: „Mehr als Freundschaft?“ von Sandra Grauer

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 398 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
239 Seiten
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Sprache: Deutsch
Homepage der Autorin

Kurzbeschreibung:
Wie weit würdest du
für die Liebe gehen?

Was, wenn du dich in deine beste Freundin verliebst, sie aber schon vergeben
ist? Wenn sie auf cool, sexy und durchtrainiert steht, du aber ziemlich genau
das Gegenteil bist? Wenn sie alles ist, was du hast? Wenn du alles verlieren
könntest? Was würdest du tun?
Leon geht volles Risiko und setzt dabei nicht nur sein Herz aufs Spiel. Noch
während er versucht, Mia für sich zu gewinnen, beginnen die Dinge aus dem Ruder
zu laufen.
(Quelle: amazon)
Meine Meinung:
Leon und Mia sind beste Freunde. Doch sie sind eigentlich
total verschieden. Mia ist beliebt, cool und hat bereits einen Freund. Leon
hingegen ist nicht so selbstbewusst und beliebt ist er auch nicht besonders.
Da passiert es, Leon verliebt sich in Mia. Er versucht
sie für sich zu gewinnen. Doch kann das wirklich klappen? Werden Mia und Leon
ein Paar? Oder ist alles für umsonst?
Der Jugendroman „Mehr als Freundschaft?“ stammt von der
Autorin Sandra Grauer. Es war mein erstes Buch der Autorin, doch mit ganz
großer Sicherheit war es nicht mein letztes von ihr.
Mia und Leon, zwei beste Freunde, die eigentlich komplett
verschieden sind.
Mia, die eigentlich Emilia heißt, wird im Verlauf der
Geschichte 17 Jahre alt. Sie ist hübsch, cool, beliebt und hat viele Freunde.
Und sie ist vergeben.
Leon ist auch 17 Jahre alt aber er ist nicht so
sonderlich selbstbewusst. Beliebt ist er auch nicht sonderlich und Leon ist
Single. Er traut sich nicht Mädchen anzusprechen. Nur Mia gegenüber ist er
recht offen. Bis zu dem Zeitpunkt als er merkt er hat sich verliebt, in Mia. Ab
da macht Leon einen Wandel durch.
Auch die anderen Figuren sind wunderbar gezeichnet. Egal
ob man Patrick oder Pitt oder die Lehrer oder die Familien der beiden nimmt,
jeder wirkt realistisch und glaubhaft.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich leicht und
flüssig zu lesen. Sie bringt die Gefühle der Charaktere, die hier ganz klar im
Mittelpunkt stehen wunderbar zum Leser. Man kann sich in die Charaktere
hineinversetzen, es ist alles nachvollziehbar und glaubhaft geschildert.
Erzählt wird das Geschehen abwechselnd aus den
Perspektiven von Mia und Leon. Man lernt so beide sehr gut kennen. Zwischendrin
gibt es immer wieder Tagebucheinträge der beiden, die kursiv dargestellt sind.
Die Handlung beginnt mit einem Prolog, der eine Szene
schildert, die bereits böses ahnen lässt. Doch insgeheim hat man als Leser
Hoffnung, darauf da es doch noch gut gehen kann. Die Handlung steigert sich
nach und nach, es spitzt sich immer mehr zu bis es schließlich in einem
Höhepunkt gipfelt. Man lernt die Teenager kennen, ihren Alltag mit den ganz
alltäglichen Problemen. Es geht um Freundschaft und Liebe und auch um Akzeptanz
untereinander.
Das Ende hat mich überrascht, auch wenn, wie bereits
geschrieben, der Prolog so etwas in der Art schon angedeutet hat. Es hat mich
bewegt  und sehr zum Nachdenken angeregt.
Und auch nach dem Beenden des Buches hat es mich noch begleitet, musste
wirklich erst mal sacken.
Gut fand ich das Nachwort der Autorin, das sie niemanden
zu nahe treten möchte und Mitleid mit denen hat, die so etwas bereits erlebt
haben. Es ist ein schwieriges Thema mit dem sie sich hier auseinander gesetzt
hat.
Fazit:
Abschließend gesagt ist „Mehr als Freundschaft?“ von
Sandra Grauer ein Buch in dem mehr steckt als man ahnt und das nachhallt.
Die realistisch beschriebenen Charaktere, der jugendlich
flüssige Stil und eine Handlung, die sich nach und nach steigert, berührt und
zum Nachdenken anregt haben mich hier gefangen genommen und bis zum Ende nicht
losgelassen.
Ganz klar zu empfehlen!
Ich danke der Autorin für das eBook!

