Gelesen: „MondSilberLicht“ von Marah Woolf

–         
Taschenbuch: 298 Seiten
–         
Verlag: CreateSpace (12. Juni 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 1477593780
–         
ISBN-13: 978-1477593783
Klappentext:
„Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das
Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist.“
Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben
vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie
gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu
ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen.
Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden
wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller
Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein
allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches
Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu
bröckeln…und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen
Gefühle auf.
Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch
es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen…
Meine Meinung:
Emmas Mutter stirbt bei einem Autounfall. Für Emma
bedeutet das sie muss von Washington nach Portree in Schottland zu ihrem Onkel
Ethan, dessen Frau Bree und deren 4 Kindern umziehen.
Gegen ihre Erwartungen lebt sich Emma recht schnell in
ihrem neuen Zuhause ein. In der Schule begegnet sie Calum und ist sogleich
fasziniert von ihm. Calum allerdings scheint sich überhaupt nichts aus ihr zu
machen, er ist kalt und unnahbar.
Trotz aller Vorsätze entwickelt sich zwischen Emma und
Calum eine Anziehungskraft, der sich beide letztendlich nicht mehr entziehen
können. Es kommt wie es kommen muss, die beiden verlieben sich ineinander.
Doch diese Liebe ist für beide gefährlich, denn Calum hat
ein Geheimnis …
„MondSilberLicht“ ist Marah Woolfs Debütroman und
gleichzeitig auch der Auftakt zur MondLichtSaga, die 3 Bücher umfassen wird.
Die Protagonisten Emma und Calum sind beide sehr
sympathisch. Man fühlt und leidet als Leser mit beiden intensiv mit.
Emma weckt direkt von Beginn an das Mitgefühl des Lesers.
Sie muss sich in einer neuen Umgebung zurechtfinden und bekommt hier zum Glück
Hilfe ihrer Familie.
Calum ist zu Beginn arrogant aber mit fortschreitender
Handlung wandelt er sich zu einem jungen Mann, der alles für seine Liebe tun
würde.
Auch die Nebencharaktere hat Marah Woolf realistisch und
sympathisch dargestellt. Man möchte als Leser niemanden missen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu
lesen. Durch die bildliche Darstellung der Umgebung sieht man als Leser das
hier gewählte Schottland und die Isle of Skye genau vor sich. Man fühlt sich
als Teil des Geschehens.
Die Handlung ist spannend und romantisch und die Autorin
hat alles gut durchdacht.
Geschildert wird das Geschehen aus Emmas Sicht in der
Ich-Perspektive. Man lernt so als Leser direkt ihre Gedanken und Gefühle kennen
und kann sich in sie hineinversetzen.
Das Ende ist offen und wartet mit einem Cliffhanger, der
sehr viel Lust auf den 2. Teil macht.
Fazit:
„MondSilberLicht“ von Marah Woolf ist ein super Auftakt
der Reihe rund um Emma und Calum.
Die Charaktere sind alle sympathisch und realistisch und
die Handlung fesselt bis zum Schluss.
Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine ganz klare
Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an die Autorin Marah Woolf, dass ich diesen
wunderbaren Roman lesen durfte.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner beim eBook) und hier (unter Manja Teichner beim eBook) veröffentlicht.

Gelesen: „Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter

–         
Broschiert: 298 Seiten
–         
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (10. Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 386278326X
–         
ISBN-13: 978-3862783267
–         
Originaltitel: The Goddess Test
Dieses Buch kaufen?
Das eBook?
Das Buch beim Verlag?

