Gelesen: „Fünf“ von Ursula Poznanski


Gebundene Ausgabe: 384 Seiten

Verlag: Wunderlich
(16. Februar 2012)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3805250312

ISBN-13:
978-3805250313Dieses Buch kaufen?

Inhalt:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf
ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet
ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel,
dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In
einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per
GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin
Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen,
wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den
Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer
Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird …
Meine Meinung:
Mitten im Salzburger Land, auf einer Kuhweide, wird eine
Frauenleiche gefunden. Offenbar ist die Tote von einem Felsen gestürzt.
Beatrice Kaspary, Mutter zweier Kinder, und Florin
Wenninger, beide LKA-Beamte, werden zu diesem Fall gerufen. Was auffällig ist,
auf den Fußsohlen der Toten sind Zahlen eintätowiert, anscheinend Koordinaten.
Es beginnt ein perfides Spiel, wo ein Serienmörder das
Ermittlerduo anhand von Rätseln in Form von Koordinaten dirigiert. An jedem
neuen Ort finden die beiden immer wieder amputierte Körperteile von Opfern und
jedes Mal gibt es neue Hinweise.
Als die Ermittlungen ins Stocken geraten nimmt der Täter
sogar per SMS Kontakt zur Kommissarin auf und schickt ihr verschlüsselte
Botschaften, welche auf ein traumatisches Ereignis in ihrer Vergangenheit
anspielen.
Ist die Beamtin nun selber das Ziel und welche Verbindung
gibt es zwischen den Toten?
Es scheint aussichtslos, denn egal wie schnell das Duo
die Rätsel löst, der Täter scheint immer einen Schritt voraus…
Mit „Fünf“ hat Ursula Poznanski ihren ersten Roman im
Erwachsenenbereich veröffentlicht.
Und es ist wirklich ein Thriller, der Spannung
verspricht. Angesiedelt ist die Handlung in der Geocacher-Szene. Wer damit
nicht anfangen kann, so wie ich vor diesem Buch, der braucht sich jedoch keine
Sorgen machen. Frau Poznanski hat auch an uns unwissende Leser gedacht und
führt immer wieder Erläuterungen zum Thema Geocaching an.
Das Buch selber startet recht rasant, man wird regelrecht
ins Geschehen hineingezogen. Leider gibt es des Öfteren einen Spannungsabfall,
was ich ein wenig schade finde.
Die Charaktere Beatrice und Florin sind beide sehr
sympathisch und kommen glaubhaft rüber. Vor allem aber ist es Beatrice, die
selber mit in den Fall gezogen wird, zu der man als Leser, vor allem als
weiblicher, eine Bindung aufbaut. Bei ihr kommen zur Ermittlerarbeit noch
private Probleme hinzu.
Sowohl sie als auch Florin werden durch eben diese
Einblicke ins Privatleben menschlicher.
Im Laufe des Buches versucht Frau Poznanski den Leser
immer wieder auf die falsche Fährte zu führen. Man tappt ähnlich wie die
Ermittler relativ lange im Dunkeln.
Die Lösung des Rätsels am Ende ist durchaus gelungen, für
mich kam sie unerwartet. Es bleiben dennoch keine Fragen offen.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Es gibt so gut
wie keine Perspektivenwechsel. Nur ab und an werden Einblicke auf die Taten des
Mörders eingeschoben.
Fazit:
„Fünf“ ist alles in allem ein gelungener Thriller, bei
dem durchaus auch Krimifans auf ihre Kosten kommen.
Das Geschehen ist nicht zu abartig und wird nicht zu
detailliert beschrieben.
Auf jeden Fall lesenswert.
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses
Rezensionsexemplar.
Diese Rezension wurde auch hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) veröffentlicht.