Gelesen: „Zypressenmond“ von Eva Völler

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 1938 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
546 Seiten
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Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
Eine Idylle in den
Hügeln der Toskana.
Ein grausamer Krieg.
Eine Liebe, die keine Grenzen kennt.
Bereits auf den ersten Blick sind sie voneinander fasziniert – Sophia, die
Tochter eines toskanischen Adligen, und Richard, der deutsche
Wehrmachtsoffizier, der eine heikle Mission zu erfüllen hat: Auf dem Landgut
von Sophias Familie soll die neue Frontlinie gezogen und ein Truppenstützpunkt
eingerichtet werden.
Gegen alle Widerstände verstricken Sophia und Richard sich in eine
leidenschaftliche Beziehung und setzen damit eine Verkettung verhängnisvoller
Ereignisse in Gang. Während die Kampfverbände der Alliierten immer weiter in
die Toskana vorstoßen und ringsum Partisanenkämpfe aufflammen, wird die
Verbindung zwischen Sophia und Richard auf eine schicksalhafte Probe gestellt.
Inmitten von Krieg und Zerstörung gibt es schließlich für sie beide nur eine
einzige Hoffnung – dass ihre Liebe stärker ist als der Tod.
(Quelle: amazon)
Meine Meinung:
Sophia lebt mit ihrem Vater auf einem Landgut in der
Toskana. Ihr Bruder Francesco hat sich freiwillig für einen Einsatz im Krieg gemeldet.
Sophia arbeitet für den Marchese, der auf dem Gut eine
Ambulanz eingerichtet hat als Krankenschwester. Kaum ist alles fertig wird der
angeschossene deutsche Soldat Richard gebracht. Sophia kümmert sich um ihn, pflegt
ihn. Dabei verlieben sich die beiden ineinander.
In der Zwischenzeit hat Sophias Vater eine Affäre, obwohl
seine Frau noch gar nicht lange tot ist. Als Sophia dies herausfindet vertieft
sie ihre Beziehung zu Richard. Diese bleibt nicht ohne Folgen, sie wird
schwanger. Richard steht zu seiner Pflicht und heiratet Sophia als er von der
Schwangerschaft erfährt. Allerdings birgt Richard noch ein Geheimnis, das, als
Sophia es erfährt, alles zu zerstören droht …
Der historische Roman „Zypressenmond“ wurde von Eva
Völler geschrieben. Die Autorin war mir bisher nur von ihren Jugendbüchern
bekannt und so war ich gespannt darauf was mich in ihrem historischen Roman
erwarten würde. Es gibt dieses Buch exklusiv nur als eBook für den Kindle.
Die Charaktere im Buch sind Eva Völler wirklich sehr authentisch
und glaubhaft gelungen.
Sophia habe ich sehr gemocht. Sie ist eine starke
Persönlichkeit, die ziemlich genau weiß was sie will. Im Verlauf des Buches
wächst Sophia mehr und mehr über sich hinaus. Sie übernimmt nicht nur
Verantwortung für ihr eigenes Leben, auch für andere ist sie stets da und wird
von ihnen sehr geachtet und geschätzt. In ihrer Tätigkeit als Krankenschwester
geht Sophia sehr auf.
Richard ist ein deutscher Soldat, der verwundet in die
Ambulanz auf dem Gut kommt. Sophia kümmert sich um ihn und die beiden verlieben
sich ineinander. Er steht zu Sophia als sie schwanger wird, doch er birgt ein Geheimnis
das alles zerstören könnte.
Der deutsche Schlehdorff, ein SS-Mann, wirkt trotz seines
guten Aussehens sehr kalt und macht Sophia gerne das Leben schwer.
Neben den genannten Personen gibt es noch weitere im
Buch, wie beispielsweise Kriegsgefangene oder auch andere Soldaten, wirken
ebenso gut dargestellt und runden das Buch ab.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm lesbar und
flüssig. Bereits nach ein paar Seiten ist man als Leser mitten drin im
Geschehen.
Geschildert wird das Geschehen in der personalen
Erzählperspektive. So ist der Überblick über das Geschehen stets gegeben und
man verpasst als Leser nichts.
Die Handlung selber zeigt das Grauen des 2. Weltkriegs
sehr gut auf. Es ist eine dramatische Liebesgeschichte in den letzten Jahren
des Krieges. Eine schwere Zeit über die Eva Völler wirklich gut recherchiert
hat. Der Leser erlebt die Zeit mit und wird nachdenklich gestimmt.
Die Landschaftbeschreibungen der Toskana sind ebenso
gelungen. Man kann sich alles wirklich gut vorstellen.
Das Ende wirkt leider ein wenig vorhersehbar. Es stört
aber nicht wirklich, das Buch als Gesamtpaket ist was einem als Leser im
Gedächtnis bleibt.
Fazit:
Zusammenfassend gesagt ist „Zypressenmond“ von Eva Völler
ein wirklich gut recherchierter historischer Roman.
Die gut gestalteten Charaktere, der angenehm lesbare Stil
und eine Handlung, die zum einen eine dramatische Liebesgeschichte beinhaltet
aber auch die Grauen des 2. Weltkriegs aufzeigt haben mir fesselnde Lesestunden
beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich danke der Autorin für das bereitgestellte eBook und die Leserunde auf Lovelybooks.
Meine Rezension ist auch bei Lovelybooks und amazon zu finden.

