Gelesen: “Die Rose von Arabien” von Christine Lehmann

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Taschenbuch: 576 Seiten
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Verlag: Carlsen Verlag
GmbH
(Februar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3551310734
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ISBN-13: 978-3551310736
Kurzbeschreibung:
Auf dem Weihnachtsmarkt lernt Finja den jungen Scheich
Chalil, einen Studenten ihres Vaters, kennen und fühlt sich sofort zu ihm
hingezogen. Doch Chalil reist schon kurz darauf zurück in seine Heimat Dubai.
Als Finjas Vater dort beim Bau von Solaranlagen hilft, besucht ihn seine
Tochter kurzerhand. In einer faszinierenden fremden Welt voller neuer Gerüche,
Farben und Geräusche trifft Finja Chalil wieder – aber die kulturellen
Unterschiede scheinen unüberwindbar.
(Quelle: Carlsen Verlag)

Meine Meinung:
Finja besucht den Stuttgarter Weihnachtsmarkt, wo sie dem
Araber Chalil begegnet. Sie ist sogleich hin und weg von ihm. Es stellt sich
heraus das Chalil das letzte Jahr über bei Finjas Vater studiert hat und nun
kurz vor seiner Rückreise nach Dubai steht.
Finja möchte das aber nicht so hinnehmen und sieht ihre
Chance gekommen, als ihr Vater vom Scheich über Weihnachten in dessen Haus
eingeladen wird. In Dubai aber begreift sie schnell wie unterschiedlich sie und
Chalil eigentlich sind, er ein Muslim, sie eine Christin.
In den nächsten zwei Wochen erleben Finja und Chalil
einige Abenteuer, die ihre Gefühle füreinander immer wieder auf die Probe
stellen.
Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance?
„Die Rose von Arabien“ stammt aus der Feder der Autorin
Christine Lehmann. Obwohl sie bereits mehrere Jugendbücher veröffentlicht hat
war dies mein erster Roman von ihr. Es wird aber sicher nicht mein letzter
sein.
Die Protagonistin Finja ist 16 Jahre alt und ich fand sie
eine sehr angenehme Protagonistin. Sie hat einige Fehler, ist nicht perfekt
aber gerade das macht sie sympathisch. Finja ist ziemlich selbstbewusst und
weiß was sie will. Als sie Chalil kennenlernt verliebt sie sich in ihn.
Allerdings schwankt sie immer wieder ob er auch dieselben Gefühle für sie hat. Finja
ist offen, lebenslustig und findet in Dubai recht schnell Anschluss. Sie sagt
aber auch was sie denkt, auch wenn das in den arabischen Ländern so nicht
unbedingt gerne gesehen ist. Ihre Meinungsäußerungen führen auch immer wieder
zu Spannungen mit Chalil.
Chalil ist der Sohn des Scheichs und 8 Jahre älter als
Finja. Nichts desto trotz liebt er sie, auch wenn dies zu Komplikationen führt.
Und diese sich nicht auszuschließen, denn immerhin soll Chalil auch Scheich
werden. Er ist gebildet, aufgeschlossen, hilfsbereit und hängt an seiner
Familie, möchte sie nicht enttäuschen.
Die Liebesgeschichte, die sich zwischen Finja und Chalil
entwickelt ist einerseits romantisch aber auch nicht frei von Problemen.
Neben den beiden Protagonisten gibt es auch noch
Nebencharaktere, wie Finjas Vater oder auch Chalils Eltern, die alle sehr gut
ins Geschehen mit eingebunden sind. Sie alle wirken authentisch und glaubhaft.
Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig. Es
macht wirklich Spaß in der Geschichte abzutauchen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Finja. So
bekommt man als Leser alle ihre Gedankengänge und Handlungen hautnah mit.
Die Handlung selber ist gut durchdacht, verständlich und
die Zusammenhänge sind gut erklärt. Weder Spannung noch Romantik kommen in
diesem Buch zu kurz.
Das Ende des Buches fand ich sehr gut gelungen. Zwar kam
es ein wenig abrupt aber dennoch passt es gut und rührt schließlich sogar zu
Tränen.
Fazit:
„Die Rose von Arabien“ von Christine Lehmann ist ein
wundervolles Buch.
Die Autorin hat mich mit ihren sympathischen Charakteren,
der romantischen aber auch spannenden Handlung und der einzigartigen Kulisse
vollends überzeugt.
Von mir eine ganz klare Leseempfehlung!
Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Meine Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Weißer Teufel” von Justin Evans