Gelesen: „Flammenmond“ von Rebekka Pax

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282490
ISBN-13: 978-3548282497

In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, bricht Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel – sogar seine große Liebe…
(Quelle: amazon)

Da ich ein paar Tage zuvor bereits den ersten Teil dieser Vampirreihe von Rebekka Pax gelesen habe, konnte ich es kaum erwarten wieder in diese Vampirwelt zu tauchen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Ich halte es aber nicht für unbedingt notwendig das man den ersten Teil gelesen haben muss, denn Frau Pax schildert die Vampirhierachie in „Flammenmond“ sehr deutlich. Es gibt auch immer wieder kleine Rückblenden, die es dem Leser erleichtern in der Handlung Fuß zu fassen.
Wieder dreht sich alles um Julius und Amber, es kommen aber noch weitere, sehr gut ausgearbeitete Charaktere hinzu.
Julius ist in diesem Teil der Part, der überlegen und erfahren handelt. Mittlerweile ist er auch ein Vampirmeister und er wächst weiter an seinen Aufgaben.
Amber hingegen wirkt diesmal ein wenig leichtsinnig. Sie setzt den Erfolg der Befreiung von Brandon öfter auf Spiel.
Der „Bösewicht“ diesmal heißt Nathaniel Coe. Er ist Brandons ehemaliger Meister. Seine Foltermethoden werden sehr genau und brutal beschrieben und sind meiner Meinung nach nichts für schwache Nerven.

Auch in „Flammenmond“ hat Frau Pax wieder ein Extra eingebaut. Es handelt sich um einen Edelstein, den Turmalin, welcher die Verbindung zwischen Meister und Jungvampir kappen kann. Diesen nutzt vor allem Coe.

Der Schreistil von Rebekka Pax ist wieder sehr flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen.
Die Perspektiven wechseln wieder zwischen der Ich-Perspektive von Julius und der Er-Perspektive der anderen Charaktere. Somit wird dem Buch und den Handelnden Lebendigkeit vermittelt.
Die Handlung ist von Anfang an spannend und fesselt den Leser bis zum Schluss. Obwohl es fast nur um die Befreiung Brandons geht kommt keine Langeweile auf.

„Flammenmond“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Septemberblut“, kann aber auch eigenständig als Roman bestehen.
Die Handlung ist zwar brutaler als im ersten Teil aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Alles in Allem ein sehr gutes Buch.

 

Gelesen: „Welt aus Staub“ von Stephan R. Bellem

Broschiert: 397 Seiten
Verlag: Ueberreuter (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380009553X
ISBN-13: 978-3800095537

Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.
(Quelle: Ueberreuter Verlag)

Der dystopische Roman „Welt aus Staub“ stammt von Stephan R. Bellem.
Vor diesem Hintergrund lernt der Leser die Protagonisten kennen.
Sam ist Angestellter bei Food Corp. Er lebt im oberen Komplex der Megacity. Für ihn und seine Freunde spielt Geld nur eine untergeordnete Rolle. Sie haben ein Heim, ihnen geht es gut.
Tessa ist 17. Sie schlägt sich als Prostituierte durchs Leben. Sie wohnt im unteren Komplex der Stadt und oft weiß sie nicht ob sie den nächsten Tag noch erleben wird.
Wie Tessa lebt auch Elaine im unteren Komplex, sie ist jedoch finanziell relativ abgesichert. Sie ist eine sogenannte „Försterin“, was nichts anderes bedeutet als das sie Pflanzen schmuggelt. Es ist nicht minder gefährlich aber Elaine hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden.
Daniel, genannt Danny, ist Sams Freund. Er lebt genau wie er im oberen Komplex und ist ebenso Angestellter bei Food Corp.

Jedoch scheint er etwas entwickelt zu haben was seinem Arbeitgeber hohen Schaden zufügen könnte.
Es kommt wie es kommen muss, Danny wird seine Entdeckung zum Verhängnis und die 3 anderen Charaktere werden durch verschiedene Handlungsstränge zueinander geführt. Danny hat der Welt etwas hinterlassen, das sie ändern könnte …

Stephan R. Bellem entführt den Leser in „Welt aus Staub“ in eine sehr dunkle Welt. Diese Dunkelheit zieht sich durch das gesamte Buch, manchmal wirkt sie sogar ein wenig beklemmend.
Es werden immer wieder neu Fragen aufgeworfen, wodurch die Handlung durchweg spannend gehalten wird. Immer wieder habe ich mich beim Miträtseln ertappt, ich wollte das Puzzle unbedingt zusammen setzen.
Die Handlungsstränge wirken gut durchdacht, jedoch war es an manchen Stellen ein wenig kompliziert.
Aufgrund der wechselnden Perspektiven hat man als Leser einen Vorsprung an Wissen gegenüber dem jeweils Handelnden jedoch nutzt dies wenig, denn der Autor verschleiert die Lösung immer wieder gekonnt. Es ist nichts vorhersehbar und erst am Ende passen die einzelnen Teile zusammen.

