Gelesen: “Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel” von Sergej Lukianenko

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Gebundene Ausgabe: 584 Seiten
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Verlag: Beltz
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3407810741
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ISBN-13: 978-3407810748

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Klappentext:
Trix, Erbe des Herzogtums 
Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie?
Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge.
Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix
das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungewohntes Talent: Ist er
vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der
schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht
Tiana ihm zu helfen den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen
tollkühnen Plan …
Meine Meinung:
Trix, Erbe des Co-Herzogtums Solier, lebt wie es sich für
einen Thronfolger gehört, am Hofe seines Vaters. Sein Leben ist angenehm,
allerdings auch ziemlich langweilig. Anstatt sich fürs Fechten und Jagen zu
interessieren steckt Trix seinen Kopf lieber in Bücher und interessiert sich
für Zauberei.
Dies ändert sich aber als der andere Co-Herzog Sator Gris
einen Putsch durchführt und den Thron besteigt. Dabei verliert Trix alles was
ihm lieb ist, seine Eltern, sein Heim und sein Erbe. Gris lässt Trix am Leben
und wirft ihn erst mal in den Kerker.
Nach seiner Befreiung aus dem Kerker ist Trix‘ Leben
komplett anders als zuvor. Er muss von nun an alleine durchs Leben gehen,
ungewohnte Entscheidungen treffen und diverse Probleme lösen. Dabei begegnet er
unterschiedlichen Personen und allerhand skurrilen Geschöpfen, wie
beispielsweise Rittern, Zwergen, Waisenkindern, Feen oder Untoten. Manche von
ihnen wollen Trix helfen, andere eher genau das Gegenteil.
Und dann ist das noch die schöne junge Fürstin Tiana. Sie
soll mit dem scheußlichen Evikayt von den Kristallenen Insel zwangsverheiratet
werden. Trix möchte das unbedingt verhindern und so nimmt das Abenteuer seinen
Lauf …
„Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ von
Sergej Lukianenko ist ein humorvoller Mix aus Fantasy- und Abenteuerroman.
Das Buch richtet sich nicht nur an junge Leser, nein auch
ältere werden angesprochen. In der Geschichte sind nämlich zahlreiche
Anspielungen auf die reale Welt enthalten, die vor allem den Erwachsenen ein
Schmunzeln aufs Gesicht zaubern dürften. Diese reichen von versteckten,
teilweise kritischen Andeutungen auf das Gesellschaftssystem über eine sehr
originelle Beschreibung einer großen Fastfood-Kette bis hin zu einem
Zauberbuch, das sich nur mit dem Wort „Eipott“ öffnen lässt.
Der Protagonist Trix ist liebenswert und möchte gerne
schon als junger Mann angesehen werden. Allerdings konnte er sich bisher noch
nicht wirklich beweisen. Er ist ein wenig eingebildet, versucht aber immer
gerecht und ehrlich zu sein.
Auch die anderen Charaktere sind alle samt mit Liebe zu
Detail ausgearbeitet und sehr facettenreich.
Lukianenko hat einen ziemlich altmodischen Schreibstil,
der es dem Leser anfangs etwas schwer macht in die Geschichte reinzukommen. Hat
man sich aber einmal eingelesen, geht es sehr gut voran.
Einziges Manko an diesem sonst tollen Buch, die Handlung
braucht einen etwas längeren Anlauf um richtig in Fahrt zu kommen. Aber wenn man
die ersten ca. 100 Seiten geduldig durchgehalten hat wird es spannender.
Fazit:
„Trix Solier, Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ ist
nach den anfänglichen Startschwierigkeiten ein wirklich toller Fantasyroman für
Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene.
Fantasyfans, die diese Welt gerne auch mal mit etwas
Humor sehen werden voll auf ihre Kosten kommen.

Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Hyddenworld: Der Frühling” von Willian Horwood

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Gebundene Ausgabe: 527 Seiten
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Verlag: Klett-Cotta (22. Februar 2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3608946381
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ISBN-13: 978-3608946383

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Klappentext:
Der kleine Jack ist ein Riese. Jedenfalls in der Welt der
Hydden, einem Volk kleiner Leute, das in einer für Menschen unsichtbaren Stadt
unter der Erde lebt. Als er mit einem feinen ledernen Rucksack auf dem Rücken
bei den Menschen auftaucht, lebt eine alte Prophezeiung  wieder auf …
Meine Meinung:
Im Volk der Hydden wird ein Junge namens Yakob geboren.
Er ist ein sogenannter Riesengeborener und zu seinem Schutz wird er von seinen Eltern
in die Menschenwelt geschickt.
Von nun an heißt er Jack und laut einer alten Legende
geht von ihm die Rettung des Universums aus. Auf seiner Reise durch die Hydden-
und Menschenwelt ist Jack Entsetzen und Verfolgung ausgesetzt.
Bereits als Kind lernt er Katherine kennen. Sie und ihre
Eltern nehmen Jack mit auf eine Autofahrt nach London. Allerdings kommt es zu
einem Unfall, wo er Katherine das Leben rettet, selber aber schwer verletzt
wird. Von da an sind die Schicksale der beiden Kinder eng miteinander
verbunden.
10 Jahre später treffen sich Jack und Katherine wieder,
als Katherines Mutter Claire im Sterben liegt. Nach deren Tod wird Katherine in
die Welt der Hydden entführt. Jack will sie befreien und kehrt so in seine Welt
zurück. Nun begreift er auch warum er sich bisher in der Menschenwelt nicht
wohlgefühlt hat. Jack und seine Verbündeten begeben sich nach Brum, wo sie auch
noch den Edelstein des Frühlings für Imbolc finden sollen. Diese hat nicht mehr
viel Lebenszeit und ist auf der Suche nach ihrer Nachfolgerin, der Schildmaid.
Es wird vermutet, dass es Katherine ist aber es kommt
alles ganz anders …
„Hyddenworld: Der Frühling“ von William Horwood ist ein
Komplexer Fantasyroman. Die Handlung wird abwechselnd in der Menschen- und der
Hyddenwelt erzählt, beide Erzählstränge werden immer wieder miteinander
verbunden.
Die stetig wechselnden Handlungsorte waren anfangs etwas
ungewöhnlich aber wenn man sich einmal eingelesen hat, klappt es ganz gut.
Horwood erzählt die Handlung aus Sicht verschiedener
Protagonisten, deren Verbindungen zueinander dem Leser nahegebracht werden.
Jack, der Riesengeborene, und Katherine nehmen, neben den
Hydden, einen zentralen Platz in der Geschichte ein. Beide sind liebenswert,
etwas hitzköpfig aber auch sehr mutig und kampfbereit. Ihre Schicksale sind miteinander
verbunden.
Die Hydden sind kleine Wesen, die sehr naturverbunden
sind. Ihre Hauptstadt ist Brum, sie liegt unterhalb der Stadt Birmingham.
Arthur Foale ist Professor für Astral-Achäologie. Er ist
überzeugt, dass es besondere Orte mit Portalen in andere Welten (Henges) gibt.
Arthur wird zur Vertrauensperson der Hydden, da er an sie glaubt.
Die Friedensweberin Imbolc ist eine müde gewordene Frau.
Ihre Lebenszeit läuft ab, daher sucht sie die Schildmaid. Imbolc ist wandelbar
und tapfer.
Der Schreibstil des Autors ist sehr altmodisch. Dies
passt aber sehr gut zur Welt der Hydden. Deren Welt wird wunderschön
beschrieben, man hat als Leser das Gefühl, man ist Gast in dieser Welt. Die
Figuren wirken ebenfalls sehr lebendig.
Die kurzen Kapitel, die am Anfang sehr
gewöhnungsbedürftig sind, ziehen den Leser mit. Und obwohl die Spannung nicht
durchweg vorhanden ist, man möchte als Leser trotzdem wissen wie die Geschichte
weitergeht.
Da es sich um den Auftaktband einer Tetralogie handelt
ist das doch sehr überraschende Ende für meinen Geschmack ein wenig zu offen.
Es bleiben Fragen bestehen.
Fazit:
Mit „Hyddenworld: Der Frühling“ hat William Horwood einen
gelungenen Auftakt einer Reihe geliefert.
Dieser Roman ist besonders für anspruchsvolle
Fantasyleser geeignet und macht Lust auf mehr.
Das schöne Buchcover und die gelungene Gesamtgestaltung
runden das Ganze ab.
Vielen Dank an lovelybooks und den Klett-Cotta Verlag für
dieses Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja T.) veröffentlicht.