Gelesen: „Verschollen im Land der Lotusblüten“ von Rike Stienen

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 2904 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
228 Seiten
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Verlag: bookshouse
(8. April 2014)
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Sprache: Deutsch
Kurzbeschreibung:
Mara erfährt am Tag ihrer Examensfeier von der Deutschen
Botschaft in Colombo, dass ihr Zwillingsbruder Hendrik als verschollen gilt.
Seine Jacht wurde führerlos auf einer Sandbank an der Südküste Sri Lankas
entdeckt. Trotz ihrer Flugangst begibt sich Mara auf die abenteuerliche Suche
und lernt dabei den smarten Einheimischen Ravi kennen. Doch im Laufe der Zeit
drängt sich der Verdacht auf, dass er mit Hendriks Verschwinden zu tun haben
könnte. Maras Gefühlswelt verfängt sich im Chaos, und sie weiß nicht, wem sie
auf der paradiesisch anmutenden Insel noch vertrauen kann.
(Quelle: bookshouse)
Meine Meinung:
Am Abend der Examensfeier erreicht Mara eine schreckliche Nachricht. Die
Botschaft in Colombo teilt ihr mit das ihr Zwillingsbruder Hendrik vermisst
wird. Mara macht sich sofort auf um nach Hendrik zu suchen und fliegt, trotz
Flugangst, nach Sri Lanka. Dort kommt sie bei der einheimischen Familie von
Ravi unter und er ist es auch der ihr bei der Suche zur Seite steht.
Doch nach und nach beschleicht Mara das Gefühl das die Familie Geheimnisse
hat. Wissen sie etwa mehr als sie zugeben wollen? Haben sie sogar etwas mit
Hendriks Verschwinden zu tun? Und lebt Hendrik noch?
Der Roman „Verschollen im Land der Lotusblüten“ stammt aus der Feder der
Autorin Rike Stienen. Mir ist die Autorin bereits sehr gut aus anderen Büchern
bekannt und ich war sehr neugierig darauf wie mir ihr neustes Werk wohl
gefallen wird.
Mara ist eine interessante sympathische Protagonistin. Mit ihrem Freund
Lukas ist sie schon sehr lange zusammen. Dies konnte ich allerdings weniger nachvollziehen.
Mara hat Flugangst aber als sie erfährt, dass ihr Zwillingsbruder Hendrik
vermisst wird springt sie über ihren Schatten und fliegt nach Sri Lanka.
Ravi ist ein romantisch veranlagter Mann, der zudem auch noch gut aussieht.
Seine Familie betreibt eine Teeplantage und er steht Mara während ihrer Suche
nach Hendrik zur Seite. Allerdings scheinen er und seine Familie Geheimnisse zu
haben.
Lukas, Maras Freund, fand ich weniger sympathisch. Er ist so eine Art von
Mann, auf die ich eher verzichten kann.
Gunnar, Maras Platznachbar auf dem Flug, ist während des Flugs eher
unausstehlich. Nach der Landung aber entpuppt er sich als tolle Hilfe.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Mit tollen
Beschreibungen bringt Rike Stienen dem Leser die tolle Landschaft Sri Lankas
näher und weckt Fernweh.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Mara in der personalen
Erzählperspektive. So wird eine gewisse Distanz zum Geschehen gewahrt und man
bekommt einen guten Überblick über alles.
Die Handlung an sich ist toll. Die Kulisse Sri Lankas ist wundervoll
beschrieben, alles ist vorstellbar.
Die Suche nach Hendrik gestaltet sich schwierig, es gibt Hindernisse zu
überwinden und Geheimnisse zu lüften.
Ins Geschehen integriert ist eine Liebegeschichte, die eigentlich ganz
schön ist. Nur die Gefühle haben sich in meinen Augen ein wenig zu schnell entwickelt,
es wirkt irgendwie überstürzt.
Das Ende ist recht vorhersehbar. Dennoch gefiel es mir wirklich gut und
passt gut zur gesamten Geschichte.
Fazit:
Zusammengefasst ist „Verschollen im Land der Lotusblüten“ von Rike Stienen
ein richtig schöner Roman.
Sympathsiche Charaktere, der flüssig zu lesende Stil und eine Handlung mit
Geheimnissen, die vor einer wirklich bemerkenswerten Kulisse spielt, haben mir
unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ich danke der Autorin und dem Verlag für das bereitgestellte eBook.