Klappentext:
Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als
Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter
ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten
Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so
gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht
ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben
Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für
ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod
bezahlt.
Meine Meinung:
Kate Winter ist mit ihrer schwer an Krebs erkrankten
Mutter nach Eden in Michigan gezogen. Auf ihrer neuen Schule, der Eden High,
lernt sie Ava kennen, die Kate auch gleich auf eine geheime Party auf einem
verbotenen Grundstück einlädt. Dort hat Ava allerdings einen Unfall und stirbt.
Kate versucht noch sie zu retten aber vergebens.
Plötzlich aber taucht der mysteriöse Henry bei Kate auf
und verspricht er könne Ava wieder lebendig machen. Als Gegenleistung soll Kate
jedes Jahr vom Herbst bis zum Frühling mit ihm in Eden Manor wohnen. Dort soll
sie 7 Prüfungen bestehen und dann seine Frau werden.
Kate lehnt zunächst ab, doch als sie auch noch ihre
Mutter zu verlieren droht, geht Kate auf Henrys Vereinbarung ein.
Doch es gibt jemanden, der dies zu verhindern versucht …
Mit „Das göttliche Mädchen“ entführt Aimée Carter den
Leser in die griechische Mythologie. Zudem ist das Buch der Auftakt zu einer
Triologie.
Die weibliche Protagonistin Kate ist 18 Jahre alt und
eigentlich das Leben in New York gewohnt. Durch die Pflege ihrer Mutter war sie
bisher sehr einsam, hatte nie Verabredungen und auch keine Freunde.
In Eden kümmert sich eine Krankenschwester um Kates
Mutter und so kann Kate wieder ganz Teenager sein. Im Laufe der Handlung wird
Kate immer selbstständiger. Mir war sie sehr sympathisch.
Henry, der männliche Protagonist, ist ein interessanter
aber auch sehr geheimnisvoller Charakter. Während der Handlung wird er aber
immer offener und gibt mehr von sich preis. Auch Henry war mir sehr
sympathisch.
Auch die Nebencharaktere hat die Autorin gut dargestellt,
sie sind facettenreich.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach
gehalten. Er passt gut zum Jugendbuchgenre.
Die Handlung an sich ist interessant und gut durchdacht.
Aimée Carter bringt immer wieder neue Dinge der Mythologie ein und so bleibt es
spannend und überraschend und man möchte als Leser wissen wie es weitergeht.
Das Ende hat mich ebenfalls überrascht, kam mir
allerdings ein wenig schnell. Es bleiben recht viele Fragen offen, die
neugierig auf den zweiten Band „Die unsterbliche Braut“ machen, der im November
2012 erscheinen soll.
Fazit:
„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter ist ein wirklich
toller Auftakt einer Triologie rund um die griechische Mythologie. Die Handlung
ist interessant und spannend und die Charaktere sind sympathisch.
Ein wirklich sehr gutes Buch.
 
Vielen Dank an den Mira Taschenbuchverlag für das
bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Mondscheinbiss“ von Janin P. Klinger

