Rezensionsexemplar

Gelesen: “Türkisgrüner Winter” von Carina Bartsch

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Taschenbuch: 464 Seiten
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Verlag: rororo
(25. Januar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3499227916
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ISBN-13: 978-3499227912
Kurzbeschreibung:
Geschichten muss man nicht nur lesen, man muss sie
spüren.
Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz
raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen.
Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er
eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen
Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund
Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges
Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht?
(Quelle: Rowohlt Verlag)

Meine Meinung:
Nachdem Emely Elyas am Ende von „Kirschroter Sommer“ einen
Kuss auf die Wange gegeben hat herrscht Funkstille zwischen den beiden. Damit
treibt Elyas Emely regelrecht in den Wahnsinn, weiß sie doch nicht wie sie das
verstehen soll. Zuerst versucht er sie Anzugraben wo er nur kann und jetzt gibt
er keinen Pips mehr von sich und geht ihr aus dem Weg.
Auf der Halloween-Party treffen sie endlich wieder
aufeinander und Emely geht zum Angriff über. Sie verfolgt Elyas den ganzen
Abend und am Ende stürzt sie komplett ab. Doch da ist Elyas zur Stelle und
rettet Emely. Diese Nacht verändert etwas zwischen den beiden, auch wenn es am
nächsten Tag scheint Emely hätte alles nur geträumt.
Gerade als sich die beiden nun endlich näher kommen
erfährt Emely etwas, dass ihre komplette Welt zum Einstürzen bringt und sie in
ein tiefes Loch fallen lässt.
Doch nicht nur Emely leidet, auch Elyas geht es dreckig.
Werden die beiden nun endlich zueinander finden?
„Türkisgrüner Winter“ von der Autorin Carina Bartsch ist
der Nachfolgeband ihres Debütwerks „Kirschroter Sommer“. Erstmals ist der Roman
2012 als eBook erscheinen, nun gibt es ihn endlich auch als Taschenbuch im
Rowohlt Verlag verlegt.
Die Charaktere dieses zweiten Teils sind soweit alle samt
bekannt und zum Glück hat die Autorin sie nicht verändert.
So ist Emely nach wie vor so tollpatschig wie in „Kirschroter
Sommer“ und zwischen ihr und Elyas gibt es nach wie vor Streitereien, die
ebenso herrlich zu lesen sind wie im Vorgänger. Nach dem Kuss auf die Wange
herrscht zwischen ihr und Elyas erst mal Funkstille. Diese treibt Emely regelrecht
in den Wahnsinn. An Halloween geht sie jedoch zum Angriff über, mit dem Ende
das sie sich total zulaufen lässt. Elyas erweist sich in dieser Situation als
Retter und ab diesem Moment verändert sich etwas zwischen ihnen. Die
Streitereien geraten eher in den Hintergrund und ihre Geschichte kommt nach und
nach zum Vorschein.
Elyas ist in diesem Teil nicht mehr ganz so oft zu gegen
aber dennoch ist er immer da. Man erfährt viel über die Vergangenheit und Elyas
lässt den Leser ganz tief in sein Innerstes blicken. Vor allem Richtung Ende
hin lernt man ihn verstehen und nicht selten wollte ich ihn auf diesen Seiten
in den Arm nehmen. Er verändert sich, kehrt sein Innerstes nach außen und das
nur für Emely.
Beide Charaktere waren mir auch dieses Mal unheimlich
sympathisch, sie wirken authentisch und realistisch, wie jemand aus dem
Bekanntenkreis.
Auch die anderen bekannten Personen, wie Alex und
Sebastian, und auch alle weiteren kommen in „Türkisgrüner Winter“ vor und
machen das Buch einfach vollkommen.
Der Schreibstil der Autorin ist auch dieses Mal wieder
herrlich flüssig, sarkastisch, einfach wundervoll. Ich war wieder komplett
gefangen in der Geschichte, habe die Seiten erneut regelrecht inhaliert. Ich
konnte und kann einfach nicht genug bekommen.
Auch „Türkisgrüner Winter“ wird wieder aus Sicht von
Emely in der Ich-Perspektive erzählt und man ist als Leser erneut direkt dabei,
erlebt ihre Gedanken und Gefühle hautnah.
Auffallend ist, dass die Stimmung dieses Mal ein wenig
trauriger und getrübter ist. Man bekommt als Leser sehr viel Hintergrundwissen
vermittelt, erfährt warum Emely und Elyas das Traumpaar schlechthin sind.
Es ist auch dieses Mal wieder alles vorhanden, von Liebe
bis hin zu Trauer. Ich habe oftmals regelrecht Rotz und Wasser geheult, habe
mit Emely und Elyas mitgelitten und einfach nur gehofft, dass am Ende alles gut
wird.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Das Ende ist einfach sagenhaft schön! Es passt super zur
gesamten Handlung.
Mir fiel es aber sehr schwer Emely und Elyas gehen zu lassen,
dieses kleine Wörtchen „ENDE“ auf der letzten Seite ist wirklich extrem
grausam!
Fazit:
„Türkisgrüner Winter“ von Carina Bartsch ist eine
erstklassige Fortsetzung von „Kirschroter Sommer“ und auch wenn es
unvorstellbar ist, er toppt den Vorgänger nochmal.
Der Roman hat wieder alles was das Leserherz begehrt, ist
einfach unglaublich schön zu lesen!
Ich liebe die Reihe um Emely und Elyas und werde die
Bücher garantiert noch das ein oder andere Mal lesen!
Erneut vergebe ich die volle Punktzahl (und noch viel viel mehr) und eine
glasklare Leseempfehlung!