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Taschenbuch: 466 Seiten
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Verlag: Aufbau
Taschenbuch
(21. Januar 2013)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3746628768
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ISBN-13: 978-3746628769
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Originaltitel: The White Devil
Kurzbeschreibung:
Tod und Teufel
Von seinem Vater wird Andrew auf ein englisches Internat geschickt, weil er zu
Hause in den USA in Drogenprobleme verstrickt war. Aber der Ärger beginnt für
ihn erst richtig, kaum dass er die Harrow School betreten hat. Er beobachtet,
wie ein Schüler auf seltsame Weise stirbt, und wird sofort verdächtigt, mit
diesem Tod etwas zu tun zu haben. Außerdem sieht er Lord Byron ähnlich, dem
berühmtesten Schüler des Internats. Deshalb soll Andrew auch in einem Stück
über den Dichter die Hauptrolle spielen. Nach und nach wird er in das Leben des
Dichters hineingezogen – und erkennt, dass er ein tödliches Geheimnis aus der
Vergangenheit ans Licht bringen muss.
(Quelle: Aufbau Verlag)

Meine Meinung:
Andrew wird wegen Drogen- und Alkoholproblemen an die
berühmte Harrow School in England geschickt. Dies ist seine letzte Chance um
seinen Eltern zu beweisen, dass er etwas drauf hat.
Die Harrow School ist eine reine Jungenschule mit sehr
strengen Regeln. Zuerst fühlt Andrew sich nicht so wohl dort, er lebt sich aber
nach und nach ein.
Das einzige Mädchen, die Tochter des Direktor Persephone,
bemerkt als eine der ersten die verblüffende Ähnlichkeit Andrews mit Lord
Byron, einem der berühmtesten Schüler der Schule. Da an der Schule ein
Theaterstück über den Dichter aufgeführt werden soll bekommt Andrew die
Hauptrolle, die des Lords. Obwohl Andrew noch nie Theater gespielt hat lässt er
sich darauf ein.
Von nun an geschieht etwas Merkwürdiges mit ihm und er
bekommt des Öfteren Visionen von einem Geist. Dieser Geist begeht wenig später
einen Mord an Andrews Zimmernachbarn. Bis auf Piers Fewkes, Andrews Hausvater
und Schreiber des Theaterstücks, glaubt niemand Andrews Geschichte.
Doch nach und nach wird klar, die Jungs der Harrow School
schweben in großer Gefahr und allein Andrew ist der Schlüssel des Ganzen …
Der Roman „Weißer Teufel“ stammt aus der Feder des Autors
Justin Evans und wurde im Januar im Aufbau Taschenbuchverlag veröffentlicht.
Ich kannte den Autor bisher nicht und bin vollkommen unvoreingenommen an das
Buch heran gegangen.
Der Protagonist Andrew ist 17 Jahre alt und wird aufgrund
von Drogen- und Alkoholproblemen an die Harrow School nach England geschickt.
Dort soll er beweisen, dass er mehr drauf hat als nur Partys feiern. Zu Beginn
hatte ich ein paar Probleme mit Andrew warm zu werden aber nach ein paar Seiten
ging es recht gut. Er macht während der Handlung auch eine ziemliche
Entwicklung durch und kam mir am Ende vernünftiger vor als noch zu Beginn.
Das einzige Mädchen an der Jungenschule Persephone ist
die Tochter des Direktors. Sie bemerkt als eine der ersten die Ähnlichkeit
Andrews mit einem der berühmtesten Schüler der Schule, Lord Byron. Die
überredet Andrew auch dazu im Theaterstück über Byron mitzuspielen. Andrew
entwickelt Gefühle für Persephone und auch sie ist ihm gegenüber nicht
abgeneigt, gerade auch weil er anders ist als die anderen.
Piers Fewkes ist der Hausvater vom Lot, Andrews Zuhause.
Er schreibt das Theaterstück und nimmt sich schließlich Andrew an. Piers hat
eine extreme Schwäche für Alkohol.
Die Nebenfiguren im Roman bleiben alle samt hinter den
Protagonisten zurück. Man erfährt kaum etwas über sie, da die Handlung auf
Andrew ausgerichtet ist.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht lesbar.
Man kommt wirklich gut durch die Seiten.
Die Handlung ist an und für sich recht spannend gehalten.
Zu Beginn wird das Tempo rasch angezogen bis zum ersten Mord, dann verliert es
sich ein wenig. Das Theaterstück rückt in den Mittelpunkt. Doch schon bald wird
es wieder erhöht und der Roman wird erneut spannend. Immer wieder gibt es
Wendungen die überraschen.
Das Ende kam für mich ein wenig zu abrupt und hat mich
zudem etwas frustriert zurückgelassen. Ich hatte mit etwas anderem gerechnet.
Es war irgendwie zu einfach.
Fazit:
„Weißer Teufel“ von Justin Evans ist ein wirklich gutes
Buch auf das man sich aber auch einlassen muss.
Den Leser erwartet eine spannende Geschichte angereichert
mit ein wenig Grusel.
Wer allerdings einen echten Thriller erwartet wird
enttäuscht sein.
Alle anderen sollten hier genauer hinschauen.
Vielen Dank an den Aufbau Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.
Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Gelesen: “Ewiglich die Sehnsucht” von Brodi Ashton