–         
Broschiert: 204 Seiten
–         
Verlag: Sieben-Verlag (Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3864430607
–         
ISBN-13: 978-3864430602
Klappentext:
Serena Love Baltimore verdient ihren Lebensunterhalt als
Lieutenant beim NYPD. Dass sie eine Werwölfin ist, geht nicht unbedingt jeden
etwas an. Ihre Familie, ein wildes Werwolfsrudel, hat sich damit abgefunden,
dass sie in ihrem Job schon mal ihr Leben riskiert. Was jedoch die
Beschützerinstinkte ihrer Brüder auf Hochtouren laufen lässt, ist die Tatsache,
dass sie ein Verhältnis mit dem Top-Profiler Jason LaFavre hat. Denn Jason ist
nicht nur ihr Liebster, sondern obendrein ein Vampir und somit Persona non
grata in Werwolfkreisen. Als ein Serienkiller es auf Serena abgesehen hat,
scheint das zerbrechliche Friedensgeflecht zu zerreißen, und stellt nicht nur
die Liebe von Serena und Jason auf eine harte Probe.
(Quelle: Sieben Verlag)
Meine Meinung:
Serena Love Baltimore ist ein Lieutenant in New York.
Kaum einer ihrer Kollegen weiß, dass sie eine Werwölfin ist. Sie ist mit Jason
LaFavre, einem Profiler und seines Zeichens Vampir, zusammen und die beiden
sind glücklich. Serenas Familie, ein Werwolfsrudel, ist von dieser Verbindung
gar nicht begeistert, denn zwischen Werwölfen und Vampiren herrscht eine
natürliche Feindschaft. Diese wurde zwar weitgehend beigelegt aber sie keimt
doch immer wieder auf.
Als ein Serienkiller aus Serenas aktuellem Fall es auf
die junge Polizistin abgesehen hat sind sowohl ihre Familie als auch Jason in großer
Sorge. Denn je weiter Serena mit ihren Ermittlungen vorankommt, desto
gefährlicher wird es nicht nur für sie …
„Mondscheinbiss“ ist Janin P. Klingers Debütroman. Ich
habe schon recht viele Bücher über Vampire und Werwölfe gelesen, doch dieser hier
ist erfrischend anders. Die Autorin bringt neue Ideen ein und so hebt sich der
Roman von der breiten Masse dieses Genres ab.
Serena ist eine sympathische Protagonistin. Sie ist von
Geburt an eine Werwölfin, wovon aber nur wenig wissen. Serena ist wunderschön,
durchtrainiert und weiß genau was sie will.
Ihr Liebster Jason, Profiler und Vampir, war mir
ebenfalls sofort sympathisch. Er sieht gut aus, liebt Serena sehr und möchte
sie beschützen.
Die Liebe der beiden steht aufgrund der Feindschaft
zwischen Vampir und Werwolf unter keinem guten Stern. Die beiden machen aber
das Beste daraus, auch wenn sie bei Serenas Familie anecken.
Auch die Nebencharaktere hat Janin P. Klinger gut
ausgearbeitet. Hier ist mir besonders Serenas Familie in Erinnerung geblieben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und
fesselnd. Sie beschreibt alles sehr detailreich, was das Lesen zusätzlich zu
einem Genuss gemacht hat.
Der Roman ist durchweg spannend gehalten. Immer wieder
gibt es Rückblenden in die Vergangenheit. So erfährt man als Leser mehr über
den Beginn der Liaison von Serena und Jason und auch über die Vergangenheit der
Werwolffamilie.
Manchmal ist der Übergang zwischen Vergangenheit und
Gegenwart etwas zu flüssig gestaltet, dies hat aber beim Lesen nicht wirklich
gestört.
Das Ende des Buches lässt Raum für eine eventuelle
Fortsetzung. Es ist aber Gott sei Dank kein gemeiner Cliffhanger.
Ich würde mich jedenfalls sehr freuen in Zukunft mehr von
Serena und Jason zu lesen.
Fazit:
„Mondscheinbiss“ von Janin P. Klinger ist ein rundherum
gelungenes Debüt. Der Roman ist spannend, die Charaktere sind sympathisch und
die Handlung ist interessant.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.
 
Vielen Dank an den Sieben Verlag für das bereitgestellte
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Die Geliebte des Meisterspions“ von Joanna Bourne