Der sprachliche Stil des Autors ist strukturiert und geradlinig. Er beschreibt die Umgebung sehr bildhaft, manchmal ist es jedoch zu viel des Guten, wie ich finde.
Die Charaktere sind alle samt liebevoll ausgearbeitet und wirken glaubhaft.


Mit „Welt aus Staub“ hat Stephan R. Bellem eine Dystopie geschaffen, die sich aus der derzeitigen Masse abhebt. Die Welt in die er uns entführt ist grausam, es wird nicht beschönigt.
Allerdings würde ich auf Grund dessen das Buch nicht unbedingt einem Jugendlichen empfehlen. Ich finde es ist eher etwas für Erwachsene. Mir hat es sehr gefallen das Buch zu lesen, allerdings hoffe ich, dass diese Zukunftswelt niemals so eintreten wird.

 

Gelesen: „Die Seelenwächterin: Im Zeichen der Krähe 1“ von Jeri Smith-Ready

Broschiert: 460 Seiten
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899419758
ISBN-13: 978-3899419757

Es ist die dunkelste aller seherischen Gaben, die Rhia besitzt: Ihr Totemtier, die Krähe, schenkt ihr das Wissen über den nahenden Tod. Rhia weiß: Es macht sie mächtig und verletzbar zugleich. Sie muss fort von ihrem Heimatdorf, nach Kalindos, wo die Krähenfrau Coranna sie in die Geheimnisse des Totenvogels einweihen wird. Schon auf dem Weg dorthin begegnet ihr der geheimnisvolle Wolfmann Marek, der sie in einer sternenklaren Nacht zur Liebe verführt. Wenig später im neuen Dorf angekommen, muss Rhia ein großes Opfer bringen. Coranna verlangt, dass Rhia stirbt und sich wiederbeleben lässt. Nur dann kann sie Weisheit erlangen – und ihrem Volk im Krieg mit den Abtrünnigen beistehen!

Zu Beginn des Buches hatte ich ziemliche Probleme in die Geschichte zu kommen.
Die Autorin hat einen poetischen Schreibstil gewählt, der mich nicht so angesprochen hat. Die Geschichte selber aber ist recht spannend und interessant.

Man wird als Leser in eine Welt entführt, wo Tiere und Pflanzen eine sehr große Rolle spielen. Menschen können sich in Tiere oder Ähnliches verwandeln. Es gibt einen spirituellen Touch aber nichts wird richtig aus der Wirklichkeit übernommen.
Im Vordergrund der Geschichte steht Rhia, ein junges Mädchen, die von einem Wolfmann, Marek, zu Coranna gebracht werden soll. Rhia lässt sich von Marek zu einer Liebesnacht hinreißen. Was Marek nicht ahnt, sie verspürt eine tiefe Zuneigung zu ihn.
Doch ehe sich Rhia weitere Gedanken um ihre Gefühle machen kann, verlangt Coranna, dass Rhia sterben soll und sich dann wiederbeleben lassen soll. Dies diene dazu, dass sie den Tod im vollen Ausmaß kennenlerne.

Dieser erste Band der Trilogie dient der Vorstellung der Personen. Rhia und ihre Familie werden recht genau beschrieben, man lernt sie im alltäglichen Geschehen besser kennen.
Die Romanze zwischen Marek und Rhia wird sehr verhalten eingebunden. Sie existiert zwar aber nur im Hintergrund.
Auch die Gegner werden leider nur kurz angesprochen, man erfährt nicht so viel über sie.
Rhia scheint nichts desto trotz eine recht starke Persönlichkeit zu sein und sie tut alles für ihre Gaben, damit sie vorankommt.
Coranna hingegen ist für mich eine eher zwielichtige Person. Sie will Rhia zwar helfen, verfolgt aber auch eigene andere Interessen.

Am Ende bleibt alles ein wenig schwammig erzählt. Zwar kann die Geschichte mit ihren Figuren an sich punkten aber irgendwie wirken sie trotzdem recht flach. Die Verbindung zu ihnen fehlt.

„ Die Seelenwächterin“ ist für diejenigen geeignet, die Geschichten mögen, die sich vor allem auf die Personen konzentrieren.
hat Potenzial aber gerade im Mittelteil ist alles ein wenig oberflächlich gehalten.
Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen und ob ich mich an die Fortsetzung wage weiß ich noch nicht wirklich.