Meine Rezension ist ebenso bei Lovelybooks, goodreads, amazon, buecher.de und thalia.de zu finden.

Gelesen: „Jamaica Lane – Heimliche Liebe“ von Samantha Young

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Taschenbuch: 400 Seiten
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Verlag: Ullstein
Taschenbuch
(10. März 2014)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3548286356
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ISBN-13: 978-3548286358
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Originaltitel: Before Jamaica Lane
Kurzbeschreibung:
Er ist ein
Herzensbrecher. Sie zeigt ihm, was Liebe ist.
Olivia Holloway hat es satt, Single zu sein. Warum muss
sie auch immer gleich Reißaus nehmen, wenn ein attraktiver Mann nur in ihre
Nähe kommt? Die hübsche Amerikanerin ist notorisch schüchtern. Ihr bester
Freund Nate Sawyer flirtet dagegen für sein Leben gern. Deshalb sagt er auch
sofort zu, als Olivia ihn bittet, ihr Nachhilfe im Flirten zu geben. Zuerst ist
es nur ein Spiel, leidenschaftlich und sexy. Dann merkt Olivia, dass da mehr
ist. Viel mehr. Doch Nate ist kein Mann für feste Beziehungen. Und plötzlich
steht alles in Frage: ihre Freundschaft, ihr Vertrauen, ihre Liebe.
(Quelle: Ullstein Taschenbuch)
Meine Meinung:
Olivia ist verliebt, doch immer wenn sie ihrem Traummann
gegenüber steht ist sie gehemmt und schüchtern, hat Angst etwas falsch zu
machen. Der Grund: Olivia ist unerfahren was Liebe und Sexualität angeht.
In ihrer Not wendet sie sich an ihren besten Freund Nate.
Er verspricht ihr zu helfen, indem er ihr Nachhilfe gibt in Sachen
Selbstbewusstsein, Flirten und auch Sex. Und es hilft, Olivia wird
selbstbewusster.
Doch damit, dass sich zwischen ihr und Nate durch die
Nachhilfe etwas verändern könnte, hat Olivia nicht gerechnet und Nate schon gar
nicht …
Der Roman „Jamaica Lane – Heimliche Liebe“ stammt aus der
Feder der Autorin Samantha Young. Es ist bereits der 3. Teil der „Edinburgh
Love Storys“, doch da die Bücher jeweils abgeschlossene Geschichten beinhalten
kann man sie als eigenständige Bücher betrachten.
Die beiden Protagonisten sind Samantha Young wirklich gut
gelungen.
Olivia war mir gleich richtig sympathisch. Mit Nate ist
sie platonisch befreundet. In Sachen Liebe und Sex ist Olivia sehr unerfahren.
Daher ist sie auch unsicher und gehemmt wenn sie ihrem Traummann
gegenübersteht. Denn Olivia ist verliebt, traut sich nur nicht so wirklich.
Sonst aber ist Olivia recht selbstbewusst, zumindest nach außen. Innerlich
fühlt sie sich nicht attraktiv, hat ein komplett anders Bild von sich. Diese Zerrissenheit
wird von Samantha Young gut dargestellt.
Nate ist der Frauenheld schlechthin. Er spielt regelrecht
mit den Frauen. Aber Nate kann auch anders. Er ist gefühlvoll und ein wirklich
sehr verlässlicher Freund. Gegenüber Olivia benimmt sich Nate auch ganz anders
als gegenüber seinen Freunden und seiner Familie. Auch Nate mochte ich
eigentlich ganz gerne.