–         
Broschiert: 453 Seiten
–         
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (10. Mai 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 380258676X
–         
ISBN-13: 978-3802586767
Klappentext:
Der britische Meisterspion Robert Grey reist nach
Frankreich, um die berüchtigte Spionin Annique Villiers aufzuspüren. Durch
einen Zufall landen beide in derselben Gefängniszelle und müssen
zusammenarbeiten, um sich zu befreien. Robert glaubt, dass Annique wertvolle
Informationen über Napoleons geplanten Angriff auf England besitzt. Er will sie
deshalb nach London bringen. Doch Annique gelingt es ein ums andere Mal, sich
ihm zu entziehen. Und Robert muss schon bald feststellen, dass die schöne
Französin tiefere Gefühle in ihm weckt.
Meine Meinung:
Annique Villiers ist Frankreichs berüchtigtste Spionin.
Ihr Spitzname lautet „Die Füchsin“.
Als ihr geheimnisvolle Kriegspläne in die Hände fallen,
wird Annique gefangen genommen. Um aus ihrem Kerker herauszukommen verbündet
sie sich mit dem englischen Spion Robert Grey und dessen Begleiter. Den dreien
gelingt tatsächlich die Flucht.
Auf ihrem Weg an die Küste entfacht zwischen Annique und
Grey eine feurige Leidenschaft und Liebe.
Doch kann Annique diese Gefühle zulassen? Oder begeht sie
so Verrat an ihrem Heimatland?
„Die Geliebte des Meisterspions“ von Joanna Bourne ist
ein Roman aus dem Genre Romantic-History. 
Für mich war dieser Debütroman der Autorin das erste Buch aus diesem
Bereich.
Die Protagonistin Annique ist eine der besten Spioninnen Frankreichs.
Sie ist intelligent und wunderschön. Die meiste Zeit wirkt sie selbstsicher
aber Annique hat auch eine andere Seite. Immer wieder scheint sie ängstlich zu
sein. Dadurch wird sie menschlicher und als Leser kann man sich gut in sie
hineinversetzen.
Robert Grey, der englische Spion, ist ebenso ein schlauer
und starker Mann. Er ist der perfekte Liebhaber für Annique. Jedoch wirkt er
auch undurchsichtig, denn er wechselt häufig vom Liebhabe zum knallharten
Spion.
Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Handlung
zwischen den beiden entwickelt hat Joanna Bourne sehr gut beschrieben. Sie ist
feurig und leidenschaftlich.
Auch die Nebencharakter wurden von der Autorin gut
ausgearbeitet. Hier ist mir besonders Greys Begleiter Doyle in Erinnerung
geblieben. Er ist nicht nur Berater sondern auch Freund.
Mit Leblanc hat Joanna Bourne einen sehr gut
beschriebenen Bösewicht erschaffen. Er ist arrogant und möchte einfach nur
seine Ziele durchsetzen, ganz egal was es kostet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker.
Allerdings hat man als Leser manchmal das Gefühl die Sprache passt nicht zu der
Zeit, wo die Handlung spielt. Sie ist oftmals ein wenig zu modern.
Die Handlung selber ist spannend aber auch sehr
geradlinig. Es wird nichts nebenher geschildert.
Gerade am Anfang ist es zudem schwierig am Ball zu
bleiben und einen Bezug zu den handelnden Personen aufzubauen, da bei den
vielen Dialogen nicht immer sofort klar ist wer eigentlich gerade spricht. Dies
legt sich aber nach ein paar Seiten von selbst.
Fazit:
„Die Geliebte des Meisterspions“ von Joanna Bourne ist
ein gutes Buch für unterhaltsame Lesestunden. Es ist gar nicht so langweilig
wie es das Genre vielleicht vermuten lässt.
Liebhaber historischer Romane sind mit diesem Buch gut
beraten.
Vielen Dank an „Die Leser-Welt liest & lauscht“ und
den Egmont Lyx Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.
Außerdem ist sie bei „Die Leser-Welt liest & lauscht“ als Gastrezension (manja82) zu lesen.