Vielen lieben Dank an den Rowohlt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!
Diese Rezension ist auch noch hier, hier, hier (unter Manja T.) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Purpurdämmern” von Andrea Gunschera

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Format: PDF
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Seitenzahl gebundene Ausgabe: 511 Seiten
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Verlag: Ueberreuter (17. Januar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3800057131
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ISBN-13: 978-3800057139
Kurzbeschreibung:
Ken lebt in Detroit mit einem prügelnden Vater, einer
Mutter, die sich vor der Gewalt in eine Traumwelt flüchtet, und einem
kleinkriminellen Bruder. In einem alten Straßenbahndepot, in das Ken flieht,
wenn er es zu Hause nicht mehr aushält, kommt es eines Tages zu einer
wundersamen Begegnung mit der schönsten jungen Frau, die Ken je gesehen hat.
Alles, was von dem flüchtigen Besuch bleibt, ist eine Akelei-Blüte, die auch
Jahre später nicht verwelkt ist, als Ken die junge Frau wiedersieht – die
dieses Mal gekommen ist, um ihn auf das unvorstellbarste Abenteuer seines
Lebens mitzunehmen.
(Quelle: Ueberreuter Verlag)

Meine Meinung:
Ken lebt in Detroit. Doch er hat keine Familie für die es
sich zu freuen lohnt. Sein Vater prügelt die Familienmitglieder regelmäßig
windelweich und sein großer Bruder ist kriminell und spannt Ken in seine
Machenschaften mit ein.
Als Kenn des Verrats verdächtigt wird und die schlimmsten
Schläger der Stadt auf ihn losgehen rettet ihm ein geheimnisvoller Mann ganz
knapp das Leben. Dieser Mann ist Santino, ein Magier aus einer Paralleltext und
Lehrer eines Mädchens, das Ken bereits vor Jahren einmal getroffen hat. Ken
erfährt von Santino, dass Marielle, so heißt das Mädchen, eine Prinzessin ist
und einen ungeliebten Prinzen heiraten soll.
Unter Santinos Aufsicht lernt Ken mit den Kräften, die er
besitzt, umzugehen und außerdem verdreht ihm Marielle ganz schön den Kopf.
Doch schon bald droht große Gefahr …
Der Jugendroman „Purpurdämmern“ stammt von der Autorin
Andrea Gunschera und ist als gebundene Ausgabe, mit einem sehr schönen Einband,
im Ueberreuter Verlag erschienen.
Allerdings verspricht bei diesem Buch der Klappentext
meiner Meinung nach etwas, was das Buch am Ende leider nicht halten kann.
Der Protagonist Ken hat es nicht leicht. Sein Vater ist
grausam und verprügelt die Familienmitglieder, sein großer Bruder wiederum ist
kriminell. Er ist ein herzlicher und freundlicher Typ, der sympathisch rüber
kommt. In der Schule hat es Ken auch nicht leicht, seine Direktorin würde ihn
am liebsten lieber heute als morgen von der Schule schmeißen. Nur ein Lehrer
glaubt an ihn und will ihm bei einem Stipendium fürs College helfen. Von seinen
Kräften ahnt Ken nichts bis Santino auftaucht und mit ihm übt.
Marielle ist eine Prinzessin eines anderen Volkes und
