Gelesen: „Tilly in Technicolor“ von Mazey Eddings

Format: ePub
Dateigröße: ‎5.0 MB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: ‎400 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: ‎978-3733509217
Lesealter: ‎Ab 14 Jahren
Herausgeber: ‎Fischer Sauerländer
Erscheinungstermin: ‎1. Juli 2026.
Sprache: ‎Deutsch

Tilly Twomley sehnt sich verzweifelt nach Veränderung. Nachdem sie sich mit ihrem neurodivergenten Gehirn durch die Highschool gekämpft hat, fühlt sie sich nun bereit für einen Neuanfang. Ein Praktikum im Start-up ihrer perfekten älteren Schwester ist zwar nicht gerade das, was Tilly sich für ihren Sommer vorgestellt hat, aber die damit verbundene Reise durch Europa könnte eine Inspiration für ihre Zukunft sein. Das Problem ist nur, dass Tilly keine Ahnung hat, wie ihre Zukunft aussehen soll. Oliver Clark weiß genau, was er will. Aufgrund seines Autismus fällt es ihm oft schwer, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Aber sein Spezialinteresse für Farbtheorie hilft ihm, soziale Schluchten zu überwinden. Außerdem hat er bereits einen Job in einer renommierten Design-Softwarefirma und davor ein Sommerpraktikum, um seinen Lebenslauf aufzubessern. Alles läuft nach Plan. Bis er den katastrophalsten internationalen Flug seines Lebens erlebt, dessen Turbulenzen alle von seiner lebhaften (genauer gesagt: nervtötenden) Sitznachbarin und Co-Praktikantin Tilly ausgehen …
Eine Summer-RomCom darüber, dass man einige der besten Dinge im Leben nicht planen kann. Und ein katastrophal schöner Sommer, der viel zu schnell zu Ende geht.
(Quelle: Fischer Sauerländer)

Mir war die Autorin Mazey Eddings bisher noch unbekannt. Nun aber stand mit „Tilly in Technicolor“ mein erster Roman aus ihrer Feder auf meiner Leseliste und ich war sehr gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich mir das eBook flott auf den Reader geladen und dann ging es auch schon los mit dem Lesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gezeichnet und entsprechend dann hier in die Geschichte integriert. So konnte ich sie mir sehr gut vorstellen und auch von den Handlungen her war alles sehr gut nachzuempfinden.
So habe ich hier Tilly kennengelernt, die ich richtig gerne mochte. Sie freut sich auf ihr Sommerpraktikum, weiß aber nicht wirklich wohin ihr Leben eigentlich gehen soll. Tilly hat ADHS, ist ein kleiner Chaot und so eckt sie schon auch immer wieder, gerade auch bei ihrer Familie, an. Ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung hat mir sehr gut gefallen.
Dann ist da noch Oliver, der das komplette Gegenteil von Tilly zu sein scheint. Er ist Autist und Fotograf und er braucht und liebt es wenn alles seine Struktur hat. Aber Oliver versucht auch immer wieder seinen Autismus zu verbergen. Im Handlungsverlauf macht auch er eine wirklich gute Entwicklung durch.

Neben den beiden Protagonisten gibt es hier auch noch einige andere Charaktere, die sich meiner Meinung nach ebenso sehr gut mit ins Geschehen hier einfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll. Ich kam so leicht und auch flüssig durch die Seiten hier hindurch und konnte dem Geschehen auch total gut folgen.
Die Handlung selbst hat mich dann auch total für sich eingenommen. Ich konnte die eingebrachten Emotionen und Gefühle ganz wunderbar nachempfinden, auf mich wirkte alles sehr stimmig gehalten.
Dabei gibt es einige Herausforderungen, die hier überwunden werden müssen. Die Autorin beschreibt dieses Thema sehr gut. Ich fand auch das alles stimmig zur Geschichte hier passt.
Ja und die Liebesgeschichte hier ist sehr gelungen. Sie weiß den Leser zu packen und dann auch zu überzeugen. Dabei geht es aber nicht um große Framen, nein sie ist ehrlich und authentisch.
Das Setting und der Roadtrip durch Europa empfand ich als gelungen. Die Städte spielen dabei zwar nicht die große Rolle, es sind mehr die Erlebnisse der Charaktere miteinander die wichtig sind.

Das Ende ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Ich fand es passt richtig gut zur erzählten Gesamtgeschichte, macht diese so sehr gut rund und entlässt den Leser am Ende dann auch zufrieden zurück in die Realität.

Insgesamt gesagt ist „Tilly in Technicolor“ von Mazey Eddings ein richtig gelungener Roman der mich so auch total gut für sich einnehmen und dann auch unterhalten konnte.
Sehr gut gezeichnete sympathische Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als sehr tiefgründig, emotional und auch von der Idee und dem Setting her sehr gut passend empfunden habe, haben mir so richtig klasse Lesestunden beschert und mich dann auch überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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