Gelesen: „Du oder der Rest der Welt“ von Simone Elkeles

–         
Taschenbuch: 384 Seiten
–         
Verlag: cbt (9. November 2011)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3570307719
–         
ISBN-13: 978-3570307717
Klappentext:
Das Letzte, was Carlos Fuentes will, als er zu seinem
Bruder Alex zieht, ist, es diesem gleichzutun. Denn weder ist Carlos bereit,
auf sein Image als »Bad Guy« zu verzichten, noch mag er sich wie Alex und
dessen Freundin Brittany in eine feste Beziehung begeben. Und schon gar nicht
will Carlos sich auf seine Mitschülerin Kiara einlassen, denn sie ist das
exakte Gegenteil der Mädchen, auf die er bislang abfuhr. Auch Kiara hat alles
andere im Sinn, als mit einem arroganten Latino-Macho wie Carlos anzubandeln.
Und doch ziehen sich Kiara und Carlos magisch an – und riskieren damit mehr,
als sie je geglaubt hätten. Denn selbst wenn Carlos Kiara zuliebe sein ganzes
bisheriges Leben über den Haufen wirft – in seiner ehemaligen Gang gibt es
Leute, die das unter keinen Umständen zulassen wollen…
Meine Meinung:
Carlos wird von seiner Mutter zu seinem Bruder Alex und
dessen Freundin Brittany geschickt. Dies passt Carlos so gar nicht, denn dort
muss er sich an Regeln halten.
Bei einer Drogenrazzia in der Schule werden in Carlos´
Spind Drogen gefunden, von denen Carlos nichts weiß.
Als Konsequenz muss er nun an einem
Resozialisierungsprogramm teilnehmen und zu allem Überfluss noch zu den
Westfords ziehen. Dort gibt es nicht nur noch viel mehr Regeln, nein es ist
auch das Zuhause von Kiara, seiner Mitschülerin. Ihr wurde Carlos bereits am
ersten Schultag zugeteilt, sie sollte ihn in die neue Schule einführen.  Beide können sich nicht ausstehen.
Doch dadurch, dass sie nun zusammen wohnen, verbringen
sie Zeit miteinander und so kommt es dazu, dass sie Gefühle füreinander
entwickeln.
Allerdings ist da noch eine Drogengang, die ein Auge auf
Carlos geworfen hat …
„ Du oder der Rest der Welt“ von Simone Elkeles ist der
zweite Teil der „Du oder“ – Triologie. Den ersten Teil kenne ich nicht aber
dies war für mich gar kein Problem, ich kam gut in die Handlung hinein.
Die Autorin hat die Protagonisten sehr gut
herausgearbeitet. Beide haben ihre Ecken und Kanten und kommen dadurch sehr
glaubwürdig und sympathisch rüber.
Carlos ist ein Macho. Er mag dieses „Bad Guy“ Image und
tut alles dafür, dass es ihm auch erhalten bleibt. Hinter dieser harten Schale
verbirgt sich jedoch ein weicher Kern. Carlos ist ebenso verletzlich und
sensibel  und hat Angst erneut verlassen
zu werden.
Kiara ist das komplette Gegenteil zu Carlos. Sie ist taff
und weiß was sie will. Sie ist ziemlich dickköpfig und hat eine Sprachstörung,
bei Aufregung fängt sie an zu stottern.
Beide ergänzen sich sehr gut und es kommt nicht von
ungefähr, dass sie sich ineinander verlieben.
Auch die Nebencharaktere, hier ist mir vor allem Kiaras
Vater gut in Erinnerung geblieben, wurden gut dargestellt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und frisch. Sie
beschreibt alles sehr gefühlvoll und das Buch ist leicht zu lesen.
Die Kapitel sind abwechselnd aus Carlos’ und Kiaras Sich
geschrieben. So lernt man als weiblicher Leser auch die Gefühle und Gedanken
des männlichen Parts sehr gut kennen.
Als Erzählperspektive hat Simone Elkeles die Ich-Perspektive
gewählt.
Das Ende des Buches ist ein spannender Showdown, der aber
vielleicht ein wenig zu schnell kam.
Besonders schön ist der Epilog zu lesen. Dort erfährt man
als Leser, wie es den Charakteren in einigen Jahren geht.
Fazit:
„Du oder der Rest der Welt“ von Simone Elkeles ist ein
Roman über die Liebe zweier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Die Charaktere sind toll und die Handlung ist spannend.
Eine ganz klare Leseempfehlung.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Ich gegen dich“ von Jenny Downham