Die Nebenfiguren sind zum großen Teil bereits bekannt aus
den anderen Teilen der Reihe. Man kehrt quasi zurück zu alten Bekannten.
Allerdings werden es ja immer mehr und so war es an mancher Stelle dann doch zu
viele Namen auf einmal. Sie da auseinander zu halten war schon schwierig.
Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. Ich
kannte den Stil von Samantha Young bereits gut, habe ich doch schon mehrere
Bücher, egal ob nun die dieser Reihe oder aus anderen Genre gelesen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Olivia. Man
kann sich gut in sie hineinversetzen und ihr Gedanken und Gefühle
nachvollziehen.
Die Handlung selbst ist eine Mischung aus Humor, Erotik
und Drama. Die Liebesgeschichte zwischen Nate und Olivia hat mir gut gefallen.
Es dauert ein bisschen bis die beiden verstehen, dass sie das perfekte Paar
sind, der Leser bemerkt dies schon um einiges früher. Es macht aber nichts
desto trotz Freude den beiden zu folgen, wie sich näherkommen. Die erotischen Szenen,
von denen es im Buch einige gibt, sind gut ins Geschehen integriert und wirken
nicht aufgesetzt. Es knistert wirklich gewaltig zwischen Nate und Olivia.
Das Ende hat mir persönlich richtig gut gefallen. Es
passt perfekt und bietet zudem auch eine kleine Andeutung auf Teil 4 der Reihe.
Fazit:
„Jamaica Lane – Heimliche Liebe“ von Samantha Young ist
ein gut gelungener 3. Teil der „Edinburgh Love Stories“.
Die gut gezeichneten Protagonisten, der flüssig lesbare
Stil und eine Mischung aus Humor, Erotik und Drama haben mich mir unterhaltsame
Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Mein Dank gilt dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist auch noch bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de zu finden.

Gelesen: „In einem Boot“ von Charlotte Rogan

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Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
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Verlag: Script5 (16. September 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3839001501
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ISBN-13: 978-3839001509
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Originaltitel: The Lifeboat
Kurzbeschreibung:
Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben.
Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem
Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra
einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und
Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot.
Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang
auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter
Aggression stellen sich existentielle Fragen.
Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder
besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht
in diesem Boot?
Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem
Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.
(Quelle: Schript5)

Meine Meinung:

Grace konnte sich nach dem Untergang der Zarin Alexandria
einen Platz in einem Rettungsboot sichern. Ihr Ehemann bleibt zurück und sie
weiß nicht ob sie ihn je wiedersieht. Alle im Boot sind sich sicher, die
Rettung wird nicht lange auf sich warten lassen.
Doch es kommt ganz anders, die Tage ziehen vorbei, das
Essen wird immer knapper, die Stimmung sinkt und das Wetter wird auch immer
unberechenbarer. Es scheint so als bliebe nur der Tod.
Doch diese Aussicht verwandelt Menschen in Bestien, das
muss auch Grace mit ansehen …
Der Roman „In einem Boot“ stammt von der Autorin
Charlotte Rogan. Es ist das Debütwerk der Autorin, in dem sie ihre Leser in
eine Situation bringt, die sich wohl keiner so wirklich vorstellen kann.
Grace ist 22 Jahre alt, frisch verheiratet und landet
nach dem Untergang der Zarin Alexandria in einem Rettungsboot. Sie wirkt an und
für sich sympathisch, recht stark und reif für ihr Alter. Grace ist, genau wie
die anderen 40 Männer und Frauen im Bott sehr optimistisch was Rettung angeht.
Allerdings lässt dieser Optimismus recht schnell nach und es kommt zu
Wandlungen der Personen.
Die anderen Bootsinsassen werden zwar namentlich genannt
aber es sind sehr viele, so dass man als Leser schon des Öfteren genau
überlegen muss wer eigentlich gemeint ist. Ansonsten bleiben sie aber relativ
blass.
Der Schreibstil der Autorin ist dem Jahrhundert, in dem
die Handlung sich abspielt, angepasst. Er ist recht veraltet und teilweise
kommt man nur zäh voran. Zu Beginn hatte ich schon arge Probleme mich
einzulesen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Grace in der
Ich-Perspektive. Sie erzählt die Geschichte der Zeit im Rettungsboot ihren
Anwälten als Vorbereitung auf eine Gerichtsverhandlung.
Die Handlung an sich ist schon schockierend. Es gibt
Schockmomente und man fragt sich als Leser immer wieder wie man wohl selber
reagieren würde, wäre man im Boot.
Es ist ein anspruchsvolles Thema mit dramatischen
Situationen, das in meinen Augen aber doch relativ emotionslos geschildert
wird.
Das Ende, welches man als Leser quasi im Prolog schon
serviert bekommt, zumindest zum Teil, wirkt auf mich recht unpassend und konstruiert.
Es konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.
Fazit:
„In einem Boot“ von Charlotte Rogan ist ein
durchwachsener Debütroman.
Die einerseits interessante Grundidee mit doch einigen
Schockmomenten kann leider nicht über die doch etwas zähe Umsetzung mit dem doch
zu konstruierten Ende hinwegtäuschen.
Ich hatte etwas mehr erwartet.
Wirklich schade!
Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und auch bei Lovelybooks und der Autorin für die Leserunde.
Meine Rezension ist auch noch hier, hier, hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: „Die Alchemie der Nähe“ von Gaia Coltorti

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Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
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Verlag: Karl Blessing Verlag (30.
September 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3896675079
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ISBN-13: 978-3896675071
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Originaltitel: Le affinita‘ Alchemiche
Kurzbeschreibung:
Romeo und Julia heißen heute Giovanni und Selvaggia und
sind Schüler. Diesmal sind es nicht gesellschaftliche Schranken, die der
absoluten Liebe im Wege stehen, sondern das vielleicht letzte und größte Tabu
unserer Zeit: Geschwisterliebe. Denn Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die
einander jedoch bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr kaum gesehen haben, da ihre
Eltern sich früh trennten. Der Junge lebte beim Vater in Verona, seine
Schwester Hunderte von Kilometern entfernt bei der Mutter, einer Kommissarin,
die zu wenig Zeit für sie aufbringt. Nach fast fünfzehn Jahren versuchen es die
Eltern noch einmal miteinander, und Giovanni und Selvaggia leben plötzlich
unter einem Dach. Und entdecken Gefühle und Leidenschaften, die sie kaum mehr
zügeln können. Ihr Leben wird zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.
(Quelle: Blessing Verlag)