soll einen ungeliebten Prinzen heiraten und mit ihm einen Nachkommen zeugen.
Dieser gilt als das Mittel zur Rettung der Welt. Marielle hat einen eigenen
Kopf, den sie auch durchzusetzen versucht. Schließlich läuft sie weg. Sie hat
die Gabe Tore zu anderen Welten zu errichten und so gelangt sie auch zu Ken,
dem sie ziemlich den Kopf verdreht. Allerdings wirkt Marielle manchmal ein
wenig unsympathisch, denn sie hat es bisher nicht gelernt auf andere Menschen
Rücksicht zu nehmen und auf deren Gefühle zu achten.
Der Magier Santino wirkt geheimnisvoll zynisch aber auch
freundlich. Er ist es der Ken seine Kräfte lehrt.
Neben den 3 genannten gibt es noch weitere Charaktere,
die allerdings eher blass im Hintergrund bleiben.
Der Schreibstil der Autorin ist zu Beginn recht
schwierig. Man tut sich als Leser schwer in die Geschichte reinzukommen. Nach
einer gewissen Einlesezeit geht es dann aber recht gut verständlich voran.
Allerdings sollte man sich trotzdem Zeit nehmen beim Lesen, denn der Text
erfordert schon eine gewisse Konzentration.
Geschildert wird die Geschichte aus mehreren
Perspektiven, der von Ken, von Marielle und Santino. Verwendet wird immer der
personale Erzähler. Zwar hat man dadurch als Leser einen umfassenden Überblick
aber es fällt auch sehr schwer eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen.
Die Handlung an sich ist recht seicht. Erst ab etwa der
Mitte des Buches kommt dann endlich Spannung auf, die bis zum Ende gehalten
wird. Bis zu diesem Zeitpunkt passiert zwar viel aber wirklich fesseln kann das
Buch nicht.
Das Ende ist ein spannender Showdown, bei dem allerdings
Fragen offen bleiben. Eine Fortsetzung ist demnach nicht ausgeschlossen.
Fazit:
„Purpurdämmern“ von Andrea Gunschera ist ein Jugendbuch
bei dem das vorhandene Potential nicht hundertprozentig genutzt wurde.
Die Charaktere wirken teilweise blass und die Handlung
braucht zu lange um spannend zu werden.
Ein gutes Buch mit noch Luft nach oben.


Vielen Dank an den Ueberreuter Verlag für die bereitgestellte PDF-Datei.

Diese Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: “Die Rose von Arabien” von Christine Lehmann

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Taschenbuch: 576 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag
GmbH
(Februar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551310734
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ISBN-13: 978-3551310736
Kurzbeschreibung:
Auf dem Weihnachtsmarkt lernt Finja den jungen Scheich
Chalil, einen Studenten ihres Vaters, kennen und fühlt sich sofort zu ihm
hingezogen. Doch Chalil reist schon kurz darauf zurück in seine Heimat Dubai.
Als Finjas Vater dort beim Bau von Solaranlagen hilft, besucht ihn seine
Tochter kurzerhand. In einer faszinierenden fremden Welt voller neuer Gerüche,
Farben und Geräusche trifft Finja Chalil wieder – aber die kulturellen
Unterschiede scheinen unüberwindbar.
(Quelle: Carlsen Verlag)