Gelesen: “Elfenmagie” von Sabrina Qunaj

 

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Taschenbuch: 976 Seiten
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Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar
2012)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3746627389
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ISBN-13: 978-3746627380

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Inhalt:
Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung
Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem
Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin
Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu
verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora
in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines
Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.
 

Meine Meinung:
Vanora wächst ohne ihre Mutter wohlbehütet bei ihrem
Vater auf.
Eines Tages taucht ein dunkel gekleideter Mann auf dem
Hof ihres Vaters auf, bei dem Vanora in die Lehre gehen soll. So lernt sie allerlei
Sachen, wie Bogenschießen oder auch Geschichten über die Elfen. Als Glendorfil,
so der Name des Mannes, plötzlich und unerwartet wieder verschwindet, glaubt
Vanora alles was er ihr über die Elfen erzählt hat sei frei erfunden.
Jahre später lernt Vanora Eamon kennen, der ihr letztlich
die Wahrheit über sie erzählt. Sie ist eine Halbelfe und ihre Bestimmung ist es
das Elfenreich Elvion wieder zu vereinen.
Allerdings ist da noch Alkariel, die Königin der
Lichtelfen, die ebenfalls an Vanora interessiert ist …
In ihrem Debütroman „Elfenmagie“ entführt Sabrina Qunaj
den Leser in eine einzigartige fantasiereiche Welt. Obwohl dieses Buch knapp
1.000 Seiten umfasst wird die Handlung niemals langweilig, die Spannungskurve
konstant hochgehalten.
Die Charaktere sind alle samt sehr liebevoll und
detailreich ausgearbeitet, so dass es ein Leichtes ist sich mit ihnen zu identifizieren.
Vanora, die Halbelfe, in deren Hand das Schicksal von
Elvion liegt, ist eine sympathische junge Frau. Obwohl sie bereits sehr viel
Leid ertragen musste wirkt sie aufgeschlossen und lebensfroh. Im Laufe des
Buches wird sie reifer, sie wächst mit ihren Taten. Vanora habe ich von Anfang
an sehr gemocht.
Glendorfil, de Elf, der Vanoras Lehrmeister war, ist
derjenige, der immer für andere da ist. Er wirkt sehr weise, ist er doch der
älteste Elf in Elvion. Sein Ende kam für mich sehr überraschend und seine
letztendliche Verbindung mit Vanora erscheint im Nachhinein logisch.
Eamon, der König des Schattenreichs, möchte Vanora immer
und überall beschützen. Er liebt sie, jedoch anders als sie ihn. Durch seine
Verliebtheit vergisst er jedoch des Öfteren seine wirklichen Pflichten.
Mit Nevliin, dem Fürsten von Valdoreen, hatte ich am
Anfang so meine Probleme. Er kommt unnahbar und geheimnisvoll daher, doch dies ändert
sich im Verlauf des Buches. Er und Vanora entdecken ihre Gefühle füreinander,
wodurch Nevliin menschlicher wird. Sein Leid am Ende des Buches war schwer zu
ertragen.
Die „Böse“ in „Elfenmagie“ ist ganz klar Alkariel, die
Königin der Lichtelfen. Sie ist machtbesessen und geht über Leichen. Sie war
mir als Leser von Anfang an unsympathisch.
Mit dem Kobold Bienli und seiner Frau Finola bringt
Sabrina Qunaj Humor ins Geschehen. Die beiden sind einfach nur liebenswürdig,
man muss sie einfach lieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und
flüssig. Sie beschreibt die Charaktere und das Land Elvion sehr bildhaft und
detailreich, man hat als Leser stets den Eindruck man ist mittendrin statt nur
dabei.
Die Handlung wird aus insgesamt 5 Perspektiven
wiedergegeben, wodurch der Leser jede Seite sehr gut kennenlernt. Durch den
stetigen Wechsel wird die Handlung komplex und das Buch gewinnt an Tiefe.
Trotzdem ist es nie zuviel, es bleibt durchweg verständlich.
Das Ende von „Elfenmagie“ ist traurig aber in sich
geschlossen. Somit fällt die Wartezeit bis Juli 2012, wenn mit „Elfenkrieg“ der
zweite Teil erscheint, nicht ganz so schwer. Dennoch freue ich mich bereits
jetzt schon auf diesen Roman und bin gespannt wie es in Elvion weiter geht.
Fazit:
Mit „Elfenmagie“ hat Sabrina Qunaj einen erstklassigen
Debütroman abgeliefert.
Es stimmt einfach alles, die liebevollen Charaktere, die
reizende Liebesgeschichte und der Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende.
Für mich der beste Fantasyroman seit langem!
Ganz klar eine absolute Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten” von Laini Taylor