Gebundene Ausgabe: 379 Seiten
Verlag: Oetinger (Januar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789130400
ISBN-13: 978-3789130403
Erscheinungsdatum: 01.01.2012

Wenn die Unsterblichen das größte Opfer verlangen… Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie große Gefühle, verzweifelte Hoffnung – der Sehnsuchtsroman von der wahren Liebe Der erste Band der Ewiglich-Trilogie verbindet ein modernes Setting mit Elementen aus dem “Orpheus” und “Eurydike”-Mythos.
(Quelle: Oeitnger)

Nikki verschwindet von einem Tag auf den anderen und für 6 Monate stehen die Menschen, die ihr nahe stehen vor einem Rätsel.
So auch als sie plötzlich wieder auftaucht. Sie wird allerdings ohne Fragen wieder in ihre Familie aufgenommen und auch in der Schule scheint alles wie gehabt.
Doch Nikki scheint sich verändert zu haben. Sie wirkt irgendwie kühl.
Keiner weiß, dass sie mit Cole im Ewigseits war, für lange 100 Jahre und er sich von ihr genährt hat. Er hat ihr sämtliche Emotionen genommen außer ihrer Erinnerung an Jack. Nikki hat sich entschieden, noch einmal Jack und Ihre Familie wieder zu sehen bevor sie die Tunnel holen würden. Dafür hat sie 6 Monate Zeit.
Allerdings dauert es nicht lange und ihre Gefühle für ihre große Liebe Jack kehren zurück. Und so hat Nikki nur noch einen Wunsch, sie will bei Jack bleiben …

Zu Beginn des Buches wird der Leser ohne Umschweife direkt ins Geschehen geworfen, beginnend mit Nikkis Rückkehr.
In immer wieder eingebauten Rückblenden erfährt der Leser, was mit Nikki im Ewigseites geschehen ist.
Die Autorin wechselt in den Kapiteln immer zwischen dem Jetzt und dem was vor einem Jahr, vor der Nährung geschehen ist und so kann man die Gefühle von Nikki besser verstehen.

Desweiteren bedient sich die Autorin der griechischen Mythologie, da Nikki ihren persönlichen Helden finden muss, damit sie bleiben kann. Ihr läuft aber mehr oder weniger die Zeit davon.
Ich finde die Figuren in diesem Roman wirken gut beschrieben. Man kann sie sich vorstellen und vor allen in Nikki kann man sich gut hineinversetzen. Cole, der für Nikkis Zustand verantwortlich ist, wirkt geheimnisvoll und erst im Laufe des Romans erkennt man sein wahres Gesicht.
Da es sich bei diesem Roman um den Auftakt einer Triologie handelt bleibt so manches unbeantwortet aber es wird ja zum Glück noch weitere Romane geben.

Ich kann diesen Roman all denen empfehlen, die „Göttlich Verdammt“ auch gemocht haben. Ich jedenfalls war gefesselt und freue mich auf mehr.