Meine Meinung:
Finja besucht den Stuttgarter Weihnachtsmarkt, wo sie dem
Araber Chalil begegnet. Sie ist sogleich hin und weg von ihm. Es stellt sich
heraus das Chalil das letzte Jahr über bei Finjas Vater studiert hat und nun
kurz vor seiner Rückreise nach Dubai steht.
Finja möchte das aber nicht so hinnehmen und sieht ihre
Chance gekommen, als ihr Vater vom Scheich über Weihnachten in dessen Haus
eingeladen wird. In Dubai aber begreift sie schnell wie unterschiedlich sie und
Chalil eigentlich sind, er ein Muslim, sie eine Christin.
In den nächsten zwei Wochen erleben Finja und Chalil
einige Abenteuer, die ihre Gefühle füreinander immer wieder auf die Probe
stellen.
Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance?
„Die Rose von Arabien“ stammt aus der Feder der Autorin
Christine Lehmann. Obwohl sie bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht hat
war dies mein erster Roman von ihr. Es wird aber sicher nicht mein letzter
sein.
Die Protagonistin Finja ist 16 Jahre alt und ich fand sie
eine sehr angenehme Protagonistin. Sie hat einige Fehler, ist nicht perfekt
aber gerade das macht sie sympathisch. Finja ist ziemlich selbstbewusst und
weiß was sie will. Als sie Chalil kennenlernt verliebt sie sich in ihn.
Allerdings schwankt sie immer wieder ob er auch dieselben Gefühle für sie hat. Finja
ist offen, lebenslustig und findet in Dubai recht schnell Anschluss. Sie sagt
aber auch was sie denkt, auch wenn das in den arabischen Ländern so nicht
unbedingt gerne gesehen ist. Ihre Meinungsäußerungen führen auch immer wieder
zu Spannungen mit Chalil.
Chalil ist der Sohn des Scheichs und 8 Jahre älter als
Finja. Nichts desto trotz liebt er sie, auch wenn dies zu Komplikationen führt.
Und diese sich nicht auszuschließen, denn immerhin soll Chalil auch Scheich
werden. Er ist gebildet, aufgeschlossen, hilfsbereit und hängt an seiner
Familie, möchte sie nicht enttäuschen.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Finja und Chalil
entwickelt ist einerseits romantisch aber auch nicht frei von Problemen.
Neben den beiden Protagonisten gibt es auch noch
Nebencharaktere, wie Finjas Vater oder auch Chalils Eltern, die alle sehr gut
ins Geschehen mit eingebunden sind. Sie alle wirken authentisch und glaubhaft.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig. Es
macht wirklich Spaß in der Geschichte abzutauchen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Finja. So
bekommt man als Leser alle ihre Gedankengänge und Handlungen hautnah mit.
Die Handlung selber ist gut durchdacht, verständlich und
die Zusammenhänge sind gut erklärt. Weder Spannung noch Romantik kommen in
diesem Buch zu kurz.
Das Ende des Buches fand ich sehr gut gelungen. Zwar kam
es ein wenig abrupt aber dennoch passt es gut und rührt schließlich sogar zu
Tränen.
Fazit:
„Die Rose von Arabien“ von Christine Lehmann ist ein
wundervolles Buch.
Die Autorin hat mich mit ihren sympathischen Charakteren,
der romantischen aber auch spannenden Handlung und der einzigartigen Kulisse
vollends überzeugt.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Spiegelriss” von Alina Bronsky

Achtung!
Dies ist der zweite Teil einer Reihe!
Die Rezension könnte Spoiler enthalten!
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Gebundene
Ausgabe:
261 Seiten
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Verlag:
Arena (Januar 2013)
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Sprache:
Deutsch
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ISBN-10:
3401067990
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ISBN-13:
978-3401067995
Kurzbeschreibung:
Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen.
Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität
leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der
Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der
Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt.
Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben
wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu
Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist.
(Quelle: Arena-Verlag)