Gebundene Ausgabe: 491 Seiten

Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (23. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3841421369

ISBN-13: 978-3841421364Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle
deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu
alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die
Antwort auf alle deine Fragen ist? Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist. Doch
dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …
Eine Liebe, die älter ist als die Zeit. Und ein Kampf, bei dem ALLES auf dem
Spiel steht. Der erste Band der Serie, die die Welt erobert.
Meine Meinung:
Karou, 17 Jahre alt, azurblaue Haare und Tattoos an den
Händen, geht in Prag zur Kunstakademie.
Sie begeistert ihre Mitstudenten mit Zeichnungen von fantastischen
Wesen aus einer mystischen anderen Welt. Diese beinhalten für andere viel
Fantasie, doch für Karou sind sie Wirklichkeit.
Sie hat eine Pflegefamilie, bestehend aus sogenannten Chi
mären, Wesen halb Mensch, halb Tier. Sie leben „Anderswo“ und so „reist“ Karou
täglich zwischen den Welten hin und her. Sie erledigt neben ihrem Studium für
ihren Ziehvater Brimstone, ein magischer Wunschhändler, Botengänge und
beschafft ihm Zähne, die er gegen Wünsche eintauscht.
Bevor sie in ihre eigenen vier Wände gezogen ist wohnte
Karou im Wunschladen, wo es mehrere Türen gibt, von denen Karou jedoch nicht
weiß wohin sie führen. Sie kennt nur das Portal, von wo aus sie die Botengänge
erledigt.
Eines Tage trifft sie auf ein ihr fremdes Wesen, Akiva,
ein Seraphim. Er will sie töten, doch gleichzeitig ist zwischen beiden eine
Anziehungskraft vorhanden. Es entwickelt sich eine zarte Liebesgeschichte, die
allerdings unter keinem guten Stern steht. Den die Portale weltweit gehen in Flammenauf
und Karou sieht sich plötzlich einem ihr übermächtigen Gegner gegenüber …
„Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten“ ist ein
wirklich einzigartiges Buch.
Die Handlung ist spannend und temporeich, man ist als
Leser von der ersten Seite an gefangen in einer sagenhaften fantastischen Welt.
Die Protagonistin Karou lernt der Leser als eine selbstbewusste
junge Frau kennen, die genau weiß was sie will. Sie nimmt kein Blatt vor den
Mund, ist stark und intelligent.
Doch tief in ihrem Inneren spürt Karou auch eine Leere,
denn sie weiß nicht wirklich wo sie herkommt und wer sie wirklich ist.
Akiva, der männliche Protagonist, war mir am Anfang eher unsympathisch
aber im Verlauf der Handlung gewinnt er an Charaktertiefe, wird lockerer und
sympathischer.
Zwischen ihm und Karou entwickelt sich eine Liebe, die
tief in der Vergangenheit verwurzelt ist. Er ist es auch, der Karou dabei hilft
herauszufinden wer sie ist und wo sie herkommt.
Die Nebencharaktere, da vor allem Karous Ziehvater Brimstone
und ihre beste Freundin Zuzana, sind alle samt sehr liebevoll ausgearbeitet und
interessant. Niemand wirkt fehl am Platze oder unglaubwürdig, jeder hat seinen
Platz in der Handlung.
Auch die Liaison zwischen Karou und Akiva wirkt nicht
kitschig. Sie ist wie ein kleine Pflanze, die stetig wächst. Man glaubt sie der
Autorin aufs Wort.
Der Schreibstil von Laini Taylor ist sehr angenehm und
flüssig. Teilweise ist er sogar richtig gehend poetisch. Sie scheibt sehr
bildhaft, man hat als Leser das Gefühl, man ist direkt am Schauplatz der
Handlung und sieht die Charaktere vor sich.
Am Ende des Buches bleibt der Leser zwar mit ein paar
offenen Fragen zurück, obwohl es keinen Cliffhanger und ich hoffe die
Fortsetzung lässt nicht zu lange auf sich warten.
Fazit:
In „Daughter of Smoke and Bone: Zwischen den Welten
begibt sich der Leser auf eine aufregende und spannende Reise durch eine
Fantasiewelt.
Man wird ins Buch eingezogen und erst am Ende taucht man
wieder im Hier und Jetzt auf. Es stimmt einfach alles, von der Handlung bis zu
den Charakteren.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!
Diese Rezension wurde auch hier und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: “Schattenblüte. Die Verborgenen” von Nora Melling