–         
Broschiert: 384 Seiten
–         
Verlag: cbt (26. März 2012)
–         
Sprache: Deutsch
–         
ISBN-10: 3570161382
–         
ISBN-13: 978-3570161388
Klappentext:
Eigentlich will Mikey sich an Tom, dem Sohn aus guter
Familie, rächen, der seine Schwester vergewaltigt hat und – wie es aussieht – ungestraft
davonkommt. Doch dann verliebt er sich in Ellie, Toms Schwester. Und die Sache
wird kompliziert. Wie viel kann diese Liebe aushalten?
Meine Meinung:
Mikey und Ellie leben in zwei ganz unterschiedlichen
Welten. Mikey wohnt in einer Sozialwohnung, zusammen mit seiner trinkenden
Mutter und seinen beiden jüngeren Schwestern.
Ellie hingegen kommt aus reichem Hause und ist ein echtes
Musterkind.
Das Schicksal führt die beiden jedoch auf gemeinsame
Wege. Mikeys Schwester Karyn beschuldigt Ellies Bruder Tom sie vergewaltigt zu
haben. Es scheint aber so als ob die Star-Anwälte und das Geld von Ellies
Eltern Tom durch die Verhandlung boxen und er ohne Strafe davonkommen könnte.
Mikey will das nicht so hinnehmen und sinnt für Karyn auf
Rache. Er beschließt sich an Ellie heranzumachen umso Informationen über Tom zu
bekommen. Er möchte Tom fertig machen.
Allerdings hat Mikey die Rechnung ohne die Liebe gemacht …
In „Ich gegen dich“ greift Jenny Downham ein ebenso
brisantes wie auch sensibles Thema auf, die Vergewaltigung einer Jugendlichen.
Vor diesem Hintergrund lernt man als Leser die
eigentlichen Protagonisten kennen.
Mikey, der männliche Part, ist nach außen hin ein
ziemlich selbstbewusster und cooler Typ. Er hat das Herz aber an der richtigen
Stelle und für seine Familie würde er alles tun. Da sich seine Mutter immer
öfter aus allem zurückzieht ist er es, der sich um die beiden jüngeren Mädchen
kümmert. Als es nun so aussieht, dass Tom ohne Bestrafung davonkommt, hat Mikey
nur noch eines im Sinn, Rache für Karyn.
Ellie ist ein braves Mädchen. Sie kommt aus gutem Hause
und ist strebsam. Sie liebt ihre Familie ebenfalls über alles und wünscht sich
nur das Beste für sie. Nach außen hin wirkt Ellie stark aber sie ist auch
verletzlich und die Position der Hauptzeugin nimmt sie im Laufe der Handlung
doch sehr mit.
Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch.
Die Gefühle, die die beiden füreinander entwickeln,
bringen so einige Schwierigkeiten mit sich.
Nicht nur Mikey und Ellie stellt die Autorin genau vor,
nein auch die Nebencharaktere sind gut herausgearbeitet.
Karyn, das Opfer, ist verängstigt und verkriecht sich in
der Wohnung.
Mikeys Mutter ist mit allem überfordert und zieht sich
verzweifelt aus dem Familienleben zurück.
Und Tom, der Täter, wird an den Pranger gestellt. Er ist
aber nicht durchweg böse und hat Angst vor den Konsequenzen, die der Prozess
mit sich bringen könnte.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und berührend. Er
passt sich den jeweiligen Charakteren und der Situation entsprechend an.
Die Handlung wird abwechselnd aus Mikeys und Ellies Sicht
geschildert. Durch diese Perspektivenwechsel hat der Leser die Chance beide
Seiten kennenzulernen. Die Autorin geht sehr intensiv auf die Gefühle der
Protagonisten ein.
Der Spannungsbogen schwankt während des Buches immer
wieder. Zu Beginn wirkt die Handlung etwas langatmig, nimmt dann aber an Fahrt
auf und fesselt den Leser an die Seiten. Zum Ende allerdings lässt die Spannung
wieder etwas nach.
Das Ende seinerseits wird ein wenig abgehackt. Es ist im
Grunde offen, so dass man sich als Leser selber seine Gedanken zum Ausgang des
Prozesses machen kann.
Fazit:
„Ich gegen dich“ von Jenny Downham ist ein Buch, welches
den Leser zum Nachdenken anregt.
Es ist dramatisch, mit sympathischen Charakteren und
immer wieder unerwarteten Wendungen.
Auch ohne wirklichen Spannungsbogen ist es ein sehr gutes
Buch.
 
Vielen Dank an den cbt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.