Meine Meinung:
Giovanni und Selvaggia sind Zwillinge, die allerdings
getrennt voneinander aufwachsen. Kurz vor ihrem 18. Geburtstag beschließen ihre
Eltern es nochmal miteinander zu versuchen und so wohnen die Zwillinge schon
bald unter einem Dach.
Von der ersten Begegnung an sind Giovanni und Selvaggia
voneinander fasziniert und bald schon entwickeln sie Gefühle füreinander, die
über die Geschwisterliebe hinausgehen.
Es beginnt eine Zeit wo beide in einem Gefühlschaos stecken,
Versteckspiel inklusive, denn diese Liebe darf nicht sein.
Bis zu dem Tag der die Zukunft von beiden vollkommen
verändert …
Der Roman „Die Alchemie der Nähe“ stammt von der jungen
Autorin Gaia Coltorti. Es ist das Debütwerk der Autorin und sie greift in ihm
ein Thema auf von dem viele nicht zu sprechen wagen.
Die Protagonisten des Buches sind die Zwillinge Giovanni
und Selvaggia. Bis zu  ihrem 18.
Geburtstag leben sie getrennt voneinander bei jeweils einem der Elternteile.
Giovanni wächst beim Vater auf. Er ist ein großartiger
Schwimmer, trainiert hart dafür. Er ist recht beliebt und hat Freunde. Als er
Selvaggia das erste Mal sieht ist er begeistert von ihr. Es dauert nicht lange
bis er sich unsterblich in sie verliebt. Man kann sogar sagen er ist regelrecht
besessen von ihr, will sie für sich alleine haben. Giovanni, auch Johnny, wie
Selvaggia ihn nennt, zeigt im Verlauf auch typische Eifersuchtselemente.
Selvaggia hat ihn regelrecht in der Hand. Bei Giovanni sind der Selbstekel und
das Schamgefühl ziemlich ausgeprägt und er tut alles dafür, dass die Beziehung
zu seiner Schwester nicht rauskommt.
Selvaggia ist ein hübsches junges Mädchen. Zuerst verhielt sie sich wie eine Zicke. Sie ist bei ihrer Mutter aufgewachsen und als
diese wieder mit dem Vater zusammenkommt lernt sie Giovanni kennen und lieben.
Zuerst öffnet sich Selvaggia kaum, lässt Giovanni oftmals auflaufen und nutzt
ihn teilweise auch aus. Sie genießt es das er sie liebt. Dann aber erfolgt irgendwie
ein Wandel bei ihr und sie zeigt Gefühle. Allerdings ihre Launen bleiben und diese
waren für mich teilweise nur schwer ertragbar.
Die Liebesgeschichte der beiden ist schwierig, da verboten
aber dennoch schön beschrieben. Man kann sich gut einfühlen.
Die Eltern der Zwillinge lösten bei mir oft Unverständnis
aus. Immer wieder habe ich mich gefragt wieso sie nichts von den Gefühlen ihrer
Kinder mitbekommen haben. Aber jeder sieht halt nur das was er sehen will.
Einzig die Mutter wird mit der Zeit aufmerksamer und misstrauischer, doch
wirklich eingreifen tut sie auch nicht.
Der Schreibstil der Autorin war für mich zu Beginn
schwierig. Sie schreibt im Konjunktiv und spricht den Leser direkt an. Sie
erzählt die Geschichte von Giovanni und Selvaggia aus Sicht von Giovanni, in
der Du-Form. Ich musste mich ein wenig einlesen, dann aber kam ich flüssig
voran und wurde immer mehr gefesselt vom Verbotenen.
Die Handlung greift das wohl letzte Tabuthema der Gesellschaft
auf, die Liebe zwischen Geschwistern. Es ist ein schwieriges Thema, das zum
Nachdenken anregt. Der Roman ist bewegend und eindringlich geschrieben, ohne
belehrend zu wirken. Eher im Gegenteil, die Autorin zeigt auf wie Menschen, die
solche Gefühle haben, sich fühlen.
Zum Ende hin spitzt sich die Lage sehr zu und das
eigentliche Ende ist unvorhersehbar. Ich finde es aber mehr als passend gewählt
und auch nach dem Beenden lässt einen dieses Thema nicht so schnell los.
Fazit:
„Die Alchemie der Nähe“ von Gaia Coltorti ist ein
wirklich gelungenes Debütwerk der jungen Autorin.
Das Thema ist schwierig aber es wird hier gut umgesetzt,
auch wenn der sprachliche Stil nicht unbedingt leicht ist. Die Protagonisten
sind gut beschrieben und man wird als Leser zu Nachdenken angeregt.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mit beim Verlag für die bereitgestellte Vorabfahne.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manjas Buchregal), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.