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 978-3862520008

Eine Liebe, stärker als der Tod
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den ­geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe ­Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind ­Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe ­würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?
(Quelle: amazon)


Ich habe dieses Buch zusammen mit noch einem weiteren von Rowohlt Verlag bekommen und war direkt von Cover beeindruckt. Ich fühlte mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.

In „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ geht es um Luisa, die durch den Krebstod ihres kleinen Bruders vollkommen die Lust am Leben verloren hat. Ihre Eltern, die selber in ihrer Trauer gefangen sind, bekommen nicht mit wie es ihrer Tochter wirklich geht und so zieht sich Luisa aus allem raus. Sie geht sogar soweit, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte.
Doch sie wird in letzter Sekunde von einem fremden, geheimnisvollen  Jungen davon abgehalten, Thursen. Luisa ist von Anfang an von Thursen fasziniert und die Sehnsucht ihn wiederzusehen treibt sie immer wieder aufs Neue in den Wald. Schließlich findet sie Thursen, zusammen mit weiteren Jugendlichen und auf Wölfen.
Die Gruppe scheint ein Geheimnis zu haben, doch zuerst erzählt Thursen Luisa nichts davon. Er rät ihr sie solle sich von ihnen verhalten aber Luisa bleibt hartnäckig. Sie kehrt immer wieder ins Lager zurück und es entwickelt sich eine junge Liebe zwischen Thursen und Luisa.

„ Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, der mich sofort mitgerissen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Sätze kurz und klar. Sie schreibt sehr gefühlvoll und detailliert und vermittelt dem Leser so ein genaues Bild über die Werwölfe, wer sie sind und weshalb sie so geworden sind.
Die Liebe zwischen Thursen und Luisa ist glaubhaft und sie wird sehr einfühlsam beschrieben ohne dabei kitschig zu wirken. Man fiebert zu jeder Zeit mit den beiden Protagonisten mit und es wird sehr schnell klar, die beiden brauchen einander um lebendig zu bleiben.