Meine Meinung:
Seit „Spiegelkind“ ist einige Zeit vergangen.
Juli ist nun nicht mehr im Wald bei ihrer Mutter, sondern
hat sich einem Rudel Jugendlicher angeschlossen, die sich alleine auf der
Straße durchschlagen. Sie klauen beispielsweise Essen um nicht verhungern zu
müssen.
Nach einer Razzia flieht Juli gemeinsam mit Kojote, dem
Anführer des Rudels und von nun an bilden die beiden ein Team. Kojote zeigt
Juli einiges aus seinem früheren Leben und bringt sie schließlich erst zu Ksü
und dann zu ihren Großeltern. Dort erfährt Juli endlich etwas über sich selber,
ihren Vater und ihre Pheenmutter.
Doch Juli, die immer noch für den Tod ihres Vaters
verantwortlich gemacht wird, wird schließlich geschnappt und an den schlimmsten
Ort gebracht, den sie sich vorstellen konnte, ins Dementio, dem Ort wo Pheen
gefangen gehalten werden …
„Spiegelriss“ ist
bereits der 2. Teil der „Spiegel“- Reihe von Alina Bronsky.
Allerdings knüpft
dieser Band nicht direkt an „Spiegelkind“ an, es sind doch einige Monate
vergangen, die jedoch im Dunklen bleiben. Zudem herrscht in diesem Buch direkt
von Beginn an eine komplett andere Atmosphäre als noch im Vorgängerband.
Auch in diesem
Teil ist die Hauptprotagonistin wieder Juliane, genannt Juli. Sie lebt nun auf
der Straße in einem Rudel jugendlicher und muss lernen sich so durchzuschlagen.
Zu Beginn ist es zwar schwierig zu verstehen wieso Juli nun so lebt aber dies
klärt sich im Laufe des Buches. Juli ist nach wie vor nicht so die mutige und
starke Heldin aber dennoch versucht sie sich nicht unterkriegen zu lassen und
macht das Beste aus ihrer Situation. Sie wirkt, im Gegensatz zu „Speigelkind“,
erwachsener und reifer.
Kojote ist ein
neuer Charakter. Er ist der Rudelanführer und flieht mit Juli nach der Razzia.
Die beiden bilden ein Team. Kojote bringt Juli zuerst zu Ksü und dann zu ihren
Großeltern. Er bleibt auch an Julis Seite als er erfährt wer sie wirklich ist.
Obwohl Kojote recht geheimnisvoll wirkt baut Juli langsam aber sicher Vertrauen
zu ihm auf.
Neben den beiden
genannten trifft man als Leser weitere, teilweise schon bekannte, Charaktere.
Allerdings dreht sich die Handlung am Ende immer um Juli.
Der Schreibstil
der Autorin ist wieder flüssig und schlicht. Man kommt gut durch die Seiten und
alles ist verständlich.
Geschildert wird
die Geschichte aus der Sicht von Juli in der Ich-Perspektive. Man ist also
wieder direkt dabei.
Die Handlung
selber ist düsterer und spannender als noch im ersten Teil. Nichts ist wirklich
vorhersehbar und immer wieder gibt es Wendungen, die überraschen. Es gibt
außerdem grausame Stellen und manchmal ist alles vielleicht etwas verwirrend
aber es klärt sich auf.
Das Ende ist
erneut ziemlich offen gehalten und es bleiben Fragen offen, die hoffentlich in
einem 3. Teil endgültig geklärt werden.
Fazit:
„Spiegelriss“ von
Alina Bronsky ist eine gelungene Fortsetzung und meiner Meinung nach noch
besser als „Spiegelkind“
Die Handlung ist düsterer und spannender und die Mischung aus Dystopie und Fantasy weiß zu
überzeugen.
Definitiv lesenswert!
Vielen Dank an Pia Mortensen und den Arena-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

Gelesen: “Night School. Der den Zweifel sät” von C. J. Daugherty

Achtung!
Dies ist der zweite Teil einer 5-teiligen Reihe!
Die Rezension könnte Spoiler enthälten!
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Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
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Verlag: Oetinger (19. Februar
2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3789133280
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ISBN-13: 978-3789133282
Kurzbeschreibung:
Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düsteren
Straßen Londons kehrt Allie zurück ins Internat. Hier warten neue
Herausforderungen, denn von nun an ist sie vollwertiges Mitglied der
geheimnisvollen „Night School“. Doch ihre Gefühle für Carter und Sylvain
spielen immer noch verrückt. Da erhält sie eines Nachts eine Nachricht von
ihrem verschollen geglaubten Bruder. Und ihr wird zur Gewissheit, dass die
„Night School“ ein sehr dunkles Geheimnis hütet.
(Quelle: Oetinger Verlag)