 

Gelesen: „Julia für immer“ von Stacey Jay

Gebundene Ausgabe: 344 Seiten
Verlag: Egmont Ink (9. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863960211
ISBN-13: 978-3863960216
Originaltitel: Juliet Immortal

Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304? Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinander finden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden und kämpft auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre jeweilige Mission. Jahrhunderte später erwacht Julia im Körper des Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandten trifft sie zu ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein, wenn auch anders als jemals vorstellbar…In „Julia für immer“ schreibt Stacey Jay über die junge Julia, welche als Botschafterin des Lichts für die Liebenden kämpft. Zu diesem Zweck bewohnt sie vorübergehend den Körper ihrer Schutzbefohlenen um zwei Seelenverwandte zueinander zu führen.
(Quelle: amazon)


In diesem Buch ist es Ariel Dragland, deren Körper Julia bezieht.
Ariel wohnt in Solvang, einem Ort in Kalifornien.
Julias Einsätze finden für gewöhnlich etwa alle 50 Jahre statt, wofür sie den Nebel des Nichts verlässt. Diesmal aber sind nur ungefähr 15 Jahre vergangen und schnell wird ihr klar, irgendwas ist anders dieses Mal.
Ihre Kräfte schwinden und dann ist auch noch Romeo, Söldner der Apokalypse, direkt in ihrer Nähe. Einst haben sich die beiden geliebt, doch nun sind sie erbitterte Feinde. Sie jagen sich seit über 700 Jahren, mit dem einen Ziel, sich gegenseitig zu töten.
Doch auch Romeo, der unsterblich ist seit Julias Tod 1304 und durch die Körper Verstorbener wandert, in diesem Buch ist es Dylan, spürt das diesmal etwas anders ist.
Die Weichen für den letzten Kampf sind somit gestellt.

Mit „Julia für immer“ hat Stacey Jay ein Buch voller Emotionen geschaffen. Dank ihres Schreibstils im Präsens und der Sichtweise Julias weiß sie den Leser jederzeit zu fesseln.
Immer wieder werden Rückblenden in die Vergangenheit eingebaut, so hat der Leser die Möglichkeit Ariel ein wenig kennenzulernen. Ihre Seele ist zwar nicht anwesend, trotz allem spielt sie aber eine tragende Rolle.
Durch ihre Erinnerungen erfährt man als Leser, welch ein Mensch Ariel eigentlich ist. Man erfährt wie gebrochen sie doch ist und wie es um ihr Verhältnis zu ihrer Mutter Melanie gestellt ist.

Da eine Seelenverwandte Gemma, Ariels beste Freundin, ist bekommt man als Leser durch Ariels Gedanken und Erinnerungen einen guten Eindruck über Gemma.
Leider wird Gemmas Familie nur kurz angeschnitten, was ich sehr schade finde. Ich hätte gerne mehr über dieses Mädchen erfahren.

Ich hoffe Stacey Jay wird in der Fortsetzung ein paar mehr Geheimnisse lüften.
Durch Gemma lernt Julia Ben kennen. Er ist der männliche Seelenverwandte und, so glaubt Julia, für Gemma bestimmt.
Ben allerdings denkt nicht so und so verlieben sich Julia/Ariel und Ben ineinander und Ben zeigt Julia, die seit ihrem Tod 1304 nicht mehr an die wahre Liebe glaubt und an gebrochenem Herzen leidet, das es die wahre Liebe doch gibt. Der Grat zwischen Liebe und Hass ist eben doch sehr schmal.

Das Cover dieses Buches ist wahrhaft traumhaft. Wenn man ein „ INK Buch“ in den Händen hält, so kann man sich fast sicher sein, dass das Buch unter dem Schutzumschlag nicht einfach nur ein Buch ist, sondern etwas Besonderes. So auch „Julia für immer“. Die Rottöne des Schutzumschlages werden auch darunter aufgegriffen, verbunden mit Ranken, die den Bucheinband zieren.

Ich habe dieses Buch an nur 2 Abenden gelesen und immer wieder habe ich beim intensiven Mitfiebern ertappt. Als ich fertig war musste ich erst mal kurz durchatmen, so sehr hat mich dieser Roman beeindruckt.
Stacey Jay hat es geschafft mir Shakespeares Werk „ Romeo & Julia“, das ich während meiner Schulzeit nicht so wirklich mochte, auf fantastische Weise nahezubringen.

„Julia für immer“ ist eine gelungene Kombination aus Liebe, Romantik und actionreicher Spannung. Es ist eine moderne Variante von „ Romeo & Julia“, die absolut fesseln kann.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

 

Gelesen: „Schattenblüte. Die Verborgenen“ von Nora Melling

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Rowohlt Polaris
ISBN-10: 3862520005
ISBN-13: 978-3862520008

Eine Liebe, stärker als der Tod
Seit dem Tod ihres Bruders ist für Luisa nichts mehr, wie es war. Sie beschließt zu sterben. Aber kurz vor dem letzten Schritt hält jemand sie auf: Thursen nennt sich der Junge mit den ­geheimnisvollen Schattenaugen. Mit einer Gruppe ­Jugendlicher lebt er im Wald, und er spürt Luisas Schmerz. Die «Verborgenen» können ihre Gestalt ändern: Sie sind ­Werwölfe. Mit jeder Verwandlung wird Thursen mehr zum Tier – und die Erinnerungen an sein vorheriges Leben verblassen. Bald wird er ganz Wolf sein. Dann hat Luisa auch ihn verloren. Für ihre große Liebe ­würde sie alles tun. Doch reicht das, um Thursen zu retten?
(Quelle: amazon)


Ich habe dieses Buch zusammen mit noch einem weiteren von Rowohlt Verlag bekommen und war direkt von Cover beeindruckt. Ich fühlte mich sofort angesprochen und ich wurde nicht enttäuscht.

In „ Schattenblüte. Die Verborgenen“ geht es um Luisa, die durch den Krebstod ihres kleinen Bruders vollkommen die Lust am Leben verloren hat. Ihre Eltern, die selber in ihrer Trauer gefangen sind, bekommen nicht mit wie es ihrer Tochter wirklich geht und so zieht sich Luisa aus allem raus. Sie geht sogar soweit, dass sie ihrem Leben ein Ende setzen möchte.
Doch sie wird in letzter Sekunde von einem fremden, geheimnisvollen  Jungen davon abgehalten, Thursen. Luisa ist von Anfang an von Thursen fasziniert und die Sehnsucht ihn wiederzusehen treibt sie immer wieder aufs Neue in den Wald. Schließlich findet sie Thursen, zusammen mit weiteren Jugendlichen und auf Wölfen.
Die Gruppe scheint ein Geheimnis zu haben, doch zuerst erzählt Thursen Luisa nichts davon. Er rät ihr sie solle sich von ihnen verhalten aber Luisa bleibt hartnäckig. Sie kehrt immer wieder ins Lager zurück und es entwickelt sich eine junge Liebe zwischen Thursen und Luisa.

„ Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie, der mich sofort mitgerissen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Sätze kurz und klar. Sie schreibt sehr gefühlvoll und detailliert und vermittelt dem Leser so ein genaues Bild über die Werwölfe, wer sie sind und weshalb sie so geworden sind.
Die Liebe zwischen Thursen und Luisa ist glaubhaft und sie wird sehr einfühlsam beschrieben ohne dabei kitschig zu wirken. Man fiebert zu jeder Zeit mit den beiden Protagonisten mit und es wird sehr schnell klar, die beiden brauchen einander um lebendig zu bleiben.

Das Buch ist aus Sicht von Luisa in der Ich-Perspektive im Präsens geschrieben, wodurch ihre Emotionen und Handlungen sehr gut rüberkommen. Diese fügen sich in die spannende und temporeiche Handlung ein und es wirkt an keiner Stelle des Romans langweilig.
Es beinhaltet eine gelungen Mischung aus Liebe und Freundschaft, zeigt aber auch auf, wie sehr Trauer und Verzweiflung einen Menschen hinab ziehen können

„Schattenblüte. Die Verborgenen“ ist ein wunderbares Buch, was nachhält, auch nachdem man es fertig gelesen hat.
Ich bin schon jetzt sehr gespannt darauf zu erfahren wie es mit Luisa und Thursen weitergeht und zum Glück muss ich nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. „ Schattenblüte. Die Wächter“, der zweite Teil, erscheint bereits im März.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!