Das Buch ist aus Sicht von Luisa in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben, wodurch ihre Emotionen und Handlungen sehr gut rüberkommen. Diese fügen sich in die spannende und temporeiche Handlung ein und es wirkt an keiner Stelle des Romans langweilig.
Es beinhaltet eine gelungen Mischung aus Liebe und Freundschaft, zeigt aber auch auf, wie sehr Trauer und Verzweiflung einen Menschen hinab ziehen können

„Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist ein wunderbares Buch, was nachhält, auch nachdem man es fertig gelesen hat.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf zu erfahren wie es mit Luisa und Thursen weitergeht und zum Glück muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. „ Schattenblüte. Die Wächter“, der zweite Teil, erscheint bereits im März.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

 

Gelesen: “Isle of Night – Die Wächter” von Veronica Wolff

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268579
ISBN-13: 978-3492268578

Die Zeit im College sollte für Annelise ein willkommener Abschied von ihrem ungeliebten Vater und ihrer Stiefmutter werden. Doch dann trifft sie den geheimnisvollen Ronan, der ihr ein neues Leben verspricht – wenn sie den Mut dazu hat, ihm zu folgen. Auf einer mysteriösen Insel vor der Küste Englands muss sich Annelise dem Wettkampf gegen andere Rekruten stellen. Sie alle wollen zu den Wächtern gehören, einer Eliteeinheit, die sich nicht nur mit Vampiren verbündet, sondern auch gefährlichste magische Missionen zu erfüllen hat …
(Quelle: amazon)


Bei diesem Buch ist mir als erstes das Cover ins Auge gefallen. Es wirkt mystisch und dunkel, passend zur Geschichte um die Isle of Night.
Annelise, die Protagonistin aus deren Sicht das Buch erzählt wird, besitzt einen hohen IQ, was quasi ihr Eintritt zur Insel bedeutet. Als sie dort hinkommt ist sie ein normaler Teenager, in Laufe des Buches allerdings wird sie immer stärker und erkennt ihre Fähigkeiten zu nutzen. Vor allem stellt sie sich ihrer größten Angst, dem Wasser.
Auf der Insel leben neben den Mädchen, die die Ausbildung zu Wächterinnen absolvieren, noch Vampire, welche ein ziemlich großes Interesse an Annelise zu haben scheinen. Jedoch bleibt der Leser leider (noch) im Unklaren weshalb.
Und dann ist da noch Sucher Ronan, der Annelise auf die Insel im Norden gebracht hat. Er übt eine große Anziehungskraft auf Annelise aus.
Die Ausbildung der Mädchen ist teilweise recht brutal und nicht selten kommt eines der Mädchen dabei ums Leben.
Veronica Wolff verwendet in ihrem Buch eine recht einfache Sprache, so dass das Lesen recht flüssig voranschreitet.
An manchen Stellen hätte ich mir aber dennoch gewünscht, das Annelise ihre Gedanken in die Tat umsetzt.
„Isle of Night – Die Wächter“ ist der Auftakt zu einer Reihe. Dies merkt man vor allem auch daran, dass einige Fragen aufgeworfen werden, jedoch erhält man als Leser keine Antwort darauf (z.B. auf die Frage, was die Vampire wirklich von Annelise wollen). Außerdem gibt es einen Cliffhänger am Ende, jedoch ist er nicht so, dass man den zweiten Teil unbedingt sofort haben muss.

Dieses Buch hat mir trotz der offen gebliebenen Fragen recht gut gefallen.
Es ist ein gelungener Auftakt der Serie und ich werde die Geschichte um Annelise weiter verfolgen.
Es hat sich bei mir 4 von 5 Sterne verdient.