Meine Meinung:
Nachdem Allie die Verfolgungsjagd in London überstanden
hat ist sie wieder zurück in Cimmeria. Jetzt könnte es dann auch eigentlich mal
ein wenig ruhiger zugehen aber weit gefehlt. Allie schwebt weiterhin in Gefahr.
Sie wird Mitglied in der Night School und die Ausbildung dort setzt ihr doch
sehr zu. Außerdem kommt sie so, sehr zum Misstrauen von Carter, Sylvain auch
wieder näher.
Doch damit nicht genug ganz plötzlich erhält Allie eine
Nachricht von ihrem verschwundenen Bruder Christopher. Er möchte sie unbedingt
treffen. Obwohl Allie weiß, dass er mit Nathaniel zusammenarbeitet und es
falsch ist lässt sie sich auf das Treffen mit ihm ein. Sie will die Geheimnisse
endlich aufdecken, egal wie.
Und dann überschlagen sich die Ereignisse plötzlich und
Allie ist mittendrin …
Mit „Night School. Der den Zweifel sät“, ebenfalls wieder
von der Autorin C. J. Daughtery, ist nun im Oetinger Verlag bereits der zweite
Teil der 5-teiligen „Night School“-Reihe erschienen.
Das Jugendbuch knüpft nahezu nahtlos an „Du darfst keinen
trauen“ an und es empfiehlt sich diesen ersten Band vorher zu lesen.
Die bekannten Charaktere aus dem ersten Teil sind alle
wieder mit von der Partie.
Allen voran natürlich Allie. Sie wirkt in diesem Teil
wesentlich reifer und erwachsener, ist aber trotzdem noch genauso chaotisch und
liebenswert wie man sie kennen- und lieben gelernt hat. Allie steht weiterhin
zwischen zwei Jungs, Carter und Sylvain. Eigentlich ist Carter ihr Freund, doch
auch Sylvain hat eine magische Anziehungskraft auf Allie. Doch von diesem Chaos
lässt Allie sich nur bedingt ablenken, immerhin möchte sie die Geheimnisse
endlich lüften. Sie wird ja auch Mitglied in der Night School, auch wenn ihr
das Training dort sehr zusetzt. Doch Allie gibt nicht auf und hat ihren eigenen
Kopf.
Doch nicht nur Allie hat sich entwickelt auch die anderen
Charaktere durchlaufen eine Entwicklung.
Und neben den bekannten tauchen auch neue Figuren auf,
die sich ebenfalls mühelos ins Geschehen integrieren.
Der Schreibstil der Autorin ist bekannt flüssig und
einfach. Das Buch entwickelt einen regelrechten Lesesog, einmal angefangen kann
und will man nicht aufhören. Man fliegt durch die Seiten und ist schneller
durch als man es will.
Die Handlung ist noch spannender, mysteriöser und
fesselnder als im ersten Teil.
Auffallend ist das man als Leser auch nicht mehr weiß als
Allie und so erlebt man die Geschehnisse mit ihr gemeinsam und rätselt mit.
Während des Lesen bauen sich immer wieder und immer mehr
Fragen im Kopf auf, wovon wenige beantwortet werden. Und so weiß man
schließlich nicht wer gut und wer böse ist.
Das Ende ist ganz gemein und lässt den Leser ratlos
zurück. Der 3. Teil der Reihe ist für Herbst 2013 angekündigt und für mich kann
es lieber heute als morgen soweit sein, möchte ich doch wissen wie es mit Allie
und den anderen weitergeht.
Fazit:
„Night School. Der den Zweifel sät“ von C. J. Daugherty
ist ein grandioser zweiter Teil der „Night School“-Reihe.
Die Handlung ist noch packender als im ersten Teil und
man fiebert regelrecht mit den Charakteren im Buch mit!
Lesen, lesen, lesen!!!

Vielen Dank an den Verlag für das bereitgestellte Vorab-Exemplar und ein großer Dank auch an Katja und lovelybooks für die dortige Leserunde.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “GezeitenZauber – Die Bestimmung” von Erik Kellen

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Taschenbuch: 378 Seiten
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Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (2.
Januar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 1481838490
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ISBN-13: 978-1481838498
Kurzbeschreibung:
Als Nilah van Arten mit ihrem Vater zur Beerdigung ihrer
Großmutter nach Irland reist, ahnt sie nicht, dass ihr Leben sich für immer
verändern wird. Ein seltsamer Brief, ein rätselhafter Junge auf der Totenfeier,
ein scheinbar zugemauertes Zimmer – damit fängt es an. Doch Nilah ist längst zwischen
die Fronten der Vergangenheit und der Zukunft geraten. In einen Kampf, der über
zwei Jahrtausende ruhte, nun aber umso erbitterter wieder aufgeflammt ist. Zwei
Männer stürzen ihre Welt ins Chaos. Der eine will ihre Seele vernichten, der
andere beschützt sie mit Leidenschaft und wilder Magie. Denn in Nilahs Blut ist
das größte Geheimnis aller Zeiten verborgen.
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:

Die 17-jährige Nilah und ihr Vater reisen nach Irland um
an der Beerdigung der Großmutter Edda teilzunehmen. Während Nilah die Weite und
Schönheit des Landes bewundert ahnt sie nicht, dass sie zum Mittelpunkt einer
uralten Prophezeiung wird und in ihrem Blut ein Geheimnis steckt, welches die
Existenz der Welt bedeutet.
Ganz plötzlich passieren Dinge die Nilah um den Verstand
bringen. Es tauchen mysteriöse Briefe auf, ein Zimmer ist zugemauert und sie
sieht einen Jungen, dem sie immer wieder begegnet.
Und als ob das nicht schon genug wäre taucht auch noch
ein wildfremder Junge namens Liran auf, der behauptet ein keltischer Krieger zu
sein und sie beschützen zu müssen.
Nilah ist in einen uralten Kampf zwischen Liran und dem „Einzigen“,
der ihre Seele vernichten will,  geraten.
Kann Nilah ihrem Schicksal noch entfliehen?
Der Fantasyroman „GezeitenZauber – Die Bestimmung“ stammt
aus der Feder von Erik Kellen und es ist das Debüt des Autors. Außerdem ist das
Buch der Auftaktband einer Reihe.
In seinem Roman entführt der Autor den Leser nach Irland
und verknüpft sehr geschickt die Mythologie des Landes und die keltischen
Elemente mit seiner eigentlichen Handlung.
Die Protagonistin Nilah van Arten ist 17 Jahre alt und
wohnt mit ihrem Vater Daan in Hamburg. Die beiden haben ein sehr besonderes
Verhältnis zueinander. Zur Beerdigung ihrer Großmutter reisen Nilah und ihr
Vater nach Irland. Dort allerdings wird Nilah immer wieder von Träumen heimgesucht
und auch sonst passiert allerlei Seltsames und Nilah wie nicht ob sie es ihrem
Vater erzählen soll. Interessiert er sich doch seit längeren endlich mal wieder
für eine Frau. Als Liran auftaucht hat Nilah zuerst Angst vor ihm, doch dann
erkennt sie er will sie nur beschützen und letztlich vertraut sie ihm.
Liran ist ein keltischer Krieger, der sehr lange auf
Nilah gewartet hat. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt ihr gegenüber.
Als Liran erwacht hat er zuerst ein paar Probleme sich in der heutigen Zeit klarzukommen,
ist er doch eine andere Zeit gewöhnt. Mir ist er während des Lesens immer sympathischer
geworden.
Neben den beiden genannten gibt es noch einige weitere
Charaktere im Buch. Sie sind ebenfalls sehr gut gezeichnet, vielseitig und
waren mir auch ziemlich sympathisch.
Und es gibt einen „Bösewicht“, den „Einzigen“, der nichts
als Vernichtung im Sinn hat. Allerdings erfährt man als Leser nicht so
sonderlich viel von ihm.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und einfach
wundervoll. Anhand der detaillierten Beschreibungen ist beim Lesen Kopfkino
vorprogrammiert.
Die Handlung ist spannend und die Vergangenheit und
Gegenwart fließen regelrecht ineinander.
Zum Ende hin steigt die Spannung nochmals und das Ende
selber ist ein ziemlich gemeiner Cliffhanger, der neugierig auf die Fortsetzung
macht.
Fazit:
„GezeitenZauber – Die Bestimmung“ von Erik Kellen ist ein
fantastischer Auftakt der Reihe und zudem eine tolles Debüt des Autors.
Die Handlung ist spannend, die Charaktere sind sehr gut
gelungen und auch die Gestaltung des Buches ist wunderbar.
Ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an Erik Kellen, der mir seinen Roman zur Verfügung gestellt hat.
Diese Rezension ist auch noch hier und hier (unter Manja T.